Santa Barbara FR 8

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Santa Barbara FR 8
Santa Barbara FR 8
Machetenbajonett CETME Bajonett FR 8
Allgemeine Information
Zivile Bezeichnung: Santa Barbara FR 8
Einsatzland: Spanien
Entwickler/Hersteller: System: Mauser, Lauf: Steyr, Umrüstung: Fabrica De Armas La Coruña
Modellvarianten: FR 8
Waffenkategorie: Mehrladerbüchse
Ausstattung
Gesamtlänge: 960 mm
Gewicht: (ungeladen) ca. 3,7 kg
Lauflänge: 470 mm
Technische Daten
Kaliber: 7,62 × 51 mm NATO
(.308 Win.)
Visier: 3 Diopterbohrungen und V-Kimme (verstellbar, militärisch) und verstellbares Korn
Listen zum Thema

Der Kurzkarabiner Santa Barbara FR 8 (FR = fusil de repetición, span. Repetiergewehr) ist eine spanische Mehrladerbüchse, die mit einem in Lizenz gefertigten Mauser System 98 ausgerüstet ist. Er gehört durch seine Verwendung im spanischen Militär zu den Ordonnanzwaffen. Bauartbedingt besitzt der FR 8 einen vergleichsweise starken Rückstoß, verursacht durch die Kombination aus verwendetem Kaliber, kurzem Lauf und geringem Gewicht.

Verwendung[Bearbeiten]

Bei Sammlern , Jägern und Sportschützen findet der FR 8 gleichermaßen seine Anhängerschaft. Bei Wettkämpfen für Ordonnanzwaffen findet diese Waffe eine Verwendung, zwar werden bei Sportgewehren - auch Ordonnanzgewehren (siehe Schwedenmauser oder Mosin-Nagant 1891/30) - lange Läufe bevorzugt. Laut DSB Regel-Nr. 1.58 der Gewehrtabelle - Sonstiges:„keine Mündungsbremsen" (Mündungsfeuerdämpfer) Standardmäßig besitzen einige „im Prinzip“ DSB-zugelassene Modelle, z.B. der britische ‚Dschungel-Karabiner’(No.-5-Mk_1) und die spanischen Kurz-Karabiner‚FR7’ und ‚FR8’, eine Mündungsbremse (Mündungsfeuerdämpfer). Das heißt, will ein Schütze eine der oben genannten Modelle beim DSB-Wettbewerb verwenden, so muss er die Mündungsbremse entfernen bzw. entfernen lassen. Jäger schätzen wegen der kompakten Bauweise der Waffe ihre Führigkeit.

Geschichte[Bearbeiten]

Ab 1950 wurde bei der spanischen Armee das CETME-Selbstladegewehr eingeführt. Aus anfänglichem Mangel an neuen Waffen für Trainings- und Ausbildungszwecke sowie für den Einsatz bei nicht kämpfenden Truppenteilen, der Guardia Civil und paramilitärischen Einheiten entstand die Idee, vorhandene Bestände von Mauser-Repetiergewehren der Modelle 1916 und 1943 nach dem Erscheinungsbild des CETME-Selbstladers umzubauen. Der Auftrag ging an die Fabrica De Armas La Coruña S.A. Aus den 1916er-Modellen wurde der FR 7, aus den 1943er-Modellen der FR 8 gebaut. Die Karabiner FR 8 wurden bis in die 1970er-Jahre hinein von berittenen Einheiten der Guardia Civil in der Sierra Nevada geführt, da sich die Waffe durch ihre kompakte Bauweise ausgezeichnet quer hinter dem Sattel verstauen ließ.

Funktionsprinzip[Bearbeiten]

Der Karabiner FR 8 funktioniert nach dem Mauser-Repetiersystem. Die Verriegelung erfolgt über einen Drehzylinderverschluss mit zwei Verriegelungswarzen im Hülsenkopf sowie einer weiteren Sicherheitswarze vor dem Kammerstängel.

Ausstattung[Bearbeiten]

Die Waffe verfügt über alle Ausstattungsmerkmale von Ordonnanzwaffen. Darüber hinaus ist sie mit einem verstellbaren, mit einem massiven Schutz versehenen Korn und einer militärischen Visierung aus einer veränderbaren Kombination von Kimme und Diopterlöchern ausgestattet. Weiterhin wurde der Lauf mit einem Mündungsfeuerdämpfer versehen und im vorderen Laufbereich mit einer Hülse zur Aufnahme von Putzutensilien ausgestattet. Der Mündungsfeuerdämpfer und die Hülse dienen darüber hinaus zur Aufnahme des Cetme-Macheten-Bajonetts des FR 8. Das Kastenmagazin hat eine Kapazität von fünf Schuss. Zur Ausstattung gehört ein Leder- oder ein Leinenwebtrageriemen, Putzzeug und das Bajonett.

Siehe auch[Bearbeiten]

Literatur[Bearbeiten]

Holt Bodinson: Guns Magazine, Mai 2006, (Text des Artikels unter www.findarticles.com)