Sankt Georgen am Längsee

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St. Georgen am Längsee
Wappen von St. Georgen am Längsee
Sankt Georgen am Längsee (Österreich)
Sankt Georgen am Längsee
Basisdaten
Staat: Österreich
Bundesland: Kärnten
Politischer Bezirk: Sankt Veit an der Glan
Kfz-Kennzeichen: SV
Hauptort: Launsdorf
Fläche: 69,84 km²
Koordinaten: 46° 47′ N, 14° 26′ O46.7814.431944444444537Koordinaten: 46° 46′ 48″ N, 14° 25′ 55″ O
Höhe: 537 m ü. A.
Einwohner: 3.586 (1. Jän. 2014)
Bevölkerungsdichte: 51 Einw. pro km²
Postleitzahlen: 9313, 9314
Vorwahl: 0 42 13
Gemeindekennziffer: 2 05 23
Adresse der
Gemeindeverwaltung:
Hauptstraße 24
9314 Launsdorf
Website: www.stgeorgen-laengsee.at
Politik
Bürgermeister: Konrad Seunig (SPÖ)
Gemeinderat: (2009)
(23 Mitglieder)
11 SPÖ, 8 FPK, 3 ÖVP, 1 ERNST
Lage der Gemeinde St. Georgen am Längsee im Bezirk Sankt Veit an der Glan
Althofen Brückl Deutsch-Griffen Eberstein Frauenstein Friesach Glödnitz Gurk Guttaring Hüttenberg (Kärnten) Kappel am Krappfeld Klein Sankt Paul Liebenfels Metnitz Micheldorf Mölbling Sankt Georgen am Längsee Sankt Veit an der Glan Straßburg Weitensfeld im Gurktal KärntenLage der Gemeinde Sankt Georgen am Längsee im Bezirk Sankt Veit an der Glan (anklickbare Karte)
Über dieses Bild
Vorlage:Infobox Gemeinde in Österreich/Wartung/Lageplan Imagemap
Quelle: Gemeindedaten bei Statistik Austria

Sankt Georgen am Längsee, amtlich St. Georgen am Längsee, ist eine Gemeinde mit 3586 Einwohnern (Stand 1. Jänner 2014) im Bezirk Sankt Veit an der Glan in Kärnten, Österreich.

Geographie[Bearbeiten]

Geographische Lage[Bearbeiten]

Sankt Georgen liegt im nördlichen Klagenfurter Becken zwischen Krappfeld und Zollfeld. Hauptsiedlungsgebiet ist die von der Gurk gebildete Launsdorfer Senke. Das Gemeindegebiet erstreckt sich westlich davon in das Klagenfurter Becken mit dem Längsee, östlich ins Brückler Bergland und südlich bis zum Magdalensberg.

Nachbargemeinden sind, im Norden beginnend im Uhrzeigersinn: Mölbling, Kappel am Krappfeld, Eberstein, Brückl, Magdalensberg, Sankt Veit an der Glan, Frauenstein.

Kirche Sankt Martin in Maigern
Waldkirche Maria Wolschart
Industrieanlage in Pölling an der Gurk

Gemeindegliederung[Bearbeiten]

Die Gemeinde ist in die sechs Katastralgemeinden Goggerwenig, Gösseling, Launsdorf, Osterwitz, Sankt Georgen am Längsee und Taggenbrunn gegliedert. Das Gemeindegebiet umfasst folgende 38 Ortschaften (in Klammern Einwohnerzahl Stand 31. Oktober 2011[1]):

  • Bernaich (72)
  • Dellach (79)
  • Drasendorf (227)
  • Fiming (371)
  • Garzern (2)
  • Goggerwenig (90)
  • Gösseling (79)
  • Hochosterwitz (23)
  • Kreutern (5)
  • Krottendorf (86)
  • Labon (8)
  • Launsdorf (1.158)
  • Maigern (33)
  • Mail-Süd (15)
  • Niederosterwitz (44)
  • Pirkfeld (15)
  • Podeblach (40)
  • Pölling (26)
  • Rain (13)
  • Reipersdorf (109)
  • Rottenstein (2)
  • Sankt Georgen am Längsee (169)
  • Sankt Martin (10)
  • Sankt Peter (320)
  • Sankt Sebastian (50)
  • Scheifling (80)
  • Siebenaich (42)
  • Stammerdorf (26)
  • Taggenbrunn (84)
  • Thalsdorf (179)
  • Töplach (47)
  • Tschirnig (33)
  • Unterbruckendorf (9)
  • Unterlatschach (7)
  • Weindorf (38)
  • Wiendorf (7)
  • Wolschart (8)
  • Zensberg (4)

Geschichte[Bearbeiten]

Die Geschichte des Gebietes war lange Zeit vom Stift St. Georgen geprägt, das zwischen 1002 und 1008 durch Wichburg gegründet wurde.

Der größte Ort der Gemeinde ist Launsdorf, der bis ins 18. Jahrhundert Maria am Sand hieß nach der Kirche Mariae Himmelfahrt. Erstmals urkundlich erwähnt wurde Launsdorf 1103.

Die politische Gemeinde wurde im Jahr 1850 gebildet, zu ihr gehörte zunächst auch St. Donat, das 1895 als eigene Ortsgemeinde ausgegliedert wurde (heute zu St. Veit gehörig). Das Gemeindegebiet wurde 1973 durch Teile der aufgelösten Gemeinde Meiselding erweitert.

1868 wurde die durch das Gemeindegebiet verlaufende Kronprinz-Rudolf-Bahn eröffnet, was den Startzeitpunkt des Wandels von der stark landwirtschaftlich geprägten zur heutigen Tourismusgemeinde markiert.

Bevölkerung[Bearbeiten]

Sankt Georgen hat laut Volkszählung 2001 3.551 Einwohner, davon sind 96,4 % österreichische Staatsbürger. Als Religionszugehörigkeit geben 83,3 % römisch-katholisch, 6,1 % evangelisch, 1,3 % islamisch an. 6,4 % sind ohne religiöses Bekenntnis.

Einwohnerentwicklung[Bearbeiten]

Volkszählung Einwohner
2011 3651
2006 3643
2001 3551
1991 3299
1981 3084
1971 3179

Quelle: Bevölkerungsentwicklung der Statistik Austria

Kultur und Sehenswürdigkeiten[Bearbeiten]

Bauwerke[Bearbeiten]

Siehe auch: Liste der denkmalgeschützten Objekte in Sankt Georgen am Längsee

Regelmäßige Veranstaltungen[Bearbeiten]

  • Trigonale (seit 2003), Festival der „alten“ Musik[2]

Wirtschaft und Infrastruktur[Bearbeiten]

Laut Volkszählung 2001 gibt es 93 Arbeitsstätten mit 461 Beschäftigten in der Gemeinde und 1.265 Auspendler sowie 270 Einpendler. Es gibt 116 land- und forstwirtschaftliche Betriebe (davon 43 im Haupterwerb, 1999), die zusammen 6.624 ha bewirtschaften.

Tourismus[Bearbeiten]

Ein wichtiger Wirtschaftsfaktor der gesamten Region ist der Tourismus. St.Georgen ist Mitglied der Verbände „Region Mittelkärnten“, „Norische Region“ und „Hemmaland“. Alle diese drei Partnerschaftsverbände haben ihren Sitz im Stift St.Georgen.

Der Längsee mit seiner sehr guten Wasserqualität ist im Sommer der Hauptanziehungspunkt für Badegäste.

Als neuestes Projekt wurde im Gemeindegebiet unter Federführung der Nachbargemeinde und Bezirkshauptstadt Sankt Veit an der Glan ein 18-Loch Golfplatz gebaut. Dieser Golfplatz hat mit der Saison 2008 den Betrieb aufgenommen.

Politik[Bearbeiten]

Gemeinderat[Bearbeiten]

Der Gemeinderat besteht aus 23 Mitgliedern und setzt sich seit der Gemeinderatswahl 2009 wie folgt zusammen:[3]

Direkt gewählter Bürgermeister ist Konrad Seunig (SPÖ).[4]

Wappen[Bearbeiten]

In der vorderen Schildhälfte des Wappens der Gemeinde ist der heilige Georg abgebildet, der wie schon auf dem ältesten erhaltenen Siegel an einer Urkunde von 1280 als Ganzfigur stehend dargestellt ist. In der hinteren unteren Schildhälfte wurde das Wappen der Schenken von Osterwitz übernommen (silberner Sparren in Schwarz), die als herzogliche Gefolgsleute Burg Hochosterwitz im 12. Jahrhundert erbauten und bis 1478 besaßen. Darüber findet sich das Stammwappen der Khevenhüller mit der gestielten Eichel und dem Wellenbalken, deren bedeutendster politischer Vertreter, Landeshauptmann Georg von Khevenhüller die Burg zwischen 1571 und 1586 in die heutige eindrucksvolle Gestalt ausbauen ließ.

Die amtliche Blasonierung des Wappens lautet: „Gespaltener Schild, im vorderen Feld ein silberner heiliger Georg mit Mantel, von einem silbernen Stern beseitet, ein silbernes Schwert über den rechten Arm gehängt, in der erhobenen Rechten einen silbernen Palmzweig und mit der Linken einen silbernen Schild mit Radwappen haltend. Im hinteren geteilten Feld ist die obere Hälfte von Schwarz und Gold geteilt; oben aus der Trennungslinie wachsend eine goldene Eichel an zweiblättrigem goldenem Stiel, unten ein schwarzes Wellenband. In der unteren Hälfte in Schwarz ein silberner Sparren.“[5]

Wappen und Fahne wurden der Gemeinde am 16. August 1965 verliehen. Die Fahne ist Gelb-Rot mit eingearbeitetem Wappen.

Partnergemeinde[Bearbeiten]

Zoppola, Italien

Literatur[Bearbeiten]

  • Günther Hermann Neckheim: St. Georgen am Längsee, Kärnten, und seine Umgebung. Verlag Carinthia, 1962
  • Christine Tropper: Geschichtliches über St. Georgen am Längsee (Ausstellungskatalog). Verlag des Kärntner Landesarchivs, Klagenfurt 2003

Einzelnachweise[Bearbeiten]

  1. Statistik Austria, Registerzählung vom 31. Oktober 2011
  2. www.trigonale.com
  3. Amt der Kärntner Landesregierung, abgerufen 20. März 2009
  4. Amt der Kärntner Landesregierung, abgerufen 20. März 2009
  5. zitiert nach Wilhelm Deuer: Die Kärntner Gemeindewappen. Verlag des Kärntner Landesarchivs, Klagenfurt 2006, ISBN 3-900531-64-1, S. 242

Weblinks[Bearbeiten]