Saprolith

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Etwa 15 m hohes Saprolith-Profil in verwitterten Paragneisen und hellen Quarziten. Ampanobe, 8 km südöstlich von Antananarivo, Madagaskar.

Saprolith (altgriechisch σαπρός sapros „faulig“ und altgriechisch λίθος líthos „Stein“), auch Saprolit, ist die Bezeichnung für ein ursprünglich silikatisches Gestein, das unter humiden Bedingungen (z. B. Tropengebieten) tiefgründig chemisch verwittert ist. Er ist gewöhnlich weich oder bröcklig und zeigt als autochthone (nicht umgelagerte) Verwitterungsbildung noch die Struktur des Ausgangsgesteins.

Saprolithe enthalten neben widerstandsfähigen Mineralen aus dem Ausgangsgestein, vor allem Quarz, hohe Anteile an Kaolinit, der sich bei der chemischen Verwitterung von primären Mineralen insbesondere Feldspat gebildet hat. Noch intensivere Verwitterung, die über das Saprolithstadium hinausgeht, führt zur Bildung von Laterit über dem Saprolith. Beide sind als Residualgesteine anzusehen, die zur Gruppe der Sedimentgesteine gehören.

Der Saprolith ist nicht mit einem Sapropelit zu verwechseln, der entsteht wenn ein Sapropel lithifiziert wird.

Literatur[Bearbeiten]

  • Hans Murawski & Wilhelm Meyer: Geologisches Wörterbuch. 10., neu bearb. u. erw. Aufl., 278 S., Enke Verlag, Stuttgart 1998 ISBN 3-432-84100-0.