Sankt Martin (Pfalz)

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Wappen Deutschlandkarte
Wappen der Ortsgemeinde Sankt Martin
Sankt Martin (Pfalz)
Deutschlandkarte, Position der Ortsgemeinde Sankt Martin hervorgehoben
49.3008333333338.1033333333333225Koordinaten: 49° 18′ N, 8° 6′ O
Basisdaten
Bundesland: Rheinland-Pfalz
Landkreis: Südliche Weinstraße
Verbandsgemeinde: Edenkoben
Höhe: 225 m ü. NHN
Fläche: 11,2 km²
Einwohner: 1780 (31. Dez. 2012)[1]
Bevölkerungsdichte: 159 Einwohner je km²
Postleitzahl: 67487
Vorwahl: 06323
Kfz-Kennzeichen: SÜW
Gemeindeschlüssel: 07 3 37 070
Adresse der Verbandsverwaltung: Poststraße 23
67480 Edenkoben
Webpräsenz: www.sankt-martin.de
Ortsbürgermeister: Timo Glaser (CDU)
Lage der Ortsgemeinde Sankt Martin im Landkreis Südliche Weinstraße
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Über dieses Bild

Sankt Martin ist eine Ortsgemeinde im Landkreis Südliche Weinstraße in Rheinland-Pfalz. Sie gehört der Verbandsgemeinde Edenkoben an.

Geographische Lage[Bearbeiten]

In einer langgestreckten Talfalte eingebettet, lehnt sich das Dorf an den Ostabhang der Haardt. Im Norden wird es von der Erhebung des Pfälzerwald, der Kalmit (673 m) begrenzt, die sich bereits auf der Gemarkung von Maikammer befindet. Die Totenkopfstraße, die westwärts in die Hügel des Pfälzerwaldes führt, nimmt hier ihren Ausgangspunkt. Südlich des Ortes erhebt sich auf einem vorgelagerten Hügel des Hochberges, dem viertgrößten Berg des Gebirges, die Veste Kropsburg, einst Sitz der obersten Barone des Reiches, der Ritter von Dalberg. In östlicher Richtung breitet sich die Rheinebene aus. Weitere Erhebungen auf Gemarkung der Gemeinde sind die Südflanke des Schafkopf (617 m), die Südflanke des Stotz (603 m) der Huttenberg (591 m), die Südwestflanke des Breitenberg (545 m), der Kleyenkopf (459 m) und der Heidelberg (338 m).

Nachbargemeinden sind - im Uhrzeigersinn - Maikammer, Edenkoben, Kirrweiler (Pfalz) (Exklave), Gommersheim (Exklave), Edenkoben (Exklave), Gommersheim (Exklave) und Kirrweiler (Exklave).

Geschichte[Bearbeiten]

Die Gegend ist seit der Römerzeit besiedelt. Die erste urkundliche Erwähnung des Ortes erfolgte jedoch erst 1149. Man nimmt jedoch an, dass ein Dorf an dieser Stelle bereits seit dem 7. Jahrhundert besteht.

Religionen[Bearbeiten]

2007 waren 70,2 Prozent der Einwohner katholisch und 14,3 Prozent evangelisch. Die übrigen gehörten einer anderen Religion an oder waren konfessionslos.[2]

Politik[Bearbeiten]

Gemeinderat[Bearbeiten]

Der Gemeinderat in Sankt Martin besteht aus 16 Ratsmitgliedern, die bei der Kommunalwahl am 25. Mai 2014 in einer personalisierten Verhältniswahl gewählt wurden, und dem ehrenamtlichen Ortsbürgermeister als Vorsitzenden.

Die Sitzverteilung im Gemeinderat:[3]

Wahl SPD CDU FWG Gesamt
2014 5 8 3 16 Sitze
2009 6 8 2 16 Sitze
2004 6 9 1 16 Sitze
  • FWG = FreieWählerGruppe Sankt Martin e.V.

Wappen[Bearbeiten]

Die Blasonierung des Wappens lautet: „In Blau mit drei in das goldene Schildhaupt aufsteigenden Spitzen, in deren erster und dritter eine silberne Lilie mit goldenem Wirtel, ein goldbekleideter, silbernimbierter heiliger Martin auf rotbesäumtem silbernem Ross (Schimmel), einen roten Mantel mit einem silbernen Schwert teilend, in der Mitte des Schildfußes belegt mit einem silbernen Schild, darin ein schwarzes Hufeisen mit abwärtsgekehrten Stollen“.

Es wurde 1952 vom Mainzer Innenministerium genehmigt und geht zurück auf ein Siegel aus dem 18. Jahrhundert, das ein Hufeisen zeigte. Um sich von der Vielzahl der anderen Hufeisengemeinden zu unterscheiden, wurde 1952 der heilige Martin hinzugefügt.[4]

Kultur und Sehenswürdigkeiten[Bearbeiten]

Bauwerke[Bearbeiten]

Altar der Kirche St. Martin in St. Martin.jpg
Altarraum der Kirche St. Martin
St. Martin in der Gemeinde St. Martin.jpg
Statue des St. Martin bei der Kirche
Fachwerkhaus im Zentrum des Ortes

Der mittelalterliche Ortskern ist sehenswert und steht seit 1980 unter Denkmalschutz. Der heilige Martin, Martin von Tours, ist auch der Patron der katholischen Pfarrkirche St. Martin. Neben einem spätgotischen Netzgewölbe im Chor birgt das Juwel mittelalterlicher Baukunst noch andere Kunstschätze gotischer Skulptur (UNESCO-Plakette).

Siehe auch: Liste der Kulturdenkmäler in Sankt Martin

Regelmäßige Veranstaltungen[Bearbeiten]

Der Martinstag, Martini (11. November), wird in Sankt Martin als lokaler Feiertag begangen. Verschiedene Bräuche (Martinsfeuer, Laternenumzug [Lampionumzug], Martinsspiel der Laienspielgruppe) machen den Festtag zu einem Glanzpunkt im Jahreskreis und locken zahlreiche Gäste in den historischen Ortskern von 'Made', wie der Weinort im Pfälzischen Dialekt heißt (abgeleitet von 'Martenheim, Marten').

Naturparks und Gärten[Bearbeiten]

  • Bibelgarten

Wirtschaft und Infrastruktur[Bearbeiten]

St. Martin

Sankt Martin lebt überwiegend vom Wein, der auf ca. 200 Hektar in drei Lagen angebaut wird und dem damit verbundenen Tourismusaufkommen. Der landschaftsprägende Hausberg über dem Ort wurde 2012 querterrassiert und überwiegend neu mit Reben bestockt. Diese von weitem sichtbare Lage wird volkstümlich als St. Martiner Wingertsberg bezeichnet.

Söhne und Töchter der Gemeinde[Bearbeiten]

  • Aloys Weisenburger (1815–1887), katholischer Priester; berühmter Prediger, Schriftsteller und Publizist. Wegen der langjährigen Herausgabe seines Hauskalenders wird er auch „Pfälzer Kalendermann“ genannt.
  • Nikolaus Moll (1879–1948), katholischer Priester, Prälat und Jugenderzieher
  • Franz Schweizer (1886–1969), Zauberkünstler

Literatur[Bearbeiten]

  • Günter Schäfer, Ortsfamilienbuch Sankt Martin, 1671–1925, Sankt Martin 2010, [5]

Weblinks[Bearbeiten]

 Commons: Sankt Martin (Pfalz) – Sammlung von Bildern

Einzelnachweise[Bearbeiten]

  1. Statistisches Bundesamt – Gemeinden in Deutschland mit Bevölkerung am 31.12.2012 (XLS-Datei; 4,0 MB) (Einwohnerzahlen auf Grundlage des Zensus 2011) (Hilfe dazu)
  2. KommWis, Stand: 30. November 2007
  3. Der Landeswahlleiter Rheinland-Pfalz: Kommunalwahl 2014, Stadt- und Gemeinderatswahlen
  4. Karl Heinz Debus: Das große Wappenbuch der Pfalz. Neustadt an der Weinstraße 1988, ISBN 3-9801574-2-3
  5. GenWiki, OFB St. Martin