Sari Essayah

aus Wikipedia, der freien Enzyklopädie
Wechseln zu: Navigation, Suche
Sari Essayah

Sari Miriam Essayah (* 21. Februar 1967 in Haukivuori) ist eine ehemalige finnische Leichtathletin und zurzeit Abgeordnete im Europaparlament für die Christdemokratische Partei.

Sport[Bearbeiten]

Sari Essayah, Kind eines marokkanischen Vaters und einer finnischen Mutter, begann ihre internationale Karriere als Geherin 1987 mit einem neunzehnten Platz im 10–km–Gehen auf der Straße bei den Weltmeisterschaften. Ihre erste Medaille gewann sie mit einem dritten Platz über 5.000 Meter auf der Bahn bei der Universiade 1989 in Duisburg. Im 10–km–Gehen auf der Straße folgte 1990 ein fünfter Platz bei den Europameisterschaften. 1991 gewann sie bei der Universiade und erreichte bei den Weltmeisterschaften den dritten Platz. Bei den Olympischen Spielen 1992 belegte sie den vierten Platz.

Ihren größten Erfolg feierte Sari Essayah erneut in Deutschland bei den Weltmeisterschaften 1993 in Stuttgart. Sie gewann in 42:59 min mit neun Sekunden Vorsprung auf die Italienerin Ileana Salvador. 1994 folgte der Titelgewinn bei den Europameisterschaften in Helsinki. In 42:37 min gewann sie mit sechs Sekunden Vorsprung auf die Italienerin Annarita Sidoti. 1995 lag Sari Essayah bei den Weltmeisterschaften nur sieben Sekunden hinter Gold, belegte in 42:20 min aber nur den vierten Platz. Zum Abschluss ihrer Karriere nahm Sari Essayah an den Olympischen Spielen 1996 teil und erreichte Platz 16.

Politik[Bearbeiten]

Nach ihrer Sportkarriere ging Sari Essayah in die Politik. Sie wurde für die Christdemokraten in den Reichstag gewählt und übernahm den Fraktionsvorsitz. Bei der Parlamentswahl im März 2007 verfehlte sie eine Wiederwahl. Bei der Europawahl 2009 gewannen die Christdemokraten ein Mandat, das Sari Essayah wahrnimmt. Essayah ist in der Fraktion der Europäischen Volkspartei (Christdemokraten) und als Mitglied im Ausschuss für Beschäftigung und soziale Angelegenheiten, in der Delegation für die Beziehungen zu Israel und der Delegation in der Parlamentarischen Versammlung der Union für den Mittelmeerraum tätig.[1]

Bei der Präsidentschaftswahl 2012 kandidierte Essayah für das Präsidentenamt. Sie erhielt 2,5 % der Stimmen, womit sie das Wählerpotenzial der Christdemokraten nicht auszuschöpfen vermochte.

Literatur[Bearbeiten]

  • Ekkehard zur Megede: The Modern Olympic Century 1896-1996 Track and Fields Athletics. Berlin 1999 (publiziert über Deutsche Gesellschaft für Leichtathletik-Dokumentation e.V.)

Weblinks[Bearbeiten]

 Commons: Sari Essayah – Sammlung von Bildern, Videos und Audiodateien

Quellen[Bearbeiten]

  1. Website des Europäischen Parlaments