Santiago Ostolaza

aus Wikipedia, der freien Enzyklopädie
Wechseln zu: Navigation, Suche



Santiago Ostolaza
Spielerinformationen
Voller Name Santiago Ostolaza Sosa
Geburtstag 10. Juli 1962
Geburtsort DoloresUruguay
Größe 190 cm
Position Mittelfeld
Vereine in der Jugend
Bella Vista de Dolores
Vereine als Aktiver
Jahre Verein Spiele (Tore)1
1980–1985
1986–1990
1990–1992
1992–1993
1993
1994
1995
1995
1996
1996–1997
1997
1998–1999
2000
Bella Vista
Nacional
Cruz Azul
Querétaro Fútbol Club
Gimnasia y Esgrima de La Plata
Kyōto Sanga
Defensor Sporting
Olimpia
Nacional
Aurora FC
José Gálvez
Club Atlético Rentistas
Montevideo Wanderers
0
0
72 (8)
38 (2)
12 (0)
0
0
0
200(1)
?? (0)
1 (0)
? (0)
18 (1)
Nationalmannschaft
mind.1981
1983
1985–1993
Uruguay-U-20
Uruguay (Panamerikateam)
Uruguay

4 (0)
43 (6)
Stationen als Trainer
River Plate
Deportivo Maldonado
Montevideo Wanderers
Nacional
Real Sociedad de Zacatecas
Alacranes de Durango
Guerreros FC de Hermosillo
1 Angegeben sind nur Liga-Spiele.

Santiago Javier Ostolaza Sosa (* 10. Juli 1962 in Dolores, Uruguay) ist ein ehemaliger uruguayischer Fußballspieler und heutiger -trainer.

Spielerlaufbahn[Bearbeiten]

Verein[Bearbeiten]

Der in Dolores als Ältester von fünf Brüdern und einer Schwester geborene, El Vasco genannte Santiago Ostolaza stammt aus einer fußballaffinen Familie. Bereits sein Vater war als Torhüter aktiv, sein Onkel spielte zudem für den Verein Bella Vista de Dolores im Barrio Sur, bei dem auch Santiago Ostolaza seine ersten fußballerischen Schritte in der Jugendmannschaft unternahm. Ostolazas Vater, ebenfalls für den Jugendclub seines Sohnes auflaufend, wie auch im Jahre 2009 Carlos Ostolaza, der Bruder Santiagos, war zudem in der Auswahl von Dolores aktiv.[1] Ostolaza wurde bereits im Alter von 15 Jahren zur Ersten Mannschaft beordert und debütierte dort schließlich 16-jährig.[2] Seine Karriere begann 1980 in der Primera División beim Club Atlético Bella Vista. Dort gehörte er bis 1985 zum Kader. Anschließend wechselte er 1986 innerhalb Montevideos zu Nacional. Dort gewann er 1988 mit seinen Mitspielern sowohl die Copa Libertadores als auch den Weltpokal. Ein Jahr später gelang zudem der Sieg bei der Copa Interamericana und der Gewinn der Recopa Sudamericana.[3] Mit der Spielzeit 1990/91 nahm er sein erstes Auslandsengagement an und spielte auch in der Saison 1991/92 für den mexikanischen Verein Cruz Azul. In diesem Zeitraum sind für ihn 72 Einsätze in der Primera División Mexikos verzeichnet, bei denen er acht Treffer erzielte. Im Anschluss daran stand er bei Querétaro Fútbol Club unter Vertrag und kam auf weitere 38 Erstligaeinsätze (zwei Tore) in 1992/93er-Spielrunde. Zur Clausura 1993 ging er zum argentinischen Klub Gimnasia y Esgrima de La Plata und bestritt zwölf für ihn persönlich torlose Partien. 1994 schloss er erstmals einen Vertrag für eine fußballerische Tätigkeit außerhalb des spanischsprachigen Raum ab und trat für den japanischen Klub Kyōto Sanga in der Japan Football League an. Bereits in der Apertura 1995 kehrte er nach Uruguay zurück und stand im Kader des Defensor Sporting Club. Weitere Stationen waren in der Clausura 1995 der paraguayische Verein Olimpia, erneut Nacional (20 Spiele/ ein Tor) im Torneo Apertura 1996, in der Spielzeit 1996/97 der Aurora FC und 1997 José Gálvez (ein Spiel / kein Tor). Von der Apertura 1998 bis zur Apertura 1999 engagierte ihn der Club Atlético Rentistas. Als letzte Karrierestation sind im Jahr 2000 die seinerzeit in der Segunda División spielenden Montevideo Wanderers verzeichnet. Dort stand er noch 18 mal auf dem Platz und erzielte ein letztes Tor im Profifußball.[4]

Nationalmannschaft[Bearbeiten]

Ostolaza wurde 1981 mit der uruguayischen U-20-Auswahl auch Südamerikameister an der Seite von Spielern wie José Batista, Adolfo Barán, Jorge da Silva und Enzo Francescoli.[5] Mit dem uruguayischen Team vertrat er sein Heimatland zudem bei den Panamerikanischen Spielen 1983 und gewann dort mit der Celeste das Fußballturnier. Dabei fungierte er als Mannschaftskapitän.[6] Im Verlauf des Turniers bestritt er alle vier Spiele.[7] Der Mittelfeldspieler war auch Mitglied der uruguayischen Fußball-A-Nationalmannschaft. Er nahm an der Fußball-Weltmeisterschaft 1990 teil und kam dort in drei Partien zum Einsatz. Ostolaza erzielte in insgesamt 43 vom 16. Oktober 1985 bis zum 13. Oktober 1993 absolvierten Länderspielen für sein Heimatland sechs Tore.[8] Am erfolgreichsten war er dabei bei seiner ersten Teilnahme an der Copa America im Jahr 1989, als er mit Uruguay erst im Finale gegen Brasilien unterlag. 4 Jahre später erreichte er bei seinem zweiten und letzten Turnier nur das Viertelfinale.

Erfolge[Bearbeiten]

Verein[Bearbeiten]

  • Copa Libertadores (1988)
  • Weltpokal (1988)
  • Copa Interamericana (1989)
  • Recopa Sudamericana (1989)

Nationalmannschaft[Bearbeiten]

  • U-20-Südamerikameister 1981
  • Goldmedaille bei den Panamerikanischen Spielen 1983

Trainertätigkeit[Bearbeiten]

Als Trainer war er bislang bei River Plate, Deportivo Maldonado, Montevideo Wanderers und Nacional und Cerro Largo in Uruguay tätig. In Mexiko trainierte er die Vereine Real Sociedad de Zacatecas, Alacranes de Durango und Guerreros FC de Hermosillo. Zuletzt betreute er den ecuadorianischen Verein Espoli.[9]

Einzelnachweise[Bearbeiten]

  1. Soriano // Dolores - Club Atletico Bella Vista (spanisch), abgerufen am 10. November 2012
  2. Santiago Ostolaza (spanisch) auf www.doloresnet.com, abgerufen am 10. November 2012
  3. Recopa 1988 (englisch), abgerufen am 10. November 2012
  4. Profil auf www.playerhistory.com, abgerufen am 10. November 2012
  5. Juventud de América (spanisch) in La República vom 30. Dezember 2002, abgerufen am 27. Oktober 2012
  6. Nació Santiago Ostolaza, campeón de la Libertadores en 1988 (spanisch) vom 10. Juli 2012, abgerufen am 10. November 2012
  7. Panamerican Games 1983 - Match Details auf www.rsssf.com, abgerufen am 26. August 2013
  8. Statistische Daten zu den Länderspieleinsätzen in der uruguayischen Nationalmannschaft auf www.rsssf.com, abgerufen am 10. November 2012
  9. Nació Santiago Ostolaza, campeón de la Libertadores en 1988 (spanisch) vom 10. Juli 2012, abgerufen am 10. November 2012