Sarah Harding

aus Wikipedia, der freien Enzyklopädie
Wechseln zu: Navigation, Suche
Sarah Harding auf Tournee mit Girls Aloud (2009)

Sarah Nicole Harding (* 17. November 1981 in Ascot, Berkshire als Sarah Nicole Hardman) ist eine britische Tänzerin, Sängerin und Songwriterin. Sie wurde als Mitglied der Girlgroup Girls Aloud bekannt.

Neben ihrer musikalischen Karriere ist sie auch als Model und Schauspielerin tätig.

Jugendzeit[Bearbeiten]

Harding wurde in Ascot, Berkshire geboren[1] und wuchs in Staines, Surrey, Stockport und Greater Manchester[2] zusammen mit ihren beiden Halbbrüdern auf. Sie stammt aus einer musikalischen Familie. Ihr Vater war Musiker und nahm sie schon im frühen Alter mit in Musikstudios, wodurch Hardings Interesse an der Musik stetig wuchs.[1] Sie besuchte zwischen 1993 und 1998 die Hazel Grove High School und ging später an das Stockport College, wo sie Kosmetik studierte.[3] Als Harding 15 wurde, trennte sich ihr Vater von ihrer Mutter, seitdem leben beide getrennt.[2] Seitdem hatte Harding auch keinen Kontakt mehr mit ihren Vater.[2]

Später arbeitete Harding in einem Nachtclub beim Grand Central Leisure Park in Stockport und ebenfalls als Kellnerin bei Pizza Hut, sowie zeitweilig als Operator in einem Callcenter. Nebenbei organisierte sich Harding selbst einige Auftritte, um sich als Sängerin zu promoten und bekannt zu machen. Sie sang im Nordwesten Englands in Pubs, Clubs und in Parks. Im Jahr 2002 nahm Harding einige Dance-Lieder auf und entschied sich schließlich, sich bei der britischen Castingshow Popstars: The Rivals zu bewerben.[4] Sie bewarb sich auch bei der Castingshow Fame Academy, dort kam sie aber nicht in die nächsten Runden, bei Popstars: The Rivals konnte Harding jedoch direkt von sich überzeugen.

Karriere[Bearbeiten]

Girls Aloud[Bearbeiten]

Hauptartikel: Girls Aloud
Sarah Harding singt mit Girls Aloud in der O2-Arena in London (2008)

Nach einem langen Wettbewerb wurde Harding eine von zehn Mädchen und zehn Jungs, die durch die Juroren Pete Waterman, Louis Walsh und Geri Halliwell ins Finale von Popstars kamen. Am 30. November 2002 bildete sich eine Girlgroup aus den übrig gebliebenen Mädchen: Harding, Nadine Coyle, Cheryl Cole, Nicola Roberts und Kimberley Walsh.

Die Debütsingle der Gruppe Sound of the Underground wurde in den britischen Charts ein Nummer-eins-Hit und die Weihnachts-Nummer-eins des Jahres 2002.[5] Damit stellten Girls Aloud gleichzeitig den Rekord für die schnellste Nummer-eins Platzierung nach der Gründung einer Gruppe ein.[6] Die Gruppe veröffentlichte ihren Debütalbum Sound of the Underground im Mai 2003,[7] welches im Vereinigten Königreich mit einer Platin-Schallplatte ausgezeichnet wurde.[8] Seit 2003 gelang ihnen 20 aufeinanderfolgende Top-Ten-Hits, darunter drei Singles auf Platz 1 der britischen Charts. Zwei ihrer Alben erreichten die Spitze der britischen Albencharts.[9] Alle insgesamt fünf Alben der Gruppe wurden im Vereinigten Königreich mit Platin ausgezeichnet. Im Jahr 2009 gewann die Gruppe bei den Brit Awards in der Kategorie „Beste Britische Single“ für The Promise.[10] Bislang hat die Gruppe weltweit über 10 Millionen Plattenträger verkauft (Stand Juni 2011).[11][12] Im Jahr 2007 bekam die Gruppe bei den Guinness World Records einen Eintrag als „erfolgreichste Reality TV-Gruppe“.

Im Juli 2009 gaben Girls Aloud bekannt, dass sie für einen Jahr eine Pause einlegen werden, um sich eigenen Solo-Projekten zu widmen.[13] Im August 2010 erklärte das Bandmitglied Nicola Roberts, dass sie bis 2012 keine Reunion der Gruppe erwarte.[14]

Als Mitglied von Girls Aloud schrieb Sarah Harding zwei Lieder, Hear Me Out aus dem Album What Will the Neighbours Say? und Why Do It?, die B-Seite zur Single I Think We're Alone Now.

Solokarriere[Bearbeiten]

Im Jahr 2010 wurde Harding Besitzerin des Nachtclubs Kanaloa. Im März 2010 gab Harding bekannt, dass sie an einem Solo-Album arbeite. Sie bezeichnete Lady Gaga als ihren größten Einfluss und ihre größte Inspiration.[15] Das Album sollte Ende 2010 veröffentlicht werden, aber dazu kam es nicht. In einem Interview mit dem britischen Daily Mirror erklärte Harding: „Ich schaue wirklich vorwärts um Freiheit zu haben und meine eigene Sache zu machen. In der Band mussten wir uns selbst darauf einigen was wir machen. Jetzt kann ich machen was ich will.“[16] Harding nahm derweil drei Lieder für St Trinians zweitem Soundtrackalbum auf, mit den Titeln Too Bad, Make It Easy und Boys Keep Swinging.[17] Sarah arbeitete auch mit der Londoner Synthpopband Filthy Dukes für ein Lied zum Soundtrack zum Film Wild Child zusammen. Das Lied hat den Titel Real Wild Child.[18][19]

Weitere Tätigkeiten[Bearbeiten]

Sarah Harding mit Girls Aloud auf Tournee

Außerhalb von Girls Aloud unterschrieb Harding einen £100,000 Modelvertrag mit Ultimo, damit folgte sie Penny Lancaster, Rachel Hunter und Helena Christensen.[20]

Harding wurde auch das Gesicht der Coca Cola Zero-Kampagne in Irland.[21] Sie promotete mit Girls Aloud auch Sunsilk.[22]

Im Dezember 2009 erschien Sarah auf MTVs 'Sarah Harding in 24 hours'. Um diesen Auftritt zu promoten, sprach sie beim Radio One mit Chris Moyles über das MTV Special.

Schauspielkarriere[Bearbeiten]

Harding hatte ihren ersten Schauspielauftritt im Film Die Girls von St. Trinian im Jahr 2007. Sie spielte das Mitglied einer Schulband, welche aus den Mitgliedern von Girls Aloud bestand. Im Jahr 2008 trat Harding im Film Bad Day auf. Sie spielte ein brünettes Mädchen mit den Namen Jade Jennings. In diesem Film spielten auch Donna Air und Claire Goose mit.[23]

Im Jahr 2009 war Harding in der britischen TV-Sendung Freefall zu sehen, sie spielte den Charakter Sam.[24] Im gleichen Jahr spielte sie in Die Girls von St. Trinian 2 – Auf Schatzsuche mit. Sie spielte das Mädchen Roxy.[25]

Persönliches[Bearbeiten]

Im Jahr 2002 bekam Harding einen Eintrag bei FHMs High Street Honeys 2002.[26] Ein Jahr später war sie in den Top 30 der sexysten Frauen der Welt, ausgewählt durch Leser des gleichnamigen Magazins. Im Jahr 2005 erreichte sie die Top-Ten mit dem 8. Platz. Des Weiteren erreichte sie Platz 15 im Jahr 2006, Platz 17 in 2007, Platz 36 in 2008 und Platz 87 in 2009.

Im Januar 2011 erklärten Harding und DJ Tom Crane ihre Verlobung, sie waren seit Juni 2007 zusammen und liiert. Sie verbrachten Weihnachten und den Neujahrsabend 2010 im Urlaub auf den Malediven.[27]

Filmografie[Bearbeiten]

Einzelnachweise[Bearbeiten]

  1. a b Angella Johnson: Sarah Harding's father's first interview: 'I don't want her money. All I want is some connection with my daughter'. In: Daily Mail, 1. März 2009. Abgerufen am 28. Juli 2011. 
  2. a b c 'My father is dead to me'
  3. http://www.mirror.co.uk/celebs/news/2009/04/22/life-and-soul-of-the-party-115875-21297975/
  4. http://www.mirror.co.uk/news/top-stories/2009/04/25/life-and-soul-of-the-party-115875-21306942/
  5. Girls Aloud top festive chart. In: BBC News, BBC, 23. Dezember 2002. Abgerufen am 24. Februar 2008. 
  6. Cheryl Cole Attending Kimberley Walsh 26th Brithday Party. In: The Insider, 26. November 2007. Abgerufen am 11. Juni 2010. 
  7. Neil Wilkes: Girls Aloud prepare for album release. In: Digital Spy. Hachette Filipacchi Médias. 30. April 2003. Abgerufen am 9. Mai 2010.
  8. Certified Awards - Sound of the Underground (Platinum). British Phonographic Industry. 28. November 2003. Archiviert vom Original am 18. Oktober 2007. Abgerufen am 9. Mai 2010.
  9. Take That shine among IFPI Platinum elite. In: Music Week. United Business Media. 29. Januar 2009. Abgerufen am 30. Januar 2009.
  10. Girls Aloud win Best British Single at the BRITs. In: NME. IPC Media. 18. Februar 2009. Abgerufen am 21. August 2009.
  11. BBC - Music - Girls Aloud. In: BBC Online. BBC. Abgerufen am 9. Mai 2010.
  12. The 10 richest reality TV stars (Version vom 13. Februar 2010 im Internet Archive) (The Times, 31. Mai 2009)
  13. Girls Aloud deny split rumours. In: New Musical Express. IPC Media. 16. Juli 2009. Abgerufen am 3. September 2009.
  14. Sales, Dan: Girls Aloud will not perform for two years. Daily Star. 30. August 2010. Abgerufen am 28. Juli 2011.
  15. Sarah Harding Announces Solo Album. www.mtv.co.uk. Abgerufen am 22. März 2010.
  16. Harding talks about new album to The Mirror
  17. Sarah Harding to quit Girls Aloud?. Now magazine. Abgerufen am 20. September 2009.
  18. Sarah Harding already recorded solo songs
  19. Can't say what she is recording, but is really excited
  20. It's Sarah Bra-ding. In: The Sun, 5. September 2006. Abgerufen am 20. September 2009. 
  21. That's a first … For once, Sarah Harding's the sober one. In: Daily Mail, 5. Februar 2008. Abgerufen am 28. Juli 2011. 
  22. They´re Aloud colours Girls. In: The Sun, 9. Mai 2007. Abgerufen am 28. Juli 2011. 
  23. Sexy Girl Sarah Does A Runner. In: The Sun, 12. Oktober 2006. Abgerufen am 20. September 2009. 
  24. http://www.imdb.com/character/ch0152241/
  25. Emily Sheridan: Quick change Sarah Harding goes from 'naughtiest' schoolgirl in slinky black dress to a hot pink mini at St Trinian's premiere. In: Daily Mail, 16. Dezember 2009. Abgerufen am 28. Juli 2011. 
  26. http://www.manchestereveningnews.co.uk/lifestyle/health_and_beauty/health_and_beauty_reviews/s/212/212404_girls_alouds_sarah_confesses_all.html
  27. http://www.mtv.co.uk/artists/girls-aloud/news/251941-sarah-harding-girls-aloud-engaged