Sascha Gura

aus Wikipedia, der freien Enzyklopädie
Wechseln zu: Navigation, Suche
Sascha Gura, Fotografie (um 1922) von Alexander Binder

Sascha Gura (* 9. Juni 1896 als Eugenie Theresia Gura in München; † unbekannt) war eine deutsche Schauspielerin.

Leben[Bearbeiten]

Die Tochter des Sängers und Schauspielers Hermann Gura und Enkelin des Sängers und Schauspielers Eugen Gura hatte sich künstlerisch an der Königliche Hochschule für Musik ausbilden lassen. Ihre Laufbahn begann sie während des Ersten Weltkriegs an der Operette, später (seit dem 1. Oktober 1921) feierte sie auch Erfolge an Berlins Komischer Oper.

Beim Film seit dem Frühjahr 1919 aktiv, war Sascha Gura fünf Jahre lang eine vielbeschäftigte Hauptdarstellerin in düsteren Dramen und Abenteuergeschichten. Für vier Hauptrollen in zwei Heinz-Hanus-Inszenierungen der Astoria-Film – drei in dem Adelsdrama Unter der Knute des Schicksals, eine in der Romanverfilmung Wie Satan starb – ging sie 1920 nach Wien. Nach zwei Verpflichtungen beim Tonfilm geriet die Künstlerin, die von den Nationalsozialisten wegen ihrer jüdischen Herkunft ins Abseits gedrängt wurde, in Vergessenheit. Über ihren weiteren Lebensweg ist derzeit nichts bekannt.

Filmografie[Bearbeiten]

  • 1919: Totentanz
  • 1919: Phantome des Lebens
  • 1919: Das schöne Geheimnis
  • 1920: Der Bucklige und die Tänzerin
  • 1920: Das Haupt des Juarez
  • 1920: Teufel und Circe
  • 1920: Unter der Knute des Schicksals
  • 1920: Wie Satan starb
  • 1921: Die Liebschaften des Hektor Dalmore
  • 1921: Das Attentat
  • 1921: Millionenraub
  • 1921: Der Fürst der Berge
  • 1922: Frau Sünde
  • 1922: Zwei Welten
  • 1922: Der Roman einer Halbweltdame
  • 1922: Im Glutrausch der Sinne
  • 1922: Mignon
  • 1924: Das Spiel mit dem Schicksal
  • 1924: Menschen im Nebel
  • 1924: Die Frau in Versuchung
  • 1924: Höhenfieber
  • 1932: Trenck
  • 1934: Grüß’ mir die Lore noch einmal

Weblinks[Bearbeiten]