Sarasm

aus Wikipedia, der freien Enzyklopädie
Wechseln zu: Navigation, Suche

Sarasm oder Sarazm (dt. "wo das Land beginnt") ist ein archäologischer Fundplatz in Tadschikistan.

Die protourbane Siedlung in der heutigen Nordwestprovinz Sughd 15 Kilometer westlich von Pandschakent entstand etwa 3500 v. Chr. und war in der Kupfersteinzeit bis etwa 2000 v. Chr. eine der bedeutendsten zentralasiatischen Metallproduktionsstätten mit einer Größe von 100 Hektar.[1] Die Ruinen zeigen die Proto-Urbanisierung in der Region. Das Zentrum der Siedlung, eine der ältesten in Zentralasien, liegt zwischen einer bergigen Region die sich für Viehzucht durch nomadische Hirten eignet, und einem großen Tal, das die Entwicklung der Landwirtschaft und der Bewässerung der ersten sesshaften Bevölkerung in der Region begünstigte.

Die Stätte wurde erst 1976 entdeckt und ab 1977 von einheimischen und französischen Archäologen ausgegraben. 2010 wurde der Fundplatz als erste Stätte in Tadschikistan von der UNESCO als Weltkulturerbe anerkannt.

Einzelnachweise[Bearbeiten]

  1. Cultures of Central Asia

Weblinks[Bearbeiten]

39.51666666666767.566666666667Koordinaten: 39° 31′ 0″ N, 67° 34′ 0″ O