Sanitz

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Der Titel dieses Artikels ist mehrdeutig. Weitere Bedeutungen sind unter Sanitz (Begriffsklärung) aufgeführt.
Wappen Deutschlandkarte
Wappen der Gemeinde Sanitz
Sanitz
Deutschlandkarte, Position der Gemeinde Sanitz hervorgehoben
54.08333333333312.38333333333345Koordinaten: 54° 5′ N, 12° 23′ O
Basisdaten
Bundesland: Mecklenburg-Vorpommern
Landkreis: Rostock
Höhe: 45 m ü. NHN
Fläche: 82,37 km²
Einwohner: 5706 (31. Dez. 2013)[1]
Bevölkerungsdichte: 69 Einwohner je km²
Postleitzahl: 18190
Vorwahl: 038209
Kfz-Kennzeichen: LRO, BÜZ, DBR, GÜ, ROS, TET
Gemeindeschlüssel: 13 0 72 091
Adresse der
Gemeindeverwaltung:
Rostocker Str. 19
18190 Sanitz
Webpräsenz: www.sanitz.de
Bürgermeister: Joachim Hünecke
Lage der Gemeinde Sanitz im Landkreis Rostock
Rostock Schwerin Landkreis Mecklenburgische Seenplatte Landkreis Vorpommern-Rügen Landkreis Nordwestmecklenburg Landkreis Nordwestmecklenburg Landkreis Ludwigslust-Parchim Admannshagen-Bargeshagen Bartenshagen-Parkentin Börgerende-Rethwisch Hohenfelde (Mecklenburg) Nienhagen (Landkreis Rostock) Reddelich Retschow Steffenshagen Wittenbeck Baumgarten (Warnow) Bernitt Bützow Dreetz (Mecklenburg) Jürgenshagen Klein Belitz Penzin Rühn Steinhagen (Mecklenburg) Tarnow (Mecklenburg) Warnow (bei Bützow) Zepelin Broderstorf Klein Kussewitz Blankenhagen Poppendorf (Mecklenburg) Roggentin (bei Rostock) Broderstorf Thulendorf Altkalen Behren-Lübchin Boddin Finkenthal Gnoien Lühburg Walkendorf Behren-Lübchin Glasewitz Groß Schwiesow Gülzow-Prüzen Gutow Klein Upahl Kuhs Lohmen (Mecklenburg) Lüssow (Mecklenburg) Mistorf Mühl Rosin Plaaz Reimershagen Sarmstorf Diekhof Dolgen am See Hohen Sprenz Laage Wardow Dobbin-Linstow Hoppenrade Krakow am See Kuchelmiß Lalendorf Lalendorf Alt Sührkow Dahmen Dalkendorf Groß Roge Groß Wokern Groß Wüstenfelde Hohen Demzin Jördenstorf Lelkendorf Prebberede Schorssow Schwasdorf Sukow-Levitzow Thürkow Warnkenhagen Alt Bukow Am Salzhaff Bastorf Bastorf Biendorf (Mecklenburg) Carinerland Kirch Mulsow Rerik Bentwisch Blankenhagen Gelbensande Mönchhagen Rövershagen Benitz Bröbberow Kassow Rukieten Schwaan Vorbeck Wiendorf (Mecklenburg) Cammin (bei Rostock) Gnewitz Grammow Nustrow Selpin Stubbendorf (bei Tessin) Tessin (bei Rostock) Thelkow Zarnewanz Elmenhorst/Lichtenhagen Kritzmow Lambrechtshagen Papendorf (Warnow) Pölchow Stäbelow Ziesendorf Bad Doberan Dummerstorf Graal-Müritz Güstrow Kröpelin Kühlungsborn Neubukow Sanitz Satow TeterowKarte
Über dieses Bild

Sanitz ist eine amtsfreie Gemeinde im Nordosten des Landkreises Rostock in Mecklenburg-Vorpommern (Deutschland).

Geografie[Bearbeiten]

Die Gemeinde Sanitz liegt etwa 15 km östlich von Rostock.

Gemeindegliederung[Bearbeiten]

Zu Sanitz gehören die Ortsteile (mit Eingemeindungsdatum)

  • Groß Freienholz
  • Groß Lüsewitz (1. Oktober 1997)
  • Gubkow
  • Hohen Gubkow
  • Horst
  • Klein Freienholz
  • Klein Wehnendorf
  • Niekrenz
  • Oberhof
  • Reppelin (1. Oktober 1997)
  • Teutendorf (10. Oktober 1965)
  • Vietow
  • Wendfeld
  • Wendorf (22. Juli 1961 zu Reppelin)

Geschichte[Bearbeiten]

Sanitz wurde schon 1256 als Kirchdorf genannt. Grund des urkundlichen Nachweises war die Zuweisung der Kirche in Dänschenburg als Sanitzer Tochterkirche. Erneute Erwähnung fand die Kirche Sanitz anlässlich eines Vertrages vom 2. Juni 1291, in dem Heinrich von Werle dem Bischof von Schwerin gegenüber seinem Mündel Nikolaus von Rostock das Patronatsrecht sichert, das seitdem vom Landesherren gehalten wurde. Als Vasallen waren im 14. Jahrhundert verschiedene Familien verzeichnet, so den Rostocker Bernhard Kopmann, Ritter Siegfried von Plön, Reimar von Wedel, der Rostocker Ratsherr Dietrich Horn, sein Sohn, der Bürgermeister Dippold Horn. Durch Erbfolge gelangte das Dorf in den Besitz des Klosters Doberan, zu dem es bis zur Reformation gehörte. Nach der Säkularisation 1552 wurde es als herzogliche Domäne dem Amt Ribnitz unterstellt und in den folgenden Jahrhunderten an verschiedene Familien verpachtet. 1879 wurde das Dorf dem Amt Toitenwinkel unterstellt.[2]

Politik[Bearbeiten]

Gemeinderat[Bearbeiten]

Der Gemeinderat besteht aus 17 Mitgliedern. Die Wahl zum Gemeinderat am 25. Mai 2014 hatte folgende Ergebnisse[3]:

Partei/Bewerber Prozent Sitze
CDU 10
Die Linke 4
SPD 2
FDP 1

Wappen[Bearbeiten]

Das Wappen wurde am 1. November 1995 durch das Innenministerium genehmigt und unter der Nr. 92 der Wappenrolle von Mecklenburg-Vorpommern registriert.

Blasonierung: „In Grün ein liegender, mit der Krümme nach vorn und aufwärts gerichteter goldener Abtstab, begleitet: oben von drei (2:1) silbernen Apfelblüten mit goldenen Staubgefäßen, unten von einem sitzenden goldenen Hasen.“

Das Wappen wurde von dem Schweriner Heraldiker Karl-Heinz Steinbruch gestaltet.

Flagge[Bearbeiten]

Die Flagge der Gemeinde ist gleichmäßig längsgestreift von Grün, Silber (Weiß) und Grün. In der Mitte des Flaggentuches liegt, auf jeweils die Hälfte der Höhe der grünen Streifen übergreifend, das Gemeindewappen, umgeben von einem silbernen (weißen) Bord, dessen Stärke ein Zwanzigstel der Höhe des Flaggentuches beträgt. Die Höhe des Flaggentuches verhält sich zur Länge wie 3:5.

FIAV 100000.svg Flagge der Gemeinde Sanitz

Partnergemeinde[Bearbeiten]

Sanitz hat in Polen mit Świdwin (Schivelbein) in der Wojewodschaft Westpommern eine Partnergemeinde.

Wirtschaft und Infrastruktur[Bearbeiten]

In der Gemeinde Sanitz ist die Bundeswehr mit der Flugabwehrraketengruppe 21 der größte Arbeitgeber.

Im Ortsteil Groß Lüsewitz befinden sich zwei Institute des Julius Kühn-Instituts (JKI), Bundesforschungsinstitut für Kulturpflanzen.

Verkehrsanbindung[Bearbeiten]

Durch Sanitz führt die Bundesstraße 110. Tagsüber bestehen zu jeder Stunde Bahnverbindungen in Richtung Wismar über Rostock Hbf und nach Tessin. An der A 20 verfügt Sanitz über einen Autobahnanschluss.

Kultur und Sehenswürdigkeiten[Bearbeiten]

Dorfkirche

Siehe auch Liste der Baudenkmale in Sanitz

Bildung[Bearbeiten]

In der Gemeinde gibt es eine Grundschule, eine Regionalschule sowie ein Gymnasium.

Sport[Bearbeiten]

Die gut ausgebauten Sportanlagen beherbergen viele Vereine des Breitensports. Hervorhebend die Fußballvereine TSV Eintracht Sanitz/Groß Lüsewitz und Union Sanitz 03 sowie den in der Oberliga spielenden Basketballverein BSV '99 Sanitz und der Leichtathletikverein LAV Ribnitz-Damgarten/Sanitz.

Söhne und Töchter der Gemeinde[Bearbeiten]

Einzelnachweise[Bearbeiten]

  1. Statistisches Landesamt M-V – Bevölkerungsentwicklung der Kreise und Gemeinden 2013 (XLS-Datei) (Einwohnerzahlen in Fortschreibung des Zensus 2011) (Hilfe dazu)
  2. Friedrich Schlie: Kunst- und Geschichtsdenkmäler Mecklenburgs, 1899, S. 425-431
  3. Wahlergebnis auf www.sanitz.de

Weblinks[Bearbeiten]

 Commons: Sanitz – Sammlung von Bildern, Videos und Audiodateien