Sapotengewächse

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Sapotengewächse
Guttaperchabaum (Palaquium gutta), Illustration

Guttaperchabaum (Palaquium gutta), Illustration

Systematik
Überabteilung: Samenpflanzen (Spermatophyta)
Abteilung: Bedecktsamer (Magnoliophyta)
Klasse: Dreifurchenpollen-
Zweikeimblättrige
(Rosopsida)
Unterklasse: Asternähnliche (Asteridae)
Ordnung: Heidekrautartige (Ericales)
Familie: Sapotengewächse
Wissenschaftlicher Name
Sapotaceae
Juss.
Payena leeri, Illustration.

Die Pflanzenfamilie der Sapotengewächse (Sapotaceae), auch Sapotagewächse oder Breiapfelgewächse genannt, gehört zur Ordnung der Heidekrautartigen (Ericales).

Zu den bekanntesten Arten gehört der Breiapfelbaum (Manilkara zapota) und der Sternapfelbaum (Chrysophyllum cainito). Der Breiapfelbaum liefert mit dem Chicle einer der wichtigsten Grundstoff der Kaugummiindustrie. Der Sternapfelbaum liefert dagegen essbare Früchte. Die Art wird außerdem als Zierbaum angepflanzt.

Inhaltsverzeichnis

[Bearbeiten] Beschreibung

Es sind immergrüne, milchsaftführende Bäume und Sträucher. Die einfachen, ledrigen Laubblätter sind meist ganzrandig, selten gezähnt, oberseits glänzend und unterseits meist seidenhaarig. Wenn Nebenblätter vorhanden sind fallen sie schnell ab.

Selten sitzen die Blüten einzeln, meist in sehr unterschiedlich aufgebauten Blütenständen zusammengefasst. Die radiärsymmetrischen Blüten sind meist vier- oder fünfzählig, selten mehrzählig und sie können zwittrig oder eingeschlechtig sein. Die Kelchblätter sind verwachsen und es gibt entweder einen Kreis mit vier bis sechs oder zwei Kreise mit zwei bis vier Kelchblättern. Die vier bis 18 Kronblätter sind verwachsen. Die Blüten besitzen einen bis drei Staubblattkreise mit meist sechsmal sovielen Staubblättern als Kronblättern. In den Blüten gibt es ein bis 14 (bis 30) Fruchtblätter die zu einem oberständigen Fruchtknoten verwachsen sind.

Es werden meist Beeren, manchmal auch Steinfrüchte oder Kapselfrüchte, mit großen Samen gebildet.

[Bearbeiten] Systematik

Synonyme für Sapotaceae Juss. sind: Achradaceae Vest, Boerlagellaceae H.J.Lam, Bumeliaceae Barnhart, Sarcospermataceae H.J.Lam, nom. cons. [1].

Die pantropische Familie Sapotaceae Juss. wird gegliedert in drei Unterfamilien mit 53 Gattungen [1] und 1100 Arten:

  • Unterfamilie Chrysophylloideae Luersson: Pantropisch. Wird gegliedert in zwei Tribus mit 25 bis 26 Gattungen und etwa 550 Arten:
Englerophytum magalismontanum, Zweige mit Blättern und Früchten.
    • Tribus Chrysophylleae: Mit etwa 19 Gattungen:
      • Aubregrinia Heine: Mit der einzigen Art:
      • Breviea Aubrév. & Pellegr.: Mit der einzigen Art:
      • Capurodendron Aubrév.: Mit etwa 23 Arten.
      • Chrysophyllum L.: Mit 80 Arten.
      • Chromolucuma Ducke: Mit etwa zwei Arten.
      • Delpydora Pierre: Mit etwa zwei Arten.
      • Ecclinusa Mart.: Mit etwa elf Arten.
      • Elaeoluma Baill.: Mit etwa vier Arten.
      • Englerophytum K.Krause: Mit etwa 14 Arten.
      • Leptostylis Benth.: Mit etwa acht Arten.
      • Micropholis (Griseb.) Pierre: Mit 38 Arten.
      • Pichonia Pierre: Mit etwa acht Arten.
      • Pouteria Aubl. (inklusive Achradelpha O.F.Cook, Albertisiella Pierre ex Aubrév., Aningeria Aubrév. & Pellegr., Barylucuma Ducke, Beauvisagea Pierre, Beccariella Pierre, Beccarimnia Pierre ex Koord., Blabea Baehni, Blabeia Baehni, Boerlagella Cogn., Bureavella Pierre, Calocarpum Pierre, Calospermum Pierre, Caramuri Aubrév. & Pellegr., Chaetocarpus Schreb., Daphniluma Baill., Discoluma Baill., Dithecoluma Baill., Eglerodendron Aubrév. & Pellegr., Englerella Pierre, Eremoluma Baill., Fontbrunea Pierre, Franchetella Pierre, Gayella Pierre, Gomphiluma Baill., Guapeba Gomes, Hormogyne A.DC., Ichthyophora Baehni, Iteiluma Baill., Krausella H.J.Lam, Krugella Pierre, Labatia Sw., Leioluma Baill., Lucuma Molina, Maesoluma Baill., Malacantha Pierre, Microluma Baill., Myrsiniluma Baill., Myrtiluma Baill., Nemaluma Baill., Neolabatia Aubrév., Neoxythece Aubrév. & Pellegr., Ochroluma Baill., Oxythece Miq., Paralabatia Pierre, Peteniodendron Lundell, Peuceluma Baill.. Piresodendron Aubrév. ex Le Thomas, Planchonella Pierre, Pleioluma Baill., Podoluma Baill., Poissonella Pierre, Prozetia Neck., nom. inval., Pseudocladia Pierre, Pseudolabatia Aubrév. & Pellegr., Pseudoxythece Aubrév., Pyriluma (Baill.) Aubrév., Radlkoferella Pierre, Richardella Pierre, Sandwithiodoxa Aubrév. & Pellegr., Sersalisia R.Br., Siderocarpus Pierre, Syzygiopsis Ducke, Urbanella Pierre, Van-royena Aubrév., Woikoia Baehni, Wokoia Baehni): Mit 200 bis 305 Arten.
      • Synsepalum (A.DC.) Daniell: Mit etwa 35 Arten, z. B. die Wunderbeere (Synsepalum dulcificum (Schumach. & Thonn.) Daniell)
      • Pradosia Liais: Mit etwa 24 Arten.
      • Pycnandra Benth.: Mit etwa zwölf Arten.
      • Sarcaulus Radlk.: Mit etwa sechs Arten.
      • Xantolis Raf.: Mit etwa 14 Arten.
    • Tribus Omphalocarpeae: Mit etwa vier Gattungen
    • Nicht in einem Tribus eingeordnet:
  • Unterfamilie Sarcospermatoideae Swenson & Anderberg mit nur einer Gattung im östlichen Asien und auf den Indonesischen Archipel:
      • Sarcosperma Hook. f.: Es sind sechs bis elf immergrüne Baum-Arten.
Breiapfelbaum (Manilkara zapota), Baum.
Manilkara jaimiqui subsp. emarginata.
Mimusops maxima, Zweig mit Blättern und Blüten.
  • Unterfamilie Sapotoideae Eaton: Wird gegliedert in drei Tribus mit 27 Gattungen und 543 Arten. Insgesamt besitzen sie eine pantropische Verbreitung: Etwa 300 Arten sind im Indopazifischen Raum, etwa 150 Arten in Afrika und in der Neuen Welt sind etwa 75 Arten beheimatet. [2]
    • Tribus Mimusopeae: Mit etwa 17 Gattungen:
    • Tribus Isonandreae: Mit etwa sieben Gattungen:
    • Tribus Sideroxyleae: Mit etwa drei bis vier Gattungen:
      • Argania Roem. & Schult.: Mit der einzigen Art:
      • Diploon Cronquist: Mit der einzigen Art:
      • Sideroxylon L. (inklusive Nesoluma Baill.): Mit 75 Arten, z. B.:

[Bearbeiten] Weitere Bilder

Pouteria sapota:

Sternapfelbaum (Chrysophyllum cainito):

[Bearbeiten] Quellen

[Bearbeiten] Literatur

  • Ulf Swenson & Arne A. Anderberg: Phylogeny, character evolution, and classification of Sapotaceae (Ericales), in Cladistics 21 (2), 2005, S. 101–130.

[Bearbeiten] Einzelnachweise

  1. a b Die Familie bei GRIN.
  2. Jenny E.E. Smedmark, Ulf Swenson & Arne A. Anderberg: Accounting for variation of substitution rates through time in Bayesian phylogeny reconstruction of Sapotoideae (Sapotaceae), in Molecular Phylogenetics and Evolution 39 (2006) 706–721.

[Bearbeiten] Weblinks

Commons Commons: Sapotengewächse – Sammlung von Bildern, Videos und Audiodateien
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