Sankt Gerold
| St. Gerold | ||
|---|---|---|
|
|
||
| Basisdaten | ||
| Staat: | Österreich | |
| Bundesland: | Vorarlberg | |
| Politischer Bezirk: | Bludenz | |
| Kfz-Kennzeichen: | BZ | |
| Fläche: | 12,57 km² | |
| Koordinaten: | 47° 13′ N, 9° 49′ O47.2213888888899.8197222222222920Koordinaten: 47° 13′ 17″ N, 9° 49′ 11″ O | |
| Höhe: | 920 m ü. A. | |
| Einwohner: | 363 (1. Jän. 2013) | |
| Bevölkerungsdichte: | 29 Einw. pro km² | |
| Postleitzahl: | 6722 | |
| Vorwahl: | 05550 | |
| Gemeindekennziffer: | 8 01 21 | |
| NUTS-Region | AT341 | |
| Adresse der Gemeindeverwaltung: |
Faschinastrasse 100 6722 St. Gerold |
|
| Website: | ||
| Politik | ||
| Bürgermeister: | Bruno Summer | |
| Gemeindevertretung: (2010) (9 Mitglieder) |
||
| Lage der Gemeinde St. Gerold im Bezirk Bludenz | ||
St. Gerold, Blick von Raggal |
||
| (Quelle: Gemeindedaten bei Statistik Austria) | ||
St. Gerold ist eine Gemeinde in Österreich in Vorarlberg im Bezirk Bludenz mit 363 Einwohnern (Stand 1. Jänner 2013).
Inhaltsverzeichnis |
Geografie[Bearbeiten]
St. Gerold liegt im westlichsten Bundesland Österreichs, Vorarlberg, im Bezirk Bludenz auf 920 Metern Höhe im Großen Walsertal. 35,8 Prozent der Fläche sind bewaldet und weitere 46,0 Prozent sind Alpen.
Ortsteile der Gemeinde sind Innerberg und Außerberg, die durch den Falsterbach (Schlosstobel) getrennt werden.
Im Osten grenzt St. Gerold an Blons, im Süden an Raggal und im Westen an Thüringerberg, alle im Bezirk Bludenz. Im Norden grenzt St. Gerold an die Gemeinde Laterns im Bezirk Feldkirch.
Geschichte[Bearbeiten]
Der erste Siedler war um 950 der Einsiedler Gerold von Großwalsertal. Über seinem Grab entstand ein Kloster, die Propstei St. Gerold, in dessen Umgebung sich bald Rätoromanen ansiedelten. Die Wallfahrtskirche wurde 1313 geweiht. Im 14. Jahrhundert verdrängten deutsch sprechende Walser die romanische Bevölkerung. Bis 1648 unterstand die Propstei der Landeshoheit Blumeneggs und von da an bis 1802 war sie Reichspropstei der Fürstabtei Einsiedeln.
Durch den Reichsdeputationshauptschluss von 1803 gelangte St. Gerold an Nassau-Oranien-Fulda, das es bereits 1804 an Österreich verkaufte. 1805 kam der Ort zu Bayern. In dieser Zeit (1808) wurde der Ort selbstständige Gemeinde. Seit 1814 gehörte er wieder zu Österreich und damit zu Vorarlberg, dessen Geschicke er seither teilte. Die Propstei, bis 1958 Kloster, seither kirchliche Bildungsstätte, ist nach wie vor Eigentum des Klosters Einsiedeln.
- Siehe auch: Lawinenkatastrophe von 1954 in Vorarlberg
Bevölkerung[Bearbeiten]
Bevölkerungsentwicklung[Bearbeiten]

Der Ausländeranteil (22 Personen) betrug Ende 2002 6,2 Prozent.
Politik[Bearbeiten]
Gemeinderat[Bearbeiten]
Die Gemeindevertretung besteht aus neun Mitgliedern. Die Wahl erfolgte nicht per Parteienlisten, sondern per Mehrheitswahl. Bürgermeister ist Bruno Summer.
Wappen[Bearbeiten]
Das Gemeindewappen entstand im Jahre 1971 nach einem Entwurf des Schrunser Künstlers und Heraldikers Konrad Honold. Es verweist auf die Besiedlungsgeschichte der Gemeinde. Der Steinbock ist das Symbol der Walser.
Blasonierung: Das Wappen ist gespalten von Weiß und Blau. Rechts der Einsiedler Gerold mit rotem Mantel den goldenen Reichsapfel in der linken Hand haltend, den Pilgerstab in der anderen und goldnimbiert. Links ein aufgerichteter silberner Steinbock.
Kultur und Sehenswürdigkeiten[Bearbeiten]
Wirtschaft[Bearbeiten]
Am Ort gab es im Jahr 2003 drei Betriebe der gewerblichen Wirtschaft mit 14 Beschäftigten und zwei Lehrlingen. Lohnsteuerpflichtige Erwerbstätige gab es 156. Zwei Gastbetriebe und die Propstei bieten Voraussetzungen für einen sanften Tourismus.
Bildung[Bearbeiten]
In St. Gerold gab es (Stand Januar 2003) 20 Schüler in der Volksschule. Zudem gibt es einen Kindergarten.
Weblinks[Bearbeiten]
-
Commons: Sankt Gerold – Sammlung von Bildern, Videos und Audiodateien - Gemeindedaten von Sankt Gerold. In: Statistik Austria.
Bartholomäberg | Blons | Bludenz | Bludesch | Brand | Bürs | Bürserberg | Dalaas | Fontanella | Gaschurn | Innerbraz | Klösterle | Lech | Lorüns | Ludesch | Nenzing | Nüziders | Raggal | Sankt Anton im Montafon | Sankt Gallenkirch | Sankt Gerold | Schruns | Silbertal | Sonntag | Stallehr | Thüringen | Thüringerberg | Tschagguns | Vandans
