Saporisky Awtomobilebudiwny Sawod

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Saporisky Awtomobilebudiwny Sawod
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Rechtsform AG
Gründung 1863
Sitz UkraineUkraine Ukraine, Saporischschja
Branche Automobilhersteller
Produkte Pkw, OmnibusseVorlage:Infobox Unternehmen/Wartung/Produkte
Website www.avtozaz.com
Dreschmaschine Kommunar (rechts). Aufnahme von 1934
Saporoshez SAS 965A (1962–1969)
Saporoshez SAS 968A (1973–1979)
ZAZ-1102 Tavria, erste Generation (1987–1997)
ZAZ-1103 Slavuta (1999–2011)
ZAZ-110550 Tavria Pick-Up (1993–2011)
ZAZ Forza
Industrieroboter Fanuc R-2000iB zum Schweißen von Karosserien des ZAZ Chance

Saporisky Awtomobilebudiwny Sawod (ЗАЗ, in Transkription ZAZ, früher SAS, Saporischjaer Automobilbauwerk, ukrainisch Запорізький автомобілебудівний завод, russisch Запорожский автомобилестроительный завод, Saporoschski awtomobilestroitelny sawod) ist ein traditionsreicher ukrainischer Automobilhersteller in der Stadt Saporischschja. In die DDR wurden Fahrzeuge des Herstellers von 1967 bis 1979 unter dem Namen Saporoshez geliefert. Alle Modelle besaßen einen luftgekühlten Viertakt-V4-Motor im Heck. Heute übernimmt der Konzern Lizenzproduktionen für Mercedes-Benz, Opel, Chevrolet und insbesondere Daewoo. Neben Pkw werden unter anderem auch Container oder Gartenstühle gefertigt.

Geschichte[Bearbeiten]

Der Russlanddeutsche Abram J. Koop gründete im Jahr 1863 aus vier kleineren Fabriken eine Firma, die sich auf die Produktion von Landwirtschaftsmaschinen und Ausrüstungen spezialisiert. 1921 wurde die Firma nach der Russischen Revolution und dem nachfolgenden Bürgerkrieg unter dem Namen „Kommunar“ wiederaufgebaut. 1929 wurde die erste von 129.724 Dreschmaschinen gebaut, die von 1930 bis 1941 und von 1947 bis 1952 in Serie hergestellt wurden.

Am 18. Juni 1959 stellte das Unternehmen seinen ersten Entwurf eines Personenkraftwagens, den Saporoshez SAS 965, als Studie vor, der ein Jahr später in Serie ging und ab 1965 in mehrere ost- und westeuropäische Länder exportiert wurde. Markennamen in westlichen Ländern sind Jalta (Yalta) und ZAZ, in Österreich Eliette. 1966 ging der SAS 966 als Nachfolger des SAS 965 in Produktion. Er wurde bereits 1961 als Prototyp vorgestellt. 1976 wurde das einmillionste Auto, ein SAS 968A, ausgeliefert. 1979 begann die Serienfertigung des SAS 968M, innerhalb von drei Jahren konnte dessen Produktion auf 600 Stück pro Tag erhöht werden.

1987 begann das Unternehmen mit der Serienproduktion seines ersten frontgetriebenen Autos mit wassergekühltem Motor, des ZAZ-1102 Tavria; die Vorgängermodelle hatten allesamt einen Heckantrieb. 1989 wurde der dreimillionste Personenkraftwagen gebaut.

Am 30. Juni 1994 wurde mit einer Feier die Produktion des SAS 968M eingestellt. Von 1960 bis 1994 sind in Saporischschja insgesamt 3.422.444 Autos mit luftgekühltem Heckmotor aus der Motorenfabrik Melitopol (MeMZ) hergestellt worden. Man konzentrierte sich nun ganz auf die Produktion des Tavria.

Im Frühjahr 1998 ging das Unternehmen das ukrainisch-koreanische Joint-Venture AvtoZAZ-Daewoo ein. Neben einer modernisierten Version des ZAZ-1102 Tavria wurden fortan die Daewoo-Modelle Lanos, Nubira und Leganza gebaut. 1999 begann die Serienproduktion des ZAZ-1103 Slavuta.

2002 wurde die Lizenzfertigung von Fahrzeugen der Mercedes E-Klasse und ML-Klasse aufgenommen, im Januar 2003 folgte die Lizenzfertigung von Opel Astra, Vectra und Corsa-Pkws. Auch im Jahr 2003 begann die Fertigung von VAZ-Motorfahrzeugen. 2004 wurde die Fertigung der Modelle Pick-up und Sens, teils mit Erdgasantrieb aufgenommen.

Modelle[Bearbeiten]

Historische Modelle (Pkw)[Bearbeiten]

Saporoshez-Baureihe[Bearbeiten]

Tavria-Baureihe[Bearbeiten]

Aktuelle Modelle[Bearbeiten]

Mit Stand Februar 2014 besteht die Modellpalette aus folgenden Modellen:

Pkw[Bearbeiten]

  • ZAZ Lanos, eine Lizenzfertigung des Daewoo Lanos, Modellbezeichnung in Russland ab 2009: ZAZ Chance
  • ZAZ Sens, Sparversion des Lanos
  • ZAZ Lanos Pick-up, Kastenwagen auf Basis des Lanos
  • ZAZ Forza, Lizenzfertigung des Chery Fulwin 2
  • ZAZ Vida, Lizenzfertigung des Chevrolet Aveo

Busse[Bearbeiten]

  • ZAZ A07A I-VAN, Minibus auf Chassis von Tata Motors
  • ZAZ A10 I-VAN, Midibus

Literatur[Bearbeiten]

  • Harald Linz und Halwart Schrader: Die Internationale Automobil-Enzyklopädie, United Soft Media Verlag GmbH, München 2008, ISBN 978-3-8032-9876-8

Weblinks[Bearbeiten]

 Commons: ZAZ – Sammlung von Bildern