Saransk
| Stadt
Saransk
Саранск
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Saransk (russisch Сарaнск, mordwinisch Saran osch (Саран ош)) ist eine Stadt in Russland und Hauptstadt der Republik Mordwinien mit 296.054 Einwohnern (2009).
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Inhaltsverzeichnis |
[Bearbeiten] Geografie und Stadtgliederung
Saransk liegt im europäischen Teil Russlands und 642 km südöstlich von Moskau, am linken Ufer des Alatyr-Zuflusses Insar aus dem Flusssystem der Wolga. Die Entfernung zur nächstgelegenen Großstadt Pensa beträgt rund 150 km, die größte unter den benachbarten Ortschaften ist die Stadt Rusajewka etwa 25 km südwestlich gelegen.
Das Stadtgebiet von Saransk ist in drei Bezirke unterteilt: Rajon Lenin, Rajon Oktober und Rajon Proletarski.
[Bearbeiten] Geschichte
Saransk entstand aus einer Siedlung, die 1641 als Fort an der südöstlichen Grenze des Russischen Zarentums errichtet wurde. Diese Gegend war zuvor vorwiegend vom finno-ugrischen Volk der Mordwinen besiedelt. Dementsprechend entstammt der Ortsname der mordwinischen Sprache, wo sara so viel wie „Sumpf“ bedeutet, was die hiesige Landschaft treffend zu beschreiben vermochte.
1651 wurde die Festung zur Kreisstadt erhoben. 1670 fiel sie zeitweilig an die aufständischen Bauern um Stenka Rasin, und auch im Pugatschow-Bauernaufstand hundert Jahre später diente Saransk den Rebellen als einer der Stützpunkte. Zu jener Zeit lebten auf dem annähernd rechteckigen Festungsgelände vorwiegend Kosaken und Strelizen.
Nach der Ausdehnung der Grenzen des Zarenreichs bis zum 18. Jahrhundert verlor die Stadt ihre militärische Bedeutung. Seit diesen Zeiten entwickelte sich hier der Handel (vorwiegend mit Ledern, Wachserzeugnissen und landwirtschaftlichen Produkten) und kleinere Industrie. Im 19. Jahrhundert wurde Saransk dreimal von Großbränden verwüstet und danach neu erbaut. Mitte des 19. Jahrhunderts gab es in der Stadt etwa zwei Dutzend Manufakturen und bereits deutlich über 10.000 Einwohner.
Die Verlegung der Eisenbahnlinie von Moskau nach Kasan über Saransk im Jahre 1893 steigerte die Bedeutung des Ortes als Handelsstadt erheblich. Anfang des 20. Jahrhunderts galt Saransk als eines der Zentren der revolutionären Bewegung der Wolga-Region.
Am 20. Dezember 1934 wurde Saransk zur Hauptstadt der neu gebildeten Mordwinischen Autonomen Sozialistischen Sowjetrepublik. In den 1960er- und 1970er-Jahren wurde die Altstadt umgestaltet.
Partnerstädte sind Botewgrad in Bulgarien sowie Gorzów Wielkopolski und Sieradz in Polen.[1]
[Bearbeiten] Wirtschaft und Verkehr
Das heutige Saransk gilt als bedeutende Industriestadt mit Maschinen- und Waggonbau, Metallurgie, Baustoffherstellung, Leicht- und Nahrungsmittelindustrie. In der Stadt sind mehrere Forschungsinstitute sowie Hochschulen, darunter die Staatliche Mordwinische Universität, ansässig.
Außerdem ist Saransk ein Eisenbahnknotenpunkt und verfügt über einen Regionalflughafen. Im innerstädtischen öffentlichen Verkehr spielt das 1966 eröffnete Oberleitungsbusnetz eine wichtige Rolle.
[Bearbeiten] Sehenswürdigkeiten
- Der Fernsehsendemast Saransk ist ein 1961 errichteter, 180 m hoher abgespannter Stahlrohrmast zur Verbreitung von UKW- und Fernsehprogrammen. Er ist in zwei Ebenen mit je vier mit einem Laufsteg ausgestatteten Querträgern ausgestattet, die von der Maststruktur zu den Abspannseilen führen und auch Antennen tragen[2].
- Theodor-Kathedrale
- St.-Johannes-Kirche
- Heimatmuseum
- Museum der mordwinischen Kultur
[Bearbeiten] Sport
Einer der bekanntesten Sportvereine der Stadt ist der Fußballklub Mordowia Saransk, der in der Ersten russischen Division spielt.
[Bearbeiten] Söhne und Töchter der Stadt
- Laryssa Chmjalnizkaja (* 1971), Leichtathletin (Geherin)
- Wladimir Filatow (1875–1956), Chirurg
- Stanislaw Jemeljanow (* 1990), Leichtathlet (Geher)
- Anissja Kirdjapkina (* 1989), Geherin
- Gusel Manjurowa (* 1978), Ringerin
- Sergei Morosow (* 1988), Leichtathlet (Geher)
- Denis Nischegorodow (* 1980), Leichtathlet (Geher)
- Irina Stankina (* 1977), Leichtathletin
- Sergei Wolkow (* 1974), Schachspieler
Der Philosoph, Literatur- und Kunsttheoretiker Michail Bachtin lebte (mit Unterbrechungen) von 1936 bis 1961 in Saransk, wo er am Mordwinischen Pädagogischen Institut wirkte.
[Bearbeiten] Einzelnachweise
- ↑ Offizielle Webseite der Stadtverwaltung (russisch)
- ↑ http://www.radioscanner.ru/uploader/2006/antsaransk.jpg
[Bearbeiten] Weblinks
- Inoffizielle Website (russisch)
- Saransk auf mojgorod.ru (russisch)
- Stadtführer Saransk (russisch)
Hauptstadt: Saransk
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