Sascha Stiehler

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Sascha Stiehler in Leipzig (2010)

Sascha Stiehler (* 27. Januar 1988 in Zwickau) ist ein deutscher Pianist und Komponist.

Leben[Bearbeiten]

Mit sechs Jahren erhielt Sascha Stiehler seinen ersten klassischen Klavierunterricht, ab dem 14. Lebensjahr begann er mit Jazzklavier. Er besuchte von 1998 bis 2006 das Musikspezialgymnasium „Clara-Wieck“ in Zwickau. Zwischen 2004 und 2006 war er Mitglied des Landesjugendjazzorchesters Sachsen.

Von 2004 bis 2006 war Stiehler Nachwuchsförderklassenstudent an der Hochschule für Musik und Theater „Felix Mendelssohn Bartholdy“ Leipzig. Seit 2006 absolviert er dort sein Studium im Fach Jazzpiano bei Richie Beirach. 2005 nahm er erfolgreich am Bundeswettbewerb Jugend jazzt teil.

2007 gründete Sascha Stiehler mit Saxofonisten Antonio Lucaciu, Schlagzeuger Jan Roth und Bassisten Matthias Eichhorn das Quartett „Change Request“. Zusammen mit Antonio Lucaciu, Robert Lucaciu und dem Jazzclub Leipzig e.V. leitet und initiierte er 2010 den „Liveclub Telegraph“ in Leipzig.[1] [2] Im gleichen Jahr gründete er mit Antonio und Robert Lucaciu das Musiklabel Egolaut.[3] 2011 spielte er mit Norman Sinn als Support der Herbert Grönemeyer-Tour.

Seit 2011 initiiert Sascha Stiehler zusammen mit Antonio Lucaciu, dem Sächsichen Musikrat und der Landesmusikakademie Sachsen den jährlich stattfindenden Workshop "Jazz und improvisierte Musik" für junge Musiktalente aus Mitteldeutschland.

Im April 2012 veröffentlichte das Duo Stiehler/Lucaciu das Album "Clara Park". Die anschließende "Duo trifft Freunde"-Tour mit über 30 Konzerten wurde nach einem Aufruf der Band ausschließlich von Fans organisiert. Im Mai desselben Jahres war Sascha Stiehler zusammen mit Antonio Lucaciu, Robert Lucaciu und Cornelius Häschel künstlerischer Leiter des 13. Greizer Jazzwerks.

Sascha Stiehler und Antonio Lucaciu initiieren im Leipziger Stadtteil Plagwitz das „Egolauthaus“. Das Künstlerhaus dient der gegenseitigen Vernetzung und dem Austausch von Anhängern der Kreativwirtschaft aus den Bereichen Musik, Design, Fotografie etc.

2013 komponierte Sascha Stiehler zusammen mit Antonio Lucaciu im Auftrag des 34. Deutschen Evangelischen Kirchentages das Werk "Soviel du brauchst" für Streichensemble, Chor, Schlagwerk, Klavier und Saxofon. Die Uraufführung an der Binnenalster und am Hafenbecken in Hamburg am 1. Mai 2013 erlebten über 250.000 Menschen. Zeitgleich erschien das Werk beim Musiklabel Egolaut auf CD.

Am 1. Oktober 2013 veröffentlichte das Duo Stiehler/Lucaciu das Album "Kompott geht immer" und ging damit auf zweimonatige Deutschlandtournee.


Auszeichnungen und Preise[Bearbeiten]

  • 2005 Staatsministerpreis des Freistaates Sachsen mit der Formation „Jazzodron“
  • 2008 Internationaler Jazzpreis Straubing
  • 2009 Leipziger Jazznachwuchspreis (gemeinsam mit seinem Duopartner Antonio Lucaciu)[4] [5]
  • 2009 Preis der Hans und Eugenia Jütting-Stiftung Stendal [6]
  • 2009 2. Preis mit dem „Ring Quartett“ beim Internationalen Jazzpreis Burghausen
  • 2010 Zweiter Platz beim Biberacher Jazzpreis [7]
  • 2010 3. Preis mit dem „Ring“ Quartet beim Internationalen Jazzpreis Hoeillaart

Diskografie[Bearbeiten]

  • „EP“ – Change Request (2008)
  • „Die erträgliche Leichtigkeit des Seins“ – Change Request (2010)
  • „Traumfresserchen“ – Duo Stiehler/Lucaciu (2010)
  • „Ya Tashus“ – Evgeny Ring Quartett (2011) [8]
  • „Was macht Sinn“ – Norman Sinn (2011)
  • „Clara Park“ – Duo Stiehler/Lucaciu (2012)
  • „Soviel Du brauchst“ – Duo Stiehler/Lucaciu (2013)
  • „Kompott geht immer“ – Duo Stiehler/Lucaciu (2013)

Weblinks[Bearbeiten]

Einzelnachweise[Bearbeiten]

  1. Artikel über die Leipziger Jazz-Szene, Jazzthing (Juli/August 2011)
  2. Hörfunkbeitrag über die Eröffnung des Liveclub Telegraph, Radio Mephisto (8. April 2010)
  3. Sascha Stiehler und das Leipziger Musiklabel EGOLAUT, Leipziger Internet Zeitung (28. Februar 2011)
  4. Verleihung des Leipziger Jazznachwuchspreises
  5. NMZ über die Preisträger des Leipziger Jazznachwuchspreises der Marion Ermer Stiftung
  6. General Anzeiger Stendal über das Preisträgerkonzert (3. April 2010)
  7. Schwäbische Zeitung über die Preisträger (24. April 2010; PDF; 27 kB)
  8. Artikel über die CD-Neuerscheinung, Jazzthing (21. Januar 2011)