Santa Maria da Feira

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Santa Maria da Feira
Wappen Karte
Wappen von Santa Maria da Feira
Santa Maria da Feira (Portugal)
Santa Maria da Feira
Basisdaten
Region: Norte
Unterregion: Entre Douro e Vouga
Distrikt: Aveiro
Concelho: Santa Maria da Feira
Koordinaten: 40° 56′ N, 8° 32′ W40.933333333333-8.5333333333333Koordinaten: 40° 56′ N, 8° 32′ W
Einwohner: 12.496 (Stand: 30. Juni 2011)[1]
Fläche: 10,24 km² (Stand: 1. Januar 2010)[2]
Bevölkerungsdichte: 1220 Einwohner pro km²
Politik
Adresse der Gemeindeverwaltung: Junta de Freguesia de Santa Maria da Feira
Rua Conde Fijó
4520-181 Santa Maria da Feira
Webseite: www.jf-feira.pt
Kreis Santa Maria da Feira
Flagge Karte
Flagge von Santa Maria da Feira Position des Kreises Santa Maria da Feira
Einwohner: 139.393 (Stand: 30. Juni 2011)[3]
Fläche: 215,87 km² (Stand: 1. Januar 2010)[2]
Bevölkerungsdichte: 646 Einwohner pro km²
Anzahl der Gemeinden: 31
Verwaltung
Adresse der Verwaltung: Câmara Municipal de Santa Maria da Feira
Praça da República
4524-909 Santa Maria da Feira
Präsident der Câmara Municipal: Dr. Emídio Sousa (PSD)
Webpräsenz: www.cm-feira.pt



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Santa Maria da Feira ist eine Stadt (Cidade) und ein Kreis (Concelho) in Portugal mit 12.496 Einwohnern (Stand 30. Juni 2011).

Die Burg Castelo da Feira

Geschichte[Bearbeiten]

Funde und Ausgrabungen, darunter Grabstätten und Wallburgen (Castros), belegen die Besiedlung des Gebietes zumindest seit dem 5. Jahrhundert v. Chr. Es wurde Teil der römischen Provinz Lusitania, die Römerstraßen von Porto nach Viseu und von Lissabon nach Braga führten hier durch. In dem später als Civitas Sanctae Mariae bekannten Ort wurde Anfang des 6. Jahrhunderts eine Festung errichtet. Der hier abgehaltene Markt erlangte einige Bedeutung, und in der Folge veränderte der Ort seinen Namen entsprechend, von Terra de Santa Maria (Portugiesisch für: Boden der Heiligen Maria) seit dem 9. Jahrhundert, zu Vila da Feira oder auch nur 'Feira (Port. für: Markt), bis schließlich zum heutigen Santa Maria da Feira (Port. für: Heilige Maria des Marktes).[4]

Erstmals offiziell als Terra de Santa Maria dokumentiert wurde der Ort 1117 in einer Schenkungsurkunde der Theresia von Kastilien, die 1120 in der hiesigen Burg lebte. 1472 schuf König D.Afonso V. den Titel des Grafs (Port.: Conde) von Feira, der Rui Pereira verliehen wurde (1700 starb mit dem letzten, kinderlos gebliebenen Pereira der Titel aus).

1514 verlieh König Manuel I. der Vila Stadtrechte (Foral). Bis 1985 hieß der Ort Vila da Feira. Dann wurde er vom Status einer Vila (Kleinstadt) zur Cidade (Stadt) erhoben, und erhielt aus dem Anlass seinen heutigen offiziellen Namen, der aus vorherigen historischen Bezeichnungen zusammengesetzt wurde. [5]

Kultur und Sehenswürdigkeiten[Bearbeiten]

Die Kirche Igreja da Misericórdia

Sehenswert ist das historische, insbesondere seit seinem Umbau im 16. Jahrhundert gut erhaltene Kastell (Castelo da Feira). Weitere denkmalgeschützte Bauten sind Herrenhäuser, steinerne Brunnen, historische öffentliche Gebäude und Sakralbauten, insbesondere die im 16. Jahrhundert errichtete Barock-Kirche Igreja da Misericórdia de Santa Maria da Feira mit ihren Treppen und dem Brunnen.[6]

Die Thermalbäder Termas de S.Jorge in der Gemeinde São Jorge sind ein weiterer Anziehungspunkt im Kreis.

Feste und Festivals[Bearbeiten]

Der historische Ortskern als Ganzes steht unter Denkmalschutz.[7] Jedes Jahr im Sommer findet mit der zehntägigen Viagem Mediaval ein vielseitig angelegter Mittelaltermarkt statt. Er gilt als größter seiner Art in Portugal, und lockt mit seinen Veranstaltungen, Ständen, Führungen und Straßendarbietungen täglich über 50.000 Besucher in die Stadt. In der historischen Innenstadt findet im Frühjahr zudem das Imaginarius - Festival Internacional de Teatro de Rua statt, ein internationales Straßentheater-Festival.

Bekannt ist der Ort insbesondere für seine Festa das Fogaceiras, die seit über 500 Jahren am städtischen Feiertag, dem 20. Januar stattfindet. Deren Prozession stellt den Höhepunkt dar, bei der in einem Umzug die süße Brotspezialität des Ortes, die Fogaceiras da Feira, von Mädchen auf dem Kopf durch den Ort getragen werden. An mehreren Tagen vorher und nachher finden katholische Messen, aber auch eine Vielzahl Veranstaltungen und Konzerte aller Musikrichtungen statt.

Im historischen Ortskern von Santa Maria da Feira

Seit 2004 werden mit dem Festival de Gente Sentada (dt.: Festival sitzender Leute) Konzertreihen anspruchsvoller Musik aus Bereichen wie Jazz, Neue Improvisationsmusik, experimenteller Popmusik u.a. angeboten.

Zur Weihnachtszeit bieten die von Märchen und Mythen inspirierten Terras dos Sonhos (dt.: Orte der Träume) eine Phantasiewelt für Kinder an. In der Parkanlage Quinta do Castelo an der Burg gelegen, werden begehbare Bauten und Aufführungen geboten, und auch ein Haus des Weihnachtsmanns steht hier, in dem Wunschzettel geschrieben und abgegeben werden können. [8][9]

Museen und Kulturstätten[Bearbeiten]

Im Kongresszentrum und Kulturpark Europarque

Das Messe- und Kongresszentrum Europarque ist mit seinen verschiedenen Gebäuden und seiner Parkanlage auch Veranstaltungsort für gelegentliche Filmfestivals, Kunstausstellungen oder andere kulturelle Veranstaltungen und Ausstellungen. Im Europarque ist außerdem das Visionarium angesiedelt, das als modernstes Wissenschafts- und Technologiemuseum Portugals gilt. Futuristische Museumstechnik, spannende bis unterhaltsame Experimente und eine Vielzahl interaktiver Exponate und Ausstellungen erwarten die Besucher.

Im ehemaligen Kloster Convento de Lóios ist das städtische Museum (Museu Municipal) untergebracht, das neben archäologischen Funden auch die Geschichte des Kreises und sein Brauchtum zeigt. [10]

Das historische Papiermuseum Museu do Papel Terras de Santa Maria bringt dem Besucher die Geschichte des Papiers etwa anhand einer Sammlung von Wasserzeichen und einer Vielzahl historischer Exponate, aber auch mittels Papierherstellung vor Ort an historischen Maschinen, Bottichen und anderen Geräten nahe. Es ist in zwei alten Papierfabriken in der Gemeinde Paços de Brandão außerhalb der Stadt untergebracht, und wurde 2011 als Bestes Portugiesisches Museum von der portugiesischen museologischen Vereinigung APOM ausgezeichnet.[11]

Sport[Bearbeiten]

Im Stadion Estádio Marcolino de Castro trägt der Fußball-Zweitligist aus Santa Maria da Feira, der 1918 gegründete CD Feirense, seine Heimspiele aus. Der Sportverein União Lamas, aus der Gemeinde Santa Maria de Lamas, ist besonders für seine Fußballabteilung bekannt, betreibt aber auch weitere Sportarten, darunter u.a. Leichtathletik, Feldhockey und Schwimmen.

Verwaltung[Bearbeiten]

Der Kreis[Bearbeiten]

Santa Maria da Feira ist Sitz eines gleichnamigen Kreises. Die Nachbarkreise sind (im Uhrzeigersinn im Norden beginnend): Vila Nova de Gaia, Gondomar, Arouca, Oliveira de Azeméis, São João da Madeira, Ovar sowie Espinho.

Das Rathaus von Santa Maria da Feira

Die folgenden Gemeinden (freguesias) liegen im Kreis Santa Maria da Feira:

Das Visionarium im Europarque

Bevölkerungsentwicklung[Bearbeiten]

Einwohnerzahl im Kreis Santa Maria da Feira (1801 – 2011)
1801 1849 1900 1930 1960 1981 1991 2001 2011
27 851 37 823 44 596 52 679 83 483 109 531 118 641 135 964 139 393

Kommunaler Feiertag[Bearbeiten]

  • 20. Januar

Städtepartnerschaften[Bearbeiten]

Wirtschaft[Bearbeiten]

Santa Maria da Feira ist weiterhin ein Zentrum der Schuhindustrie in Portugal. Jedoch haben in den letzten Jahren, auf Grund der Konkurrenz aus Fernost, verschiedene bekannte Hersteller wie Ecco oder der zuvor hier stark engagierte deutsche Konzern Rohde ihre Produktion in Santa Maria da Feira reduziert oder ganz eingestellt.[13]

Zu den zahlreichen, in den verschiedenen Industriegebieten der Kreis-Gemeinden angesiedelten Unternehmen, zählt die Unternehmensgruppe Corticeira Amorim, die insbesondere für ihre Korkprodukte bekannt ist.

Verkehr[Bearbeiten]

Fernverkehr[Bearbeiten]

Mit ihrem Bahnhof der Linha do Vouga-Eisenbahnstrecke ist die Stadt an das Schienennetz des Landes angeschlossen.

Die Stadt liegt an der Autobahn A1 (hier auch Europastraße 1), der wichtigsten Verbindung im Autobahnnetz Portugals.

Santa Maria da Feira ist in das landesweite Fernbusnetz der Rede Expressos eingebunden.

Öffentlicher Personennahverkehr[Bearbeiten]

Die Stadtverwaltung bietet mit dem Transfeira eine Kleinbuslinie an, die werktags ab 8.10 bis 19.10 einen Rundkurs entlang der wichtigsten Orte der Stadt (Geschäfts-, Verwaltungs-, Schul- und Gesundheitszentren) im Stundentakt (am Wochenende geringere Takte) abfährt. Das Ticket kostet 1,50 und beinhaltet bereits eine Fahrt, jede weitere kann für 0,50 aufgeladen werden, wobei es Vergünstigungen und Abonnements gibt (eine Aufladung von 10 Fahrten beispielsweise kostet 4,50 Euro, Stand Februar 2013).[14]

Darüber hinaus befahren fünf private Unternehmen zahlreiche lokale und regionale Buslinien in städtischer Konzession. Die wichtigsten Linien werden von der lokalen Auto Viação Feirense, der Auto Viação do Souto und der Transdev geführt.

Söhne und Töchter der Stadt[Bearbeiten]

Weblinks[Bearbeiten]

Einzelnachweise[Bearbeiten]

  1. www.ine.pt – Indikator Resident population by Place of residence and Sex; Decennial in der Datenbank des Instituto Nacional de Estatística
  2. a b Übersicht über Code-Zuordnungen von Freguesias auf epp.eurostat.ec.europa.eu
  3. www.ine.pt – Indikator Resident population by Place of residence and Sex; Decennial in der Datenbank des Instituto Nacional de Estatística
  4. João Fonseca: Dicionário do Nome das Terras. 2.Auflage, Casa das Letras, Cruz Quebrada 2007, Seite 108 (ISBN 978-9724617305)
  5. www.verportugal.net, abgerufen am 8. Februar 2013
  6. www.monumentos.pt, abgerufen am 8. Februar 2013
  7. www.monumentos.pt, abgerufen am 8. Februar 2013
  8. www.verportugal.net, abgerufen am 8. Februar 2013
  9. www.cm-feira.pt, abgerufen am 8. Februar 2013
  10. Lydia Hohenberger, Jürgen Strohmaier: Portugal. 2.Auflage, DuMont Reiseverlag, Ostfildern 2009, S.255f
  11. www.cm-feira.pt, abgerufen am 8. Februar 2013
  12. www.anmp.pt, abgerufen am 8. Februar 2013
  13. Website der port. Außenhandelskammer Aicep, abgerufen am 8. Februar 2013
  14. www.cm-feira.pt, abgerufen am 8. Februar 2013
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