Sassenberg
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| Wappen | Deutschlandkarte | ||
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| Basisdaten | |||
| Bundesland: | Nordrhein-Westfalen | ||
| Regierungsbezirk: | Münster | ||
| Kreis: | Warendorf | ||
| Höhe: | 60 m ü. NN | ||
| Fläche: | 78,08 km² | ||
| Einwohner: | 14 331 (31. Dez. 2007)[1] | ||
| Bevölkerungsdichte: | 184 Einwohner je km² | ||
| Postleitzahl: | 48336 | ||
| Vorwahlen: | 02583 (Sassenberg) 05426 (Füchtorf) |
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| Kfz-Kennzeichen: | WAF | ||
| Gemeindeschlüssel: | 05 5 70 036
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| Adresse der Stadtverwaltung: | Schürenstraße 17 48336 Sassenberg |
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| Webpräsenz: | |||
| Bürgermeister: | Josef Uphoff (CDU) | ||
| Lage der Stadt Sassenberg im Kreis Warendorf | |||
Die Stadt Sassenberg ist Kreisangehörige Stadt im Nordosten des Kreises Warendorf im Münsterland.
Inhaltsverzeichnis |
[Bearbeiten] Geografie
Die Stadt Sassenberg liegt 6 km nordöstlich der Kreisstadt Warendorf an der Hessel. Hier schneiden sich die Bundesstraßen 475, 476 und 513. In ihrer jetzigen Ausdehnung besteht sie seit der kommunalen Neugliederung im Jahre 1969. Sie wurde gebildet aus der Stadt Sassenberg, der früheren Gemeinde Füchtorf und den größten Teilen der Gemeinden Dackmar und Gröblingen.
[Bearbeiten] Geschichte
Die Geschichte der Stadt Sassenberg beginnt vor Christus, als die umliegenden Bauern sich auf den damals sumpfigen Flächen der heutigen Stadt Sassenberg vor Soldaten aus Münster versteckten. Besiedelt wurde Sassenberg aber erst viele Jahrhunderte später.
Die alte Titularstadt Sassenberg war in der 2. Hälfte des 17. Jahrhunderts Residenzstadt der Fürstbischöfe von Münster, bevor sie 1803 zu Preußen kam.
Im Zuge der beginnenden Industrialisierung wurde durch die Gründung einer Kammgarnspinnerei und Färberei im Jahre 1858 ein neuer wirtschaftlicher Aufschwung eingeleitet.
In der jüngeren Vergangenheit führte die Ansiedlung neuer Gewerbebetriebe zu einer guten Wirtschaftsentwicklung, die durch die Schaffung optimaler infrastruktureller Voraussetzungen in den letzten Jahren noch ausgebaut werden konnte
[Bearbeiten] Wappen
Das Wappen wurde der alten Gemeinde am 16. Januar 1939 verliehen und am 16. Dezember 1969 zur Weiterführung genehmigt.
Es zeigt in Rot drei aufgerichtete goldene Kurzschwerter über einem goldenen Dreiberg im Schildfuß. Die Kurzschwerter (Sassen = Sax und) der Dreiberg sind als redende Symbole für den Ortsnamen (Sachsenberg) in das Wappen aufgenommen.
[Bearbeiten] Sehenswürdigkeiten
- Pfarrkirche St. Johannes Evangelist. Die Kirche wurde von 1678 unter dem Fürstbischof Christoph Bernhard Graf von Galen erbaut. Es handelt sich um eine einfache Hallenkirche aus verputztem Backstein in gotisierenden Formen. Der ehemals nur mit einem Dachreiter versehene Bau erhielt 1913/14 einen neuen Turm und zwei seitliche Anbauten. Zur barocken Ausstattung gehören zwei Seitenaltäre aus der 2. Hälfte des 17. Jahrhunderts. Am 22. Juni 2008 wurde die neue Orgel in der Pfarrkirche St. Johannes Ev. feierlich geweiht (gebaut von der Fa. Hermann Eule Orgelbau, Bautzen).
- Haus Schücking, Hauptstraße 38. Der kleine eingeschossige Backsteinbau mit Walmdach wurde 1754 für den bischöflichen Kanzler Engelbert Schücking erbaut. Die Pläne entwarf der bedeutende westfälische Barockbaumeister Johann Conrad Schlaun. Das Haus wurde 1882 verändert.
- Fürstliche Mühle (Begegnungsstätte). Der ursprünglich eingeschossige Bruchsteinbau von 1578 wurde 1865 und 1948 durch zwei weitere Geschosse erhöht.
- Die ehemalige Landesburg wurde 1305 erstmals urkundlich erwähnt. Bereits seit dem Ende des 18. Jahrhunderts wurde die Hauptburg abgetragen. Von der ab 1698 durch Bischof Friedrich Christian von Plettenberg neu errichteten Vorburg blieben nur geringe Reste erhalten, die im 19. Jahrhundert in ein Spinnereigebäude (heute Firma Gebrasa) einbezogen wurden. Sie sind dort noch heute sichtbar.
- Lappenbrink 18. Eingeschossiges Giebelhaus. Das aus 16. Jahrhundert stammende Gerüst wurde im 18. Jahrhundert wieder verwendet.
- Altes Zollhaus, Schürenstraße 6. Der giebelständige Fachwerkbau wurde 1734 als Bürgerhaus erbaut. Im 19. Jahrhundert wurde das einstige Dielenhaus zu einem Flurhaus umgebaut und später um Anbauten erweitert. Das Innere enthält noch eine barocke Stuckdecke, die man auch als Kölner Decke bezeichnet. Das Haus wird zurzeit von dem Verein "Stadtprojekt Sassenberg" restauriert und soll später einmal Ausstellungsszwecken dienen.
- Doppelschlossanlage Harkotten im Stadtteil Füchtorf
- → Hauptartikel: Schloss Harkotten
[Bearbeiten] Religion
- In Sassenberg/Füchtorf befinden sich zwei katholische Kirchen (St. Johannes Ev., Sassenberg, und St. Mariä Himmelfahrt, Füchtorf), eine evangelische Kirche (Gnadenkirche) und eine Baptistenkirche.
[Bearbeiten] Persönlichkeiten
Folgende Persönlichkeiten haben bzw. hatten ihren Wohnsitz in Sassenberg bzw. Füchtorf:
- Luigi Colani, Designer
- Dieter Sieger, Designer
- Levin Schücking, deutscher Schriftsteller, enger Vertrauter und Herausgeber von Annette-von-Droste-Hülshoff
- Monica Theodorescu, erfolgreiche Dressurreiterin
- Joseph Uphues, Bildhauer
[Bearbeiten] Wirtschaft und Infrastruktur
[Bearbeiten] Wirtschaft
In Sassenberg und Füchtorf ansässig sind u. a. folgende Unternehmen:
- Westfälische Fleischwarenfabrik Stockmeyer GmbH & Co. KG; Tochter der heristo AG), Füchtorf
- BauschLinnemann GmbH (Möbeloberflächen), Tochter der Surteco AG
- technotrans AG (Druckmaschinen-Zulieferer und Softwarelieferant für Dokumentenmanagement)
- LMC Caravan GmbH & Co. KG und T.E.C. (Wohnwagen und -mobile; beide Töchter der Hymer AG)
- sieger design GmbH & Co. KG, Füchtorf
- Terra Select GmbH & Co. KG (Trommelsiebmaschinen und Windsichter)
- Gerco Apparatebau GmbH & Co. KG ( Heizkessel u. Kamine, Vorwärm- u. Fördergeräte)
- Krassort Maschinenbau GmbH
- Sanicare (Versandapotheke), Füchtorf
- B. Ellebracht GmbH, Befestigungstechnik
- Scheffer Metallbautechnik GmbH
- Scheffer Krantechnik
[Bearbeiten] Verkehr
Sassenberg ist Knotenpunkt der Bundesstraßen B 475, B 476 und B 513. Die B 475 ist im Bereich der Stadtmitte und dem Ortsteil Füchtorf als Umgehungsstraße ausgebaut. So ermöglicht diese Strecke eine recht schnelle Verbindung zur Kreisstadt Warendorf und in den Osnabrücker Raum.
Planungen, die B 476 als Umgehungsstraße nördlich des "Naherholungsgebiets Feldmark" zu führen, um den Durchgangsverkehr zu reduzieren, wurden vorerst verworfen.
[Bearbeiten] Landwirtschaft
Im Ortsteil Füchtorf dominiert der Spargel-Anbau. In der Interessengemeinschaft Füchtorfer Spargelanbauer sind 15 Höfe organisiert.
[Bearbeiten] Freizeit
[Bearbeiten] Erholungsgebiet Feldmark
Das Erholungsgebiet Feldmark ist Teil des Erholungsschwerpunktes im Raum Sassenberg/Versmold. Es befindet sich nordöstlich von Sassenberg und hat eine Größe von insgesamt 114 ha. Im Zentrum des Erholungsgebietes liegt der Feldmarksee. Er hat eine Wasserfläche von rund 13 ha und verfügt außerdem über eine Vogelschutzinsel. In den Sommermonaten ist ein Teil des Sees als Badezone abgetrennt. Hier besteht dann die Möglichkeit schwimmen zu gehen und mit Schlauchbooten oder anderem Wasserspielzeug zu baden. Bei guten Wetter ist ein Schwimmmeister sowie Rettungsschwimmer der DLRG Ortsgruppe Sassenberg zur Aufsicht vor Ort. Die andere Hälfte wird vom VFL Sassenberg -Abt. Wassersport- benutzt. Hier können unter anderem Tretboote ausgeliehen werden. Rund um den See findet am ersten August-Wochenende der Sassenberger Feldmark-Triathlon statt.
[Bearbeiten] Sonstiges
[Bearbeiten] Regelmäßige Veranstaltungen
- Februar: Männer-/Frauen-/Jugend-/Kinderkarneval
- März: Schachblumenmarkt
- Ende April: Eröffnung der Spargelsaison und erster Lauf zur deutschen Meisterschaft im Tractor-Pulling im Ortsteil Füchtorf
- Ende Mai: Schützenfest in Füchtorf, Pfingstmusikschau
- Juli: Schützenfest, Beachhandball Masters Serie
- Anfang August: Feldmarktriathlon, Sommerfestival
- Ende Oktober: Oktoberfest
- Anfang November:Allerheiligenmarkt mit Kindertrödelmarkt
- 5.Dezember: Der Nikolaus kommt über die Hessel zur Grundschule
- Dezember: Winterschützenfest, Weihnachtsmarkt
[Bearbeiten] Besonderes
In Sassenberg blüht die in Deutschland sehr seltene und naturgeschützte Schachblume im Sassenberger Naturschutzgebiet des ehemaligen Tiergartens. Die Schachblumen, die in Sassenberg früher sehr viel häufiger vorkamen und in den 60er Jahren auf eine Stückzahl von über 50.000 anwuchsen, wachsen heute größten Teils auf der Schachblumenwiesen im nahen Umfeld der durch Sassenberg fließenden Hessel.
[Bearbeiten] Einzelnachweise
- ↑ Information und Technik Nordrhein-Westfalen: Amtliche Bevölkerungszahlen
[Bearbeiten] Literatur
- Bernhard Riese: Sassenberg in alten Ansichten. Zaltbommel 1977
[Bearbeiten] Weblinks
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