Sara Jane Moore

aus Wikipedia, der freien Enzyklopädie
Wechseln zu: Navigation, Suche

Sara Jane Moore (* 15. Februar 1930 als Sara Jane Kahn in Charleston, West Virginia, USA) ist eine US-amerikanische Attentäterin.

Moore versuchte am 22. September 1975 vor dem St.-Francis-Hotel in San Francisco den damaligen amerikanischen Präsidenten Gerald Ford zu ermorden. Dies geschah nur 17 Tage, nachdem eine Frau namens Lynette „Squeaky“ Fromme ihrerseits versucht hatte, Ford zu ermorden. Aus einer Entfernung von 12 Metern[1] feuerte sie einen einzigen Schuss auf den Präsidenten ab. Das Geschoss verfehlte den Präsidenten, weil der Passant Oliver Sipple Moores Arm ergriff und sie dann zu Boden zog. Er verhinderte mit seiner Hand das erneute Abfeuern der Waffe.[2][3] Der abgefeuerte Schuss aus Moores Kaliber.38-Revolver prallte vom Eingang des Hotels ab[4] und verletzte einen Passanten leicht.[5]

Moore hatte eine Ausbildung zur Krankenschwester begonnen, war Mitglied im Women's Army Corps der Vereinigten Staaten und fünfmal verheiratet, bevor sie sich in den 1970er Jahren der „revolutionären Politik“ zuwandte. Während der Entführung von Patty Hearst wurde sie Informantin des FBI und sollte als Mitglied der Symbionese Liberation Army Informationen über die Entführer sammeln. Nach ihrer Enttarnung wandte sie sich von der Gruppe ab und wollte alleine das politische System aufrütteln.[6]

Moore war zu einem früheren Zeitpunkt im Jahre 1975 vom Secret Service überprüft worden, jedoch sah man in ihr keine Gefahr für den Präsidenten.[7]

Moore bekannte sich des versuchten Mordes am Präsidenten schuldig und wurde am 15. Januar 1976 zu lebenslanger Haft verurteilt.[8][9] Sie wurde im Alderson Federal Prison Camp in Alderson, West Virginia untergebracht, aus dem sie 1989 flüchtete. Zwei Tage später kehrte sie freiwillig wieder zurück. Nach ihrer Rückkehr wurde Moore in eine Anstalt mit höherer Sicherheitsstufe gebracht.[10]

Sie wurde am 31. Dezember 2007 aus dem Gefängnis entlassen.[11]

Zitate[Bearbeiten]

  • „I do regret I didn't succeed, and allow the winds of change to start. I wish I had killed him. I did it to create chaos.“ (1976) [12]
„Ich bedauere, dass ich keinen Erfolg hatte und den Umschwung nicht einleiten konnte. Ich wünsche, ich hätte ihn getötet. Ich tat es, um Chaos zu verursachen.“
  • „I didn’t want to kill anybody, but there comes a point when the only way you can make a statement is to pick up a gun.“[6]
„Ich wollte niemanden töten, aber es kommt der Punkt, an dem man eine Waffe in die Hand nehmen muss, um eine Aussage zu treffen.“

Weblinks[Bearbeiten]

Quellen[Bearbeiten]

  1. Jill Tucker: Kenneth Iacovoni -- special agent. In: San Francisco Chronicle. 29. Oktober 2006.
  2. The american century: http://www.randomhouse.com/features/americancentury/imperialpres.html. 28. Dezember 2006.
  3. The Oliver Sipple Page: http://www.lambda.net/~maximum/sipple.html. 28. Dezember 2006.
  4. David Richardson Wendell: Obituaries. In: The Almanac. 29. Januar 2003.
  5. The evolution of the personal protective function: http://prop1.org/park/pave/rev8.htm. 28. Dezember 2006.
  6. a b Ernio Hernandez: Assassins Shooting Gallery, Part III: Garrison as Fromme and Baker as Moore. In: Playbill. 5. April 2004.
  7. Jay Carney: How To Make The Secret Service's "Unwanted" List. In: Time. 3. August 1998.
  8. Brainy History: http://www.brainyhistory.com/events/1975/december_12_1975_148048.html. 28. Dezember 2006.
  9. Brainy History: http://www.brainyhistory.com/events/1976/january_15_1976_148171.html. 28. Dezember 2006.
  10. This day in history: http://www.history.com/tdih.do?action=tdihArticleCategory&id=50791. 28. Dezember 2006.
  11. "Would-be Ford assassin freed from prison on parole", CNN.com, December 31, 2007
  12. Eileen Keerdoja: Squeaky and Sara Jane. In: Newsweek. 8. November 1976.