Satellite Based Augmentation System

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Dieser Artikel befasst sich mit Systemen der Satellitennavigation. SBAS bedeutet auch schlafbezogene Atmungsstörung.
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Servicegebiete der Satellite Based Augmentation Systems

Satellite Based Augmentation System (SBAS; deutsch satellitenbasierte Ergänzungssysteme) sind Satellitennavigationssysteme, die vorhandene andere Satellitennavigationssysteme, insbesondere GPS oder allgemein GNSS, unterstützen. SBAS liefert zusätzliche Informationen, die von geosynchronen (meistens geostationären) Satelliten ausgestrahlt werden und Zuverlässigkeit, Genauigkeit und Verfügbarkeit der Positionsbestimmung erhöhen.

Systeme[Bearbeiten]

Folgende SBAS existieren oder befinden sich im Aufbau, die vornehmlich für eine Anwendung im Flugnavigationsbereich gedacht sind, aber auch weit darüber hinaus genutzt werden:

WAAS Wide Area Augmentation System Nordamerika in Betrieb
EGNOS European Geostationary Navigation Overlay Service Europa in Betrieb
MSAS Multi-functional Satellite Augmentation System Japan in Betrieb
GAGAN GPS Aided Geo Augmented Navigation Indien in Betrieb
SDKM System zur Differentiellen Korrektur und Monitoring Russland im Aufbau
QZSS-SAIF Quasi-Zenit-Satelliten-System Japan im Aufbau

Diese Systeme verwenden dasselbe Datenformat und ähnliche Signale, so dass SBAS-fähige Empfänger für alle diese Systeme geeignet sind. Der Empfänger erhält folgende Informationen:

  • Plausibilität der GNSS-Signale,
  • Berichtigungen für GNSS-Satellitenuhren und -bahnen,
  • Berichtigungen für ionosphärisch bedingte Laufzeitverzögerungen basierend auf einem Datengitter.

Mit Hilfe dieser Informationen kann der Empfänger seine effektive Positionsgenauigkeit erheblich von etwa 10 m auf bis einen Meter verbessern. Zusätzlich können die Signale, die die GPS-L1-Frequenz verwenden und GPS-C/A-Code-ähnliche Eigenschaften aufweisen, für Pseudostreckenmessungen genutzt werden, also direkt die Verfügbarkeit von GNSS verbessern, indem sie einen zusätzlichen Systemsatelliten imitieren.

Satelliten[Bearbeiten]

SBAS-System Satellit Orbitposition PRN Nr. Bemerkung
ehemalige SBAS-Satelliten (Auswahl)
WAAS Inmarsat-3F4/AOR-W 142,0° W 122 zuvor auf 54,0° W, bis 2007
WAAS Inmarsat-3F3/POR 178,0° O 134 bis 2007
EGNOS Inmarsat-3F5/IOR 64,0° O 131 Testbetrieb bis 2004
EGNOS Inmarsat-3F5/IOR-W 25,0° O 126 2006 - 2009
GAGAN Inmarsat-4F1/IOR 64,0° O 127 Testbetrieb 2007/08
aktuell aktive SBAS-Satelliten (Oktober 2012)
WAAS Intelsat Galaxy XV 133,0° W 135
WAAS TeleSat Anik F1R 107,3° W 138
WAAS Inmarsat-4F3 98,0° W 133
EGNOS Inmarsat-3F2/AOR-E 15,5° W 120
EGNOS Artemis 21,5° O 124 Testbetrieb
EGNOS Inmarsat-4F2/IOR-W 25,0° O 126
GAGAN GSAT-8 55,0° O 127 Testbetrieb
QZSS-SAIF QZS-1 135,0° O 183 HEO-Orbit, Inklination 43°, Testbetrieb
MSAS MTSAT-1R 140,1° O 129 nutzt z. T. auch PRN 137
MSAS MTSAT-2 145,0° O 137 nutzt z. T. auch PRN 129
SDCM Lutsch-5A 95° O 140 Testbetrieb, GPS/GLONASS
zukünftige SBAS-Satelliten (Auswahl)
EGNOS SES-5 5° O 136 gestartet am 9. Juli 2012
EGNOS Astra-5B 31,5° O ? Start ~2013
SDCM Lutsch-5B 16° W 125 gestartet am 2. November 2012, GPS/GLONASS
SDCM Lutsch-5V 167° O 141 Start ~2014, GPS/GLONASS
GAGAN GSAT-10 83,0° O 128 gestartet am 21. September 2012

Weitere Dienste[Bearbeiten]

Es gibt weitere, im Wesentlichen kommerzielle Dienste, die im weiteren Sinne auch als SBAS bezeichnet werden könnten:

Auch diese Dienste nutzen geostationäre Satelliten, um Ergänzungsinformationen auszusenden. Sie verwenden aber andere Signale und Datenformate, so dass diese Dienste nicht frei zugänglich sind und auch keine zusätzlichen Pseudostreckenmessungen durchgeführt werden können. Dafür sind die erzielbaren Genauigkeiten der Positionsbestimmung z. T. deutlich höher (Dezimeter-Bereich).

Einzelnachweise[Bearbeiten]