Sankt Kathrein am Offenegg

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Sankt Kathrein am Offenegg
Wappen von Sankt Kathrein am Offenegg
Sankt Kathrein am Offenegg (Österreich)
Sankt Kathrein am Offenegg
Basisdaten
Staat: Österreich
Bundesland: Steiermark
Politischer Bezirk: Weiz
Kfz-Kennzeichen: WZ
Hauptort: Sankt Kathrein am Offenegg I. Viertel
Fläche: 40,38 km²
Koordinaten: 47° 18′ N, 15° 35′ O47.29944444444415.576666666667972Koordinaten: 47° 17′ 58″ N, 15° 34′ 36″ O
Höhe: 972 m ü. A.
Einwohner: 1.118 (1. Jän. 2015)
Postleitzahl: 8171
Vorwahl: 03179
Gemeindekennziffer: 6 17 45
Adresse der
Gemeindeverwaltung:
St. Kathrein 2
8171 Sankt Kathrein am Offenegg
Website: www.st-kathrein.at
Politik
Bürgermeister: Thomas Derler (ÖVP)
Gemeinderat: (2015)
(15 Mitglieder)
9
6
Von 15 Sitzen entfallen auf:
Lage der Gemeinde Sankt Kathrein am Offenegg im Bezirk Weiz
Albersdorf-Prebuch Anger Birkfeld Fischbach (Steiermark) Fladnitz an der Teichalm Floing Gasen Gersdorf an der Feistritz Gleisdorf Gutenberg-Stenzengreith Hofstätten an der Raab Ilztal Ludersdorf-Wilfersdorf Markt Hartmannsdorf Miesenbach bei Birkfeld Mitterdorf an der Raab Mortantsch Naas Passail Pischelsdorf am Kulm Puch bei Weiz Ratten Rettenegg St. Kathrein am Hauenstein Sankt Kathrein am Offenegg St. Margarethen an der Raab Sankt Ruprecht an der Raab Sinabelkirchen Strallegg Thannhausen Weiz SteiermarkLage der Gemeinde Sankt Kathrein am Offenegg im Bezirk Weiz (anklickbare Karte)
Über dieses Bild
Vorlage:Infobox Gemeinde in Österreich/Wartung/Lageplan Imagemap
Quelle: Gemeindedaten bei Statistik Austria

Sankt Kathrein am Offenegg ist eine Gemeinde in der Steiermark nordöstlich von Graz (Österreich).

Sie hat rund 1118 Einwohner (Stand 1. Jänner 2015) und der Gemeindehauptort St. Kathrein am Offenegg liegt auf einer Seehöhe von 972 Metern.

Geografie[Bearbeiten]

Die Gemeinde liegt am Ostrand des Passailer Beckens im Grazer Bergland, in der Region Almenland. Die höchste Erhebung ist der Plankogel auf der Sommeralm. Der Weizbach entspringt in der Gemeinde St. Kathrein, in der Nähe der Sommeralm.

Gemeindegliederung[Bearbeiten]

Das Gemeindegebiet umfasst folgende zwei Ortschaften (in Klammern Einwohnerzahl Stand 31. Oktober 2011[1]):

  • Sankt Kathrein am Offenegg I. Viertel (594)
  • Sankt Kathrein am Offenegg II. Viertel (551)

Die Gemeinde besteht aus den Katastralgemeinden Kathrein I. Viertel und Kathrein II. Viertel.

Nachbargemeinden[Bearbeiten]

Nachbargemeinden von St. Kathrein sind: Naintsch, Haslau bei Birkfeld, Gasen, Hohenau an der Raab und Naas.

Kultur und Sehenswürdigkeiten[Bearbeiten]

Siehe auch: Liste der denkmalgeschützten Objekte in Sankt Kathrein am Offenegg

Pfarrkirche St. Kathrein[Bearbeiten]

Die Pfarrkirche, der Hl. Katharina von Alexandrien geweiht, steht in exponierter Lage und ist von einem Friedhof umgeben. Urkundlich zum erstenmals 1295 erwähnt, ist sie seit 1640 eine eigene Pfarre. Es handelt sich um ein frühgotisches Gebäude, das in der Spätgotik und im Spätbarock erweitert wurde. Der erste Bau bestand aus einem einschiffigen Langhaus mit einem wehrhaften rechteckigen Chorturm im Osten. Die Umrisse des vermauerten frühgotischen Westportals sind noch erkennbar.

Mitte des 15. Jahrhunderts wurden an der Stelle der südlichen Schiffwand zwei Achteckpfeiler gesetzt und durch das Einziehen eines Zweiparallelrippengewölbes eine zweischiffige, dreijochige Halle gebildet. 1742 fand ein entscheidender Umbau statt, der der Kirche eine neue Achsenrichtung gab. Die nördliche Schiffwand wurde geöffnet und ein einjochiger Chor sowie eine Sakristei angebaut.

Der Eingang in das nun dreischiffige und zweijochige Langhaus erfolgt durch das kleine spätgotische Südportal. Erwähnenswert sind noch der Hochaltar mit dem Bild der Hl. Familie, die Figuren von Johann Piringer (1767) und der Chorkapellenaltar mit Geißelchristus und Maria.

Ortsbildgestaltung[Bearbeiten]

Im Rahmen des europäischen Wettbewerbes „Entente Florale Europe“ wurde St. Kathrein 1990 zum „Schönsten Blumendorf Europas“ gekürt.[2]

Geschichte[Bearbeiten]

Das Jahr 1848 brachte neben der Grundentlastung die Schaffung der Ortsgemeinden als kleinste politische Verwaltungseinheiten; 1850 wurden die ersten Gemeinderatswahlen in St. Kathrein durchgeführt.

In die schweren Zeiten nach dem Ersten Weltkrieg fällt die Errichtung der ersten Elektrizitäts-Freileitung der Pichler-Werke in das Dorf. Von den schrecklichen Ereignissen des Zweiten Weltkrieges blieb auch St. Kathrein nicht verschont. Nach Beendigung des Krieges kamen russische Besatzungstruppen, die bald darauf von britischen Soldaten abgelöst wurden.

Nach Aufbaujahren folgten bessere Zeiten. Für St. Kathrein und seine Umgebung wurde der Tourismus immer bedeutender, was zur zunehmenden Erschließung der Sommeralm für diese Zwecke führte. 1972 erhielt das Dorf eine öffentliche Beleuchtung, die oberirdischen Stromleitungen wurden ersetzt.

Infrastruktur[Bearbeiten]

Die Verkehrsanbindung erfolgt durch die Rechberg Straße B 64. St. Kathrein verfügt über einen Kindergarten und eine Volksschule. Die Gemeinde St. Kathrein/Off. zählt zur Region Naturpark Almenland. Die Gemeinde bildet in diesem Zusammenhang gemeinsam mit Fladnitz an der Teichalm, Gasen, Passail, Pernegg an der Mur und Breitenau am Hochlantsch den TourismusverbandNaturpark Almenland Teichalm-Sommeralm“. Dessen Sitz ist die Gemeinde Fladnitz an der Teichalm.[3]

Politik[Bearbeiten]

Gemeinderatswahlen
 %
70
60
50
40
30
20
10
0
63,30 %
(+3,81 %p)
36,70 %
(-3,81 %p)
2005

2010


Weblinks[Bearbeiten]

 Commons: Sankt Kathrein am Offenegg – Sammlung von Bildern, Videos und Audiodateien

Einzelnachweise[Bearbeiten]

  1. Statistik Austria, Registerzählung vom 31. Oktober 2011
  2. http://www.blumenbuero.or.at/
  3. Grazer Zeitung, Amtsblatt für die Steiermark. 30. Dezember 2014, 210. Jahrgang, 52. Stück. Nr. 313. ZDB-ID 1291268-2 S. 628.