Santa Luce

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Santa Luce
Wappen
Santa Luce (Italien)
Santa Luce
Staat: Italien
Region: Toskana
Provinz: Pisa (PI)
Koordinaten: 43° 28′ N, 10° 34′ O43.47305555555610.565833333333225Koordinaten: 43° 28′ 23″ N, 10° 33′ 57″ O
Höhe: 225 m s.l.m.
Fläche: 66,72 km²
Einwohner: 1.729 (31. Dez. 2012)[1]
Bevölkerungsdichte: 26 Einw./km²
Postleitzahl: 56040
Vorwahl: 050
ISTAT-Nummer: 050034
Volksbezeichnung: Santalucesi
Schutzpatron: Santa Lucia
Website: www.comune.santaluce.pi.it

Santa Luce ist eine Gemeinde mit 1729 Einwohnern (Stand 31. Dezember 2012) in der Provinz Pisa in der italienischen Region Toskana.

Geographie[Bearbeiten]

Santa Luce liegt ca. 35 km südlich der Provinzhauptstadt Pisa in einer Hügellandschaft, die im Westen durch die Colline Livornesi und im Osten durch die Colline Pisane begrenzt wird. Ortsteile (frazioni) sind neben dem Hauptort die Ansiedlungen Pomaia, Pastina und Pieve di Santa Luce. Nachbargemeinden sind Casciana Terme Lari, Castellina Marittima, Chianni, Crespina Lorenzana, Orciano Pisano und Rosignano Marittimo.

Geschichte[Bearbeiten]

Das Gebiet der Gemeinde war in etruskischer und römischer Zeit besiedelt, was durch Vasen- und Urnenfunde in Pastina und Pomaia bezeugt ist. Im Mittelalter war der ab 887 bekundete Hauptort eine befestigte Burg in Besitz mehrerer Familien, darunter der Cadolingi aus Fucecchio und der Upezzinghi aus Pisa. 1406 kam der Ort mit der Niederlage der Pisaner an die Republik Florenz. 1496 wurde die Burg nach einem Aufstand gegen die Florentiner zerstört.

Von 1927 bis 1957 bildete Santa Luce zusammen mit Orciano Pisano einen Teil der Gemeinde Santa Luce Orciano.

Wirtschaft[Bearbeiten]

Santa Luce
Pastina
Pomaia

In Santa Luce werden landwirtschaftliche Produkte wie Olivenöl, Wein, Getreide und Honig erzeugt. In der Vergangenheit wurden auch Alabaster und Gips abgebaut und verarbeitet. Daneben gibt es mehrere agritouristische Betriebe.

Kultur und Sehenswürdigkeiten[Bearbeiten]

Im Hauptort Santa Luce ist der runde Grundriss der mittelalterlichen Burganlage noch zu erkennen.

Kirchen[Bearbeiten]

Größere Kirchen der Gemeinde sind:

  • Pieve di Santa Maria Assunta e di Sant'Angelo – Die Kirche liegt im Ortsteil Pieve di Santa Luce und wird auf das Jahr 887 datiert. Der ursprünglich zweischiffige romanische Bau wurde bei einem Erdbeben im Jahre 1846 zerstört und unter Benutzung des alten Materials verändert wiedererrichtet. Vom Vorgängerbau sind einige Elemente erhalten, darunter Säulenkapitelle und ein achteckiges Taufbecken.
  • Chiesa di Santa Lucia – Die Pfarrkirche im Hauptort ist ein mittelalterlicher Bau, der von 1830-1840 umgebaut wurde. Die Kirche wurde 1944 durch Bomben stark beschädigt.
  • Chiesa di San Bartolomeo – Kirche im Ortsteil Pastina.
  • In dem seit den 1970er Jahren verlassenen Dorf Monteforti liegt die Ruine der Wallfahrtskirche Santuario della Madonna.

Sonstiges[Bearbeiten]

  • Ecomuseo dell'alabastro – Das Museum mit einer Ausstellung zur Alabastergewinnung und –verarbeitung gehört mit zwei anderen Einrichtungen in Volterra und Castellina Marittima zu einem Museumsverbund.
Lago di Santa Luce
  • Der Stausee Lago di Santa Luce entstand Anfang der 1960er Jahre durch Aufstauung des Flusses Fine und dient der Fabrik des Unternehmens Solvay in Rosignano Marittimo zur Wasserversorgung. Seit 1992 besteht ein Vogelschutzgebiet (OASI LIPU Santa Luce), seit 2000 zusätzlich ein Naturschutzgebiet der Provinz Pisa (Riserva naturale provinciale Lago di Santa Luce).

Weblinks[Bearbeiten]

 Commons: Santa Luce – Sammlung von Bildern, Videos und Audiodateien

Einzelnachweise[Bearbeiten]

  1. Statistiche demografiche ISTAT. Monatliche Bevölkerungsstatistiken des Istituto Nazionale di Statistica, Stand 31. Dezember 2012.