Sankt Gilgen
| Sankt Gilgen | ||
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| Basisdaten | ||
| Staat: | Österreich | |
| Bundesland: | Salzburg | |
| Politischer Bezirk: | Salzburg-Umgebung | |
| Kfz-Kennzeichen: | SL | |
| Fläche: | 98,88 km² | |
| Koordinaten: | 47° 46′ N, 13° 22′ O47.76666666666713.366666666667545Koordinaten: 47° 46′ 0″ N, 13° 22′ 0″ O | |
| Höhe: | 545 m ü. A. | |
| Einwohner: | 3.731 (1. Jän. 2011) | |
| Bevölkerungsdichte: | 37,73 Einw. pro km² | |
| Postleitzahl: | 5340 | |
| Vorwahl: | 06227 | |
| Gemeindekennziffer: | 5 03 30 | |
| NUTS-Region | AT323 | |
| Adresse der Gemeindeverwaltung: |
Mozartplatz 1 5340 Sankt Gilgen |
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| Website: | ||
| Politik | ||
| Bürgermeister: | Otto Kloiber (ÖVP) | |
| Gemeinderat: (2009) (21 Mitglieder) |
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| Lage der Gemeinde Sankt Gilgen im Bezirk Salzburg-Umgebung | ||
St. Gilgen, Februar 2005 |
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| (Quelle: Gemeindedaten bei Statistik Austria) | ||
Sankt Gilgen ist eine Gemeinde mit 3731 Einwohner (Stand 1. Jänner 2011) im Nordosten des österreichischen Bundeslandes Salzburg. Sie befindet sich im Salzkammergut und ist ein bekannter Urlaubsort.
Inhaltsverzeichnis |
[Bearbeiten] Geografie
Sankt Gilgen ist neben Strobl und Sankt Wolfgang im Salzkammergut eine der drei umliegenden Gemeinden des Wolfgangsees und hat eine Fläche von 98,67 km². Der Gemeindeort befindet sich in 545 m ü. A..
- Gemeindegliederung
Die Gemeinde besteht aus sechs Katastralgemeinden:
- Gschwand
- Oberburgau
- Ried
- St. Gilgen (in dieser Schreibweise)
- Unterburgau
- Winkl
Als Ortschaften zählen
- Sankt Gilgen
- Laim
- Pöllach
zur Katastralgemeinde St. Gilgen, alle anderen Ortschaften sind identisch mit den jeweiligen Katastralgemeinden.
Zum Gemeindegebiet gehören die Gipfel des Schafbergs und die Schafbergalm, die Drachenwand (bis zum Abbruchgrat), ein Teil des Mondsees (zwischen Scharfling und See am Mondsee) sowie ein Teil des Attersees (im Bereich Burgau).
[Bearbeiten] Politik
[Bearbeiten] Gemeindevertretung
Die Gemeindevertretung von St. Gilgen hat 21 Mitglieder und setzt sich seit der Gemeindevertretungswahl 2009 wie folgt zusammen:
Direkt gewählter Bürgermeister ist Otto Kloiber (ÖVP).
[Bearbeiten] Wappen
Das Wappen der Gemeinde ist Im blauen Felde über einem leicht bewegten Seespiegel eine zwölfstrahlige goldene Sonne.
[Bearbeiten] Geschichte
Sankt Gilgen ist nach dem heiligen Ägidius von St. Gilles benannt worden, den man im deutschen Sprachraum auch Gilg oder Gilgian nennt. Ursprünglich hieß der Ort Oberdrum. Dieser Name war ein Hinweis auf die geografische Lage, nämlich am oberen Teil (Drum, Trum) des Sees.[1] Um 750 n. Chr. schenkte der Herzog Odilo (Bayern) der Salzburger Kirche das Gebiet des Abersees, um es von Mönchen erschließen zu lassen. Bis zum 13. Jahrhundert was das Gebiet im Großen und Ganzen vollständig kultiviert. Zu dieser Zeit gab es ungefähr zehn Häuser. Auch die erste Kirche wurde in diesem Zeitraum erbaut. Durch die steigende Bevölkerung musste die Kirche zweimal neu gebaut werden. Einmal im Jahre 1425 und das zweite mal im Jahre 1769. Nach Aufnahme der Schifffahrt auf dem Wolfgangsee (1873) und vor allem nach Errichtung der Salzkammergut-Lokalbahn (1893) nahm das zuvor unbedeutende Dorf einen starken touristischen Aufschwung. Prominente wie der Arzt Theodor Billroth oder Industrielle und Bankiers wie Wilhelm Kestranek oder Max Feilchenfeld errichteten hier Sommervillen, in der Zwischenkriegszeit entwickelte sich auch eine Künstlerkolonie, die Zinkenbacher Malerkolonie, der heute ein kleines Museum gewidmet ist.
[Bearbeiten] Kultur und Sehenswürdigkeiten
Auf dem Falkenstein befindet sich seit dem 14. Jahrhundert die Falkensteinkirche, ein früher wichtiger Wallfahrtsort. Sehenswert in St. Gilgen selbst sind das Rathaus, die Pfarrkirche und das Mozarthaus.
[Bearbeiten] Mythen
Nahe dem Falkenstein liegt das Ochsenkreuz. Die Legende besagt, dass ein Bauer mit seinem Ochsen auf dem Weg über dem See zum Markt war. Es war Winter und der See war teilweise gefroren. Das Boot soll gekentert und der Bauer fast ertrunken sein. Der Ochse jedoch rettete den Bauern und brachte ihn auf eine kleine Insel. Als Dank stellte der Bauer das Kreuz auf die kleine Insel.
Es gibt auch das Hochzeitskreuz, das in der Nähe des Ochsenkreuzes zu finden ist. Die Legende aus dem 16. Jahrhundert besagt, dass eine Hochzeitsgesellschaft im Winter auf dem zugefrorenen See tanzte. Plötzlich brach das Eis auf und viele Leute versanken in den Fluten. Nur das Brautpaar konnte sich ans Ufer retten und ließ als Dank das Hochzeitskreuz errichten.
[Bearbeiten] Persönlichkeiten
- Anna Maria Walburga Pertl (1720–1778), Mutter von Wolfgang Amadeus Mozart
- August Brunetti-Pisano (1870–1943), Komponist
- Michael Jeannée (*1943), österreichischer Journalist
- Miguel Herz-Kestranek (*1948), österreichischer Schauspieler
Ehrenbürger:
- Helmut Kohl (* 1930), deutscher Bundeskanzler a.D. – in den 1980er Jahren erlangte Sankt Gilgen in Deutschland als Urlaubsort des damaligen Bundeskanzlers zusätzliches mediales Interesse. Kohl wurde 1985 zum Ehrenbürger von St. Gilgen ernannt.[2]
- Hubert Raudaschl (* 1942), Segler, Weltmeister und Olympiamedaillengewinner
[Bearbeiten] Bilder
[Bearbeiten] Siehe auch
Portal:Salzkammergut – Übersicht zu Wikipedia-Inhalten zum Thema Salzkammergut
[Bearbeiten] Weblinks
[Bearbeiten] Einzelnachweise
- Gemeindedaten von Sankt Gilgen. In: Statistik Austria.
- Sankt Gilgen. In Salzburger Nachrichten: Salzburgwiki.
- ↑ Kurt Klein: Historisches Ortslexikon. Salzburg. (pdf). Vergl. Obertrum
- ↑ Kohl Ehrenbürger in St. Gilgen. abendblatt.de
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