Satluj

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Satluj
Sutlej
Verlauf des Satluj im Einzugsgebiet des Indus

Verlauf des Satluj im Einzugsgebiet des Indus

DatenVorlage:Infobox Fluss/GKZ_fehlt
Lage Tibet (VR China),
Himachal Pradesh, Punjab (Indien),
Punjab (Pakistan)
Flusssystem Indus
Abfluss über Panjnad → Indus → Indischer Ozean
Quellsee Rakshastal
30° 50′ 39″ N, 81° 12′ 17″ O30.84417360722581.204586029053
Vereinigung mit dem Chanab zum Panjnad29.34926216159271.028156280518Koordinaten: 29° 20′ 57″ N, 71° 1′ 41″ O
29° 20′ 57″ N, 71° 1′ 41″ O29.34926216159271.028156280518
Vorlage:Infobox Fluss/HÖHENUNTERSCHIED_fehlt
Länge ca. 1500 km[1]
Einzugsgebiet ca. 395.000 km²[1]
Abfluss[1] MQ
500 m³/s
Rechte Nebenflüsse Beas
Durchflossene Stauseen Koldam-Talsperre,
Bhakra-Talsperre
Das Tal des Satluj um 1857 von Rampur aus gesehen

Das Tal des Satluj um 1857 von Rampur aus gesehen

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Satluj (auch Satlej; urdu: ‏ستلج‎ ; tibetisch: གླང་ཆེན་ཁ་འབབ, Langqên Kanbab (Langqên Zangbo) 象泉河 | Qipuqiapu He 奇普恰普河; Hindi: सतलुज Satluj; Panjabi: ਸਤਲੁਜ Satluj; chinesisch 象泉河Pinyin Xiàngquán Hé; englisch Sutlej) ist mit 1450 Kilometer der längste der fünf Flüsse des Punjab.

Der Fluss entspringt in Tibet in der Nähe des Kailash. Von hier fließt er durch die indischen Bundesstaaten Himachal Pradesh und Punjab, wo er die Wasser des Beas aufnimmt. Für 105 Kilometer bildet er die Grenze zwischen Indien und Pakistan. In Pakistan vereinigt er sich mit dem Chanab. Mit diesem zusammen bildet er den Panjnad, der schließlich in den Indus mündet.

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Der Satluj entwässerte ursprünglich in den mythischen und nicht sicher zu lokalisierenden Sarasvati, bis sich um 1700 v. Chr. durch tektonische Aktivitäten die Flussrichtung umkehrte und er so zum Nebenfluss des Indus wurde. In der Folge trocknete der Sarasvati aus, was zur Desertifikation von Cholistan führte.

Entlang des großenteils schluchtartigen Oberlaufes des Flusses existierte vor mehr als zweitausend Jahren die Shang Shung-Kultur. Die Ruinen ihrer Hauptstadt Khyunglung Ngülkhar, des „Silber-Palastes im Garuda-Tal“, befinden sich oberhalb eines Talkessels des Satluj in Westtibet. Der Österreicher Bruno Baumann suchte dort das buddhistische Shangri-La und stieß auf die Wiege dieser tibetischen Kultur, auf Ruinen, die das Reich der Shang Shung-Könige hinterließ.[2]

Im Westen durchbricht der Sutlej in der Nähe des Shipki-Passes den Himalaya-Hauptkamm, um im indischen Kinnaur-Distrikt durch tiefe Schluchten abwärts zu fließen. Dies ist die Region der alten Hindustan Tibet Road, einem hoch über dem Fluss angelegten Karawanenweg von Indien nach Tibet, der heute durch den seit 1961 gebauten National Highway 22" eher nahe dem Fluss ersetzt ist. In Indien wird der Fluss zu einer Hauptquelle der regenerativen Energieversorgung, für die der Bundesstaat Himachal Pradesh exemplarisch steht: schon im Oberlauf durch das Nathpa Chakri Project in Kinnaur, das den Fluss durch Tunnelsysteme abwärts leitet, bis zu den Stauseen von Bilaspur im Hügelland von Himachal Pradesh.

Siehe auch: Liste der längsten Flüsse der Erde

Literatur[Bearbeiten]

Weblinks[Bearbeiten]

 Commons: Satluj – Sammlung von Bildern, Videos und Audiodateien

Einzelnachweise[Bearbeiten]

  1. a b c Artikel Satluj in der Großen Sowjetischen Enzyklopädie (BSE), 3. Auflage 1969–1978 (russisch)
  2. Vorlage:Internetquelle/Wartung/Zugriffsdatum nicht im ISO-FormatBruno Baumann: Pressemeldung, Expeditionen: Atlantis im Himalaja, 2006. Abgerufen am 14. Juni 2009.