Santiago Giraldo

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Santiago Giraldo Tennisspieler
Santiago Giraldo
Spitzname: Santi
Nationalität: KolumbienKolumbien Kolumbien
Geburtstag: 27. November 1987
Größe: 188 cm
Gewicht: 75 kg
1. Profisaison: 2006
Spielhand: Rechts
Trainer: Felipe Beron
Preisgeld: 2.159.827 US-Dollar
Einzel
Karrierebilanz: 101:123
Höchste Platzierung: 39 (16. Juli 2012)
Aktuelle Platzierung: 71
Grand-Slam-Bilanz
Doppel
Karrierebilanz: 11:46
Höchste Platzierung: 147 (20. Juli 2009)
Aktuelle Platzierung: 470
Grand-Slam-Bilanz
Letzte Aktualisierung der Infobox: 15. März 2014
Quellen: offizielle Spielerprofile bei der ATP/WTA und ITF (siehe Weblinks)

Santiago Giraldo (* 27. November 1987 in Pereira) ist ein kolumbianischer Tennisspieler.

Leben und Karriere[Bearbeiten]

bis 2005: Juniorenkarriere und erste Erfahrungen als Profi[Bearbeiten]

Santiago Giraldo begann bereits im Alter von zwei Jahren, Tennis zu spielen. Auch seine beiden älteren Geschwister Daniel und Carmina spielten Tennis, letztere schaffte es bis auf Platz 256 der Damen-Weltrangliste.[1]

Santiagos größter Erfolg als Junior war das Erreichen des Halbfinales bei den US Open 2005. Bereits 2002 spielte er jedoch auch schon im Erwachsenenbereich, und wurde ab 2003 in der Tennis-Weltrangliste geführt. 2005 gewann er mit 17 Jahren seinen ersten Titel bei einem Future-Turnier, und stieg dadurch in die Top 400 der Weltrangliste auf.

2006: Davis-Cup-Debüt und erster Challenger-Titel[Bearbeiten]

Im Februar 2006 spielte Giraldo zum ersten Mal für das kolumbianische Davis-Cup-Team, und steuerte zum 4:1-Erfolg über Uruguay einen Sieg über Pablo Cuevas bei. Seitdem hat er in 16 Davis Cup-Matches zehn mal gesiegt. Nach zwei weiteren Future-Titeln im Mai und Juni 2006 konnte Giraldo im Juli 2006 in Bogotá erstmals bei einem Challenger-Turnier triumphieren. Gegen Ende des Jahres folgte ein weiteres Challenger-Finale in Medellín und der Einstieg in die Top 200 der Weltrangliste.

2007–2009: Grand-Slam-Debüt und weitere Erfolge auf der Challenger Tour[Bearbeiten]

Anfang 2007 konnte sich Santiago Giraldo in Chennai erstmals für ein ATP-Turnier qualifizieren, verlor jedoch in der ersten Runde gegen den Russen Igor Andrejew. Sein erster Qualifikationsversuch bei einem Grand-Slam-Turnier bei den Australian Open 2007 endete bereits in der ersten Qualifikationsrunde. Nach seinem zweiten Challenger-Sieg in Bogotá sowie einer Finalteilnahme in San Luis Potosí verlief die Qualifikation bei den French Open 2007 erfolgreich. In der ersten Runde unterlag er jedoch dem späteren Halbfinalisten Novak Đoković in drei knappen Sätzen. Im weiteren Verlauf des Jahres folgten ein Challenger-Sieg in Quito sowie eine Finalteilnahme in Bogotá.

Im März 2008 konnte Santiago Girlando beim Indian Wells Masters seinen ersten Sieg auf ATP-Ebene feiern: Nach einer erfolgreichen Qualifikation besiegte er in der ersten Runde den Österreicher Werner Eschauer. Als „Belohnung“ gab es ein Zweitrundenmatch gegen den Weltranglistenzweiten Rafael Nadal, welches Giraldo mit 3:6, 3:6 verlor. In Roland Garros konnte er sich wie im letzten Jahr qualifizieren, doch wie im letzten Jahr folgte gegen Florent Serra das Aus in der ersten Runde. Beim ATP-Turnier von Wien gewann Giraldo gegen Stefan Koubek (ebenfalls Österreicher) sein zweites ATP-Match. Im November 2008 konnte er beim Challenger-Turnier von Guayaquil an der Seite von Sebastián Decoud seinen ersten Doppeltitel feiern. Im Einzel blieb er in diesem Jahr ohne Titel, konnte sich aber trotzdem konstant in den Top 200 halten.

Das Jahr 2009 begann mit Siegen bei den Challenger-Turnieren von Salinas und San Luis Potosí. Im Mai 2009 gab es bei den French Open eine erneute erfolgreiche Qualifikation, gefolgt von einer Erstrundenniederlage gegen Denis Istomin. Im Laufe des Jahres versuchte Giraldo sich bei vielen ATP-Turnieren zu qualifizieren, er kam jedoch – wenn überhaupt – nie über die erste Hauptrunde hinaus. Ab September 2009 konzentrierte er sich dann wieder auf Challenger-Turniere, und konnte unter anderem durch einen Sieg in Sacramento und ein Finale in Guayaquil bis auf Platz 107 der Weltrangliste vorrücken.

2010: Einstieg in die Top 100 und Etablierung auf der ATP Tour[Bearbeiten]

Dadurch war er Anfang 2010 direkt für das ATP-Turnier von Chennai qualifiziert, und erreichte dort das Viertelfinale. Auch an den Australian Open konnte er ohne Qualifikation teilnehmen, und traf dort in der ersten Runde auf den an Position 16 gesetzten Spanier Tommy Robredo. In glatten drei Sätzen konnte er hier seinen ersten Sieg in einem Grand-Slam-Match feiern, und trotz der Zweitrundenniederlage gegen Łukasz Kubot wurde er daraufhin erstmals in den Top 100 der Weltrangliste geführt. Nach einem Challenger-Sieg in seiner Heimatstadt Pereira konnte er beim Masters-Turnier von Rom nach erfolgreicher Qualifikation und Siegen über den ehemaligen Weltranglistenersten Juan Carlos Ferrero sowie Michaël Llodra ins Achtelfinale einziehen, wo er Jo-Wilfried Tsonga unterlag. Dadurch stieg er auf Platz 61 der Weltrangliste, und konnte nun ohne Qualifikation bei ATP-Turnieren spielen. Bei den French Open unterlag er in fünf Sätzen dem Japaner Kei Nishikori, und auch in Wimbledon war er gegen Thiemo de Bakker erst nach über vier Stunden unterlegen. Das außergewöhnliche Ergebnis von 14:16 im fünften Satz hätte sicher für mehr Aufsehen gesorgt, wenn nicht parallel das Rekordmatch zwischen John Isner und Nicolas Mahut stattgefunden hätte. Bei der folgenden amerikanischen Hartplatzsaison schied Giraldo bei fünf Turnieren, darunter auch bei seinem US-Open-Debüt, jeweils in der ersten Runde aus. In der Davis-Cup-Partie gegen die USA konnte Giraldo zwar sein Einzel gegen Sam Querrey glatt gewinnen, verlor sein zweites Einzel gegen Mardy Fish aber in fünf knappen Sätzen und konnte somit die 1:3-Niederlage nicht verhindern. Bei einem Sieg wäre Kolumbien erstmals in die Weltgruppe aufgestiegen. Im Oktober und November 2010 erreichte Giraldo bei den Indoor-Hartplatz-Turnieren von Kuala Lumpur, Wien, Basel und Paris jeweils die zweite Runde, und beendete seine bislang beste Saison auf Rang 66 der Weltrangliste.

2011: Erstes ATP-Finale[Bearbeiten]

Das Jahr 2011 begann für Santiago Giraldo erfolgreich mit einer Viertelfinalteilnahme in Brisbane. Eine Woche später erreichte er in Auckland nach Siegen über die gesetzten Albert Montañés und Thomaz Bellucci zum ersten Mal in seiner Karriere ein ATP-Halbfinale, wo er aber gegen den späteren Sieger David Ferrer verlor. Bei den Australian Open konnte Giraldo durch einen Sieg über Rui Machado wie schon im Vorjahr die zweite Runde erreichen, schied dort jedoch gegen den an Position 15 gesetzten Marin Čilić aus. Anfang Februar 2011 erreichte Santiago Giraldo in Santiago de Chile nach Siegen unter anderem über die Top-50-Spieler Juan Ignacio Chela und Potito Starace erstmals das Finale eines ATP-Turniers. Dort führte er gegen Tommy Robredo im dritten Satz bereits mit 5:3, verlor den Satz und das Match jedoch letztendlich im Tie-Break. Dennoch erreichte er durch diesen Erfolg erstmals eine Position in den Top 50 der Weltrangliste. Drei Wochen später besiegte Giraldo in Acapulco erneut den Top-30-Spieler Albert Montañés, schied aber dann im Viertelfinale in drei Sätzen gegen den späteren Finalisten Nicolás Almagro aus. Nach einer Achtelfinalniederlage in Barcelona gegen den Weltranglistenersten Rafael Nadal konnte Giraldo bei den French Open auch im fünften Versuch nicht die zweite Runde erreichen: Er verlor in der ersten Runde glatt in drei Sätzen gegen Pablo Andújar. Nach einer Viertelfinalniederlage in ’s-Hertogenbosch gegen den späteren Turniersieger Dmitri Tursunow folgte das erneute Erstrundenaus in Wimbledon gegen Richard Gasquet. Im Juli 2011 besiegte Santiago Giraldo in Stuttgart den Weltranglistenzwölften Jürgen Melzer, verlor dann aber im Viertelfinale gegen Łukasz Kubot.

Erfolge[Bearbeiten]

Legende (Anzahl der Siege)
Grand Slam
ATP World Tour Finals
ATP World Tour Masters 1000
ATP World Tour 500
ATP World Tour 250
ATP Challenger Tour (10)

Einzel[Bearbeiten]

Siege[Bearbeiten]

Nr. Datum Turnier Belag Finalgegner Endergebnis
1. 23. Juli 2006 KolumbienKolumbien Bogotá (1) Sand MexikoMexiko Bruno Echagaray 6:3, 1:6, 6:2
2. 18. März 2007 KolumbienKolumbien Bogotá (2) Sand BrasilienBrasilien Flávio Saretta 7:64, 6:2
3. 14. Oktober 2007 EcuadorEcuador Quito Sand EcuadorEcuador Giovanni Lapentti 7:64, 6:4
4. 17. Januar 2009 EcuadorEcuador Salinas Hartplatz Vereinigte StaatenVereinigte Staaten Michael Russell 6:3, 6:2
5. 11. April 2009 MexikoMexiko San Luis Potosí Sand ItalienItalien Paolo Lorenzi 6:2, 6:73, 6:2
6. 11. Oktober 2009 Vereinigte StaatenVereinigte Staaten Sacramento Hartplatz Vereinigte StaatenVereinigte Staaten Jesse Levine 7:64, 6:1
7. 18. April 2010 KolumbienKolumbien Pereira (1) Sand ItalienItalien Paolo Lorenzi 6:3, 6:3
8. 31. März 2013 KolumbienKolumbien Pereira (2) Sand ChileChile Paul Capdeville 6:2, 6:4

Finalteilnahmen[Bearbeiten]

Nr. Datum Turnier Belag Finalgegner Endergebnis
1. 6. Februar 2011 ChileChile Santiago de Chile Sand SpanienSpanien Tommy Robredo 2:6, 6:2, 6:75

Doppel[Bearbeiten]

Siege[Bearbeiten]

Nr. Datum Turnier Belag Partner Finalgegner Endergebnis
1. 8. November 2008 EcuadorEcuador Guayaquil Sand ArgentinienArgentinien Sebastián Decoud BrasilienBrasilien Thiago Alves
BrasilienBrasilien Ricardo Hocevar
6:4, 6:4
2. 6. Juli 2013 ItalienItalien Todi Sand KolumbienKolumbien Cristian Rodríguez ItalienItalien Andrea Arnaboldi
ItalienItalien Gianluca Naso
4:6, 7:62, [10:3]

Finalteilnahmen[Bearbeiten]

Nr. Datum Turnier Belag Partner Finalgegner Endergebnis
1. 22. Juli 2012 SchweizSchweiz Gstaad Sand KolumbienKolumbien Robert Farah SpanienSpanien Marcel Granollers
SpanienSpanien Marc López
4:6, 6:79

Einzelnachweise[Bearbeiten]

  1. WTA-Profil von Carmina Giraldo

Weblinks[Bearbeiten]