Sasbach am Kaiserstuhl

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Wappen Deutschlandkarte
Wappen der Gemeinde Sasbach am Kaiserstuhl
Sasbach am Kaiserstuhl
Deutschlandkarte, Position der Gemeinde Sasbach am Kaiserstuhl hervorgehoben
48.1394444444447.6172222222222181Koordinaten: 48° 8′ N, 7° 37′ O
Basisdaten
Bundesland: Baden-Württemberg
Regierungsbezirk: Freiburg
Landkreis: Emmendingen
Höhe: 181 m ü. NN
Fläche: 20,78 km²
Einwohner: 3393 (31. Dez. 2007)[1]
Bevölkerungsdichte: 163 Einwohner je km²
Postleitzahl: 79361
Vorwahlen: 07642 Jechtingen 07662
Kfz-Kennzeichen: EM
Gemeindeschlüssel: 08 3 16 038
Gemeindegliederung: 3 Ortsteile
Adresse der Gemeindeverwaltung: Hauptstraße 15
79361 Sasbach am Kaiserstuhl
Webpräsenz:
Bürgermeister: Jürgen Scheiding
Lage der Gemeinde im Landkreis Emmendingen
Karte

Sasbach am Kaiserstuhl ist eine Gemeinde im Landkreis Emmendingen in Baden-Württemberg.

Inhaltsverzeichnis

[Bearbeiten] Geografie

[Bearbeiten] Geographische Lage

Die Weinbau- und Feriengemeinde Sasbach liegt am Fuß des Kaiserstuhls direkt an der deutsch-französischen Grenze am Rhein in der Mitte zwischen dem Schwarzwald im Osten und den Vogesen im Westen, rund 25 Autominuten entfernt von Freiburg im Breisgau.

[Bearbeiten] Nachbargemeinden

Nachbargemeinden sind (von Norden im Uhrzeigersinn): Wyhl am Kaiserstuhl, Forchheim, Endingen, Riegel, Bahlingen, alle im Landkreis Emmendingen, Vogtsburg, Landkreis Breisgau-Hochschwarzwald sowie Artzenheim und Marckolsheim im französischen Elsass.

[Bearbeiten] Gemeindegliederung

Zu Sasbach am Kaiserstuhl bestehend aus den ehemaligen Gemeinden Jechtingen, Leiselheim und Sasbach gehören sechs Dörfer, Zinken und Höfe. Zur ehemaligen Gemeinde Jechtingen gehören das Dorf Jechtingen und das Gehöft Sponeck(hof). Zur ehemaligen Gemeinde Leiselheim gehört das Dorf Leiselheim. Zu ehemaligen Gemeinde Sasbach gehören das Dorf Sasbach, der Zinken Am Rhein und das Gehöft Am Eichert. Im Gemeindeteil Jechtingen liegt die abgegangene Burg Sponeck.[2]

[Bearbeiten] Geschichte

Am 1. April 1974 wurde die Gemeinde Leiselheim eingemeindet. Die Eingemeindung von Jechtingen erfolgte am 1. Januar 1975.

[Bearbeiten] Sasbach

Die Siedlungsgeschichte des Hauptortes Sasbach geht bereits auf die Römerzeit zurück, damals wurde auf dem nahe gelegenen Limberg ein Kastell errichtet.

Die erste urkundliche Erwähnung des Ortes stammt jedoch aus dem Jahre 839. Während Sasbach schon seit Anfang des 19. Jahrhunderts zum Landkreis Emmendingen (früher Oberamt Emmendingen) gehörte, gehörten Leiselheim und Jechtingen bis zur Eingemeindung zum ehemaligen Landkreis Freiburg.

Rechtsgeschichte hat die Gemeinde in einem Verfahren vor dem Bundesverfassungsgericht geschrieben, in dem sie sich gegen die Errichtung eines Kernkraftwerks auf unmittelbar angrenzender Wyhler Gemarkung wehrte. Im sogenannten Sasbach-Beschluss verwarf das Gericht die Verfassungsbeschwerde der Gemeinde als offensichtlich unbegründet. Seitdem ist klargestellt, dass Gemeinden nicht grundrechtsberechtigt sind, dass insbesondere die Eigentumsfreiheit nicht das Privateigentum schützt, „sondern das Eigentum Privater“ (BVerfGE 61, 82 (108)).

1976 fand in Sasbach die weltweit erste große Solar- Alternativenergie- und Umweltmesse des BUND und der badisch-elsässischen Bürgerinitiativen statt, die Sonnentage.Der BUND und die BI’s wollten mit der erfolgreichen ersten Ökomesse Alternativen zur Atomenergie aufzeigen.

Auf einem Ausläufer des Kaiserstuhls befinden sich die Reste der 1239 erwähnten Burg Limburg.

[Bearbeiten] Jechtingen

Jechtingen Funde aus der Jungsteinzeit bestätigen, dass hier bei Jechtingen am Westrand des Kaiserstuhls schon seit Jahrtausenden Menschen lebten. Später ließen sich in Jechtingen Römer nieder, denn hier verlief wegen des Rheinübergangs bei Jechtingen eine wichtige Verbindung der Römer von Westen nach Osten am nördlichen Rand des Kaiserstuhls entlang in den Schwarzwald (Elztal) hinein. Die Endung "ingen" zeigt, dass sich nach dem Abzug der Römer Alemannen niederließen. Urkundlich erwähnt wird der Ort im 13. Jahrhundert. Ab 1350 ist Jechtingen Habsburgisch, ab 1805 badisch. Jechtingen zählt heute ca. 1000 Einwohner.[3]

[Bearbeiten] Leiselheim

Leiselheim Der Ort Leiselheim ist altes fränkisches Königsgut, und die Bewohner genossen hier im Mittelalter mehr Freiheiten als anderswo. Die Nähe zur mittelalterlichen Burg Sponeck, der Rheinübergang und auch die römischen Funde zeigen, dass die Umgebung schon seit mehr 2000 Jahren besiedelt ist und von großer Bedeutung war. Leiselheim zählt heute ca. 400 Einwohner.[4]

[Bearbeiten] Eingemeindungen

  • 1974: Jechtingen, Leiselheim

[Bearbeiten] Religionen

In Sasbach und Jechtingen gibt es jeweils eine römisch-katholische Pfarrgemeinde, in Leiselheim eine evangelische Kirchengemeinde.

[Bearbeiten] Sport

Fußballverein des Ortes Sasbach ist der FV Sasbach. Die erste Mannschaft des FV Sasbach spielt in der Landesliga, die zweite Mannschaft in der Kreisliga B.

Die Sportstätte des Wasserskiclub Breisgau an und auf dem Altrhein bei Sasbach am Kaiserstuhl liegt in unmittelbarer Nähe des Grenzüberganges von Sasbach am Rhein nach Marckolsheim in Frankreich

[Bearbeiten] Wirtschaft und Infrastruktur

[Bearbeiten] Bildung

Die Gesamtgemeinde Sasbach verfügt über eine zweizügige Grundschule.Unterrichtet wird derzeit in den Schulgebäuden der Ortsteile Jechtingen und Sasbach. Das im Ortsteil Leiselheim zur Verfügung stehende Schulgebäude wurde bis Juli 2007 durch die GHS Wyhl genutzt.

In den Ortsteilen Jechtingen und Sasbach gibt es jeweils einen Kindergarten. Diese werden in öffentlicher Trägerschaft durch die Gemeinde betrieben.

[Bearbeiten] Persönlichkeiten

  • Hans Adolf Bühler (* 4. Juni 1877 in Steinen; † 19. Oktober 1951 auf Burg Sponeck bei Jechtingen) war ein deutscher Maler.
  • Albert Schneider „Albert-o“ Kunstmaler in Jechtingen

[Bearbeiten] Söhne und Töchter der Stadt

  • Emil Gött (* 13. Mai 1864 in Jechtingen; † 13. April 1908 in Freiburg im Breisgau) war ein deutscher Schriftsteller.
  • Carl Friedrich Meerwein (* 2. August 1737 in Leiselheim; † 6. Dezember 1810 in Emmendingen) war ein deutscher Baumeister und Konstrukteur eines Flugapparats.

[Bearbeiten] Einzelnachweise

  1. Statistisches Landesamt Baden-Württemberg: Bevölkerungsstand
  2. Das Land Baden-Württemberg. Amtliche Beschreibung nach Kreisen und Gemeinden. Band IV: Regierungsbezirk Freiburg Kohlhammer, Stuttgart 1978, ISBN 3-17-007174-2. S. 236–238
  3. http://www.sasbach-am-kaiserstuhl.de/gesamt/ort_ortsteile/jechtingen/jechtingen.html
  4. http://www.sasbach-am-kaiserstuhl.de/gesamt/ort_ortsteile/leiselheim/leiselheim.html

[Bearbeiten] Weblinks

Commons Commons: Sasbach – Sammlung von Bildern, Videos und Audiodateien
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