Satteins

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Satteins
Wappen von Satteins
Satteins (Österreich)
Satteins
Basisdaten
Staat: Österreich
Bundesland: Vorarlberg
Politischer Bezirk: Feldkirch
Kfz-Kennzeichen: FK
Fläche: 12,69 km²
Koordinaten: 47° 14′ N, 9° 40′ O47.2259.6719444444444495Koordinaten: 47° 13′ 30″ N, 9° 40′ 19″ O
Höhe: 495 m ü. A.
Einwohner: 2.514 (1. Jän. 2014)
Bevölkerungsdichte: 198 Einw. pro km²
Postleitzahl: 6822
Vorwahl: 05524
Gemeindekennziffer: 8 04 17
Adresse der
Gemeindeverwaltung:
Kirchstraße 15
6822 Satteins
Website: www.satteins.net
Politik
Bürgermeister: Anton Metzler (ÖVP)
Gemeindevertretung: (2010)
(21 Mitglieder)
16 ÖVP
3 FPÖ
2 SPÖ
Lage der Gemeinde Satteins im Bezirk Feldkirch
Altach Düns Dünserberg Feldkirch Frastanz Fraxern Göfis Götzis Klaus Koblach Laterns Mäder Meiningen Rankweil Röns Röthis Satteins Schlins Schnifis Sulz Übersaxen Viktorsberg Weiler Zwischenwasser VorarlbergLage der Gemeinde Satteins im Bezirk Feldkirch (anklickbare Karte)
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Satteins, Blick von der L50
Satteins, Blick von der L50
Quelle: Gemeindedaten bei Statistik Austria

Satteins ist eine Gemeinde in Österreich in Vorarlberg im Bezirk Feldkirch mit 2514 Einwohnern (Stand 1. Jänner 2014).

Geografie[Bearbeiten]

Satteins liegt im westlichsten Bundesland Österreichs, Vorarlberg, im Walgau, auf 496 Metern Höhe am Fuß des Walserkamms. 45,2 % der Fläche sind bewaldet. Es existieren keine weiteren Katastralgemeinden in Satteins.

Geschichte[Bearbeiten]

Die Habsburger regierten die Orte im heutigen Vorarlberg wechselnd von Tirol und Vorderösterreich aus. Von 1805 bis 1814 gehörte der Ort zu Bayern, dann wieder zum Kaiserthum Österreich.

Das Gemeindegebiet von Satteins war infolge der geographischen und klimatischen Lage schon vor Christi Geburt besiedelt. Einige Funde deuten darauf hin, dass die Siedlung auf der Vatlära aus der Urnenfelderzeit (1200–800 v. Chr.) stammt.

An der einstigen Römerstraße, die durch Satteins führte, stand ein römisches Landhaus, eine Porticusvilla. Das im Jahre 1920 entdeckte Gebäude wurde im ersten Jahrhundert n. Christus erbaut und im dritten Jahrhundert durch die Alemannen zerstört.

Der Name Satteins wird erstmals um das Jahr 843 im rätischen Urbar als Sataginis urkundlich erwähnt. Diese Bezeichnung ist auf einen keltischen oder illyrischen Namen in der Form von Satagines zurückzuführen. Im Jahre 1255 hieß es Satains.

Im späten Mittelalter unterstanden die Bewohner von Satteins den Rittern von Schwarzenhorn, deren Herren waren die Grafen von Montfort in Feldkirch. Die Ritter von Schwarzenhorn hatten oberhalb des Dorfes eine Burg errichtet, die in den Wirren der Appenzellerkriege anno 1405 zerstört und nicht mehr aufgebaut wurde.

Die Pest wütete in Satteins erstmals um die Mitte des 14. Jahrhunderts. Das zweite Mal in den Jahren 1628 bis 1630 fielen der Seuche rund 200 Menschen zum Opfer.

Kirchlich gehörte die Pfarre bis zum Jahre 1808 zum Bistum Chur und ab 1819 definitiv zu Brixen, nach dem 1. Weltkrieg zur Apostolischen Administratur Innsbruck und seit 1968 zur Diözese Feldkirch.

19. Jahrhundert[Bearbeiten]

Zum österreichischen Kronland Vorarlberg gehörte Satteins seit der Gründung 1861. Im 19. Jahrhundert veränderte sich Satteins vor allem durch den Dorfbrand vom 28. Februar 1870, bei dem 52 Häuser abbrannten. Am meisten wandelte sich das Siedlungsbild seit dem Zweiten Weltkrieg. Der Ort war 1945 bis 1955 Teil der französischen Besatzungszone in Österreich. Zwischen 1945 und 1991 hat sich die Wohnbevölkerung verdoppelt, die Ausdehnung des Siedlungsgebietes etwa verdreifacht. In früheren Jahrhunderten lebte in Satteins eine rein bäuerliche Bevölkerung, wobei bis Ende des letzten Jahrhunderts auch der Weinbau eine relativ große Rolle spielte.

Da es in Satteins keine größeren Arbeitsplatzangebote gibt, sind viele Satteinserinnen und Satteinser gezwungen, auswärts ihre Arbeit zu suchen. Besonders viele, die nach auswärts pendeln müssen, haben im Fürstentum Liechtenstein ihren Arbeitsplatz. In Satteins sind auch einigen Einrichtungen des Sprengels Jagdberg, dem die Gemeinden Satteins, Schlins, Röns, Schnifis, Düns und Dünserberg angehören, untergebracht.

Anfang der 1970er Jahre wurde in Satteins die Hauptschule errichtet, die von ca. 400 Schülern der Jagdberggemeinden und der Gemeinde Göfis besucht werden. Seit dem Jahre 1985 ist in Satteins die Abwasserreinigungsanlage des Abwasserverbandes Region Walgau in Betrieb.

Das Gemeindeamt war seit dem Bau der Volksschule im Jahre 1908 in deren Räumlichkeiten untergebracht. Im Oktober 1998 konnte die Gemeindeverwaltung dann die neu errichteten Verwaltungsräumlichkeiten im ehemaligen Gasthaus Schäfle beziehen. In den Jahren 1997/98 wurde ein überregionales Alters- und Pflegeheim erbaut, das rund 35 pflegebedürftigen älteren Mitmenschen ein Zuhause bietet.

Bevölkerung[Bearbeiten]

Der Ausländeranteil lag Ende 2002 bei 6,2 Prozent.

Politik[Bearbeiten]

Die Gemeindevertretung besteht aus 21 Mitgliedern. Die Zusammensetzung nach der Wahl 2010 ist: ÖVP 16 Sitze, SPÖ 2 Sitze und FPÖ 3 Sitze. Bürgermeister der Gemeinde ist Anton Metzler von der ÖVP.

Kultur und Sehenswürdigkeiten[Bearbeiten]

Siehe auch: Liste der denkmalgeschützten Objekte in Satteins
  • Ein Teil der noch bestehenden Mauern der Burg Schwarzenhorn wurde abgerissen und das Material für den Bau der Pfarrkirche verwendet. Derzeit ist noch die nördliche Wand des ehemaligen Burgfriedes erhalten.
  • Die heutige Pfarrkirche hl. Georg wurde ist im Stil des Spätklassizismus erbaut. Dass die Kirche von Alois Negrelli, dem Planer des Suezkanals erbaut worden sei, ist allerdings nicht wahr.
  • An die Pestzeiten des 14. Jahrhunderts erinnert die Sebastianskapelle, auch Pestkapelle genannt, die im Jahre 1349 erbaut wurde. Diese Kapelle ist durch den gotischen Flügelaltar und durch die Wandmalereien von großem historischem Wert.

Wirtschaft und Infrastruktur[Bearbeiten]

Laut Statistiken des Jahres 2003 gibt es in Satteins 36 Betriebe mit insgesamt 151 Beschäftigten und 18 Lehrlingen. Insgesamt gibt es 902 lohnsteuerpflichtige Erwerbstätige.

Bildung[Bearbeiten]

In Satteins gibt es 534 schulpflichtige Kinder und Jugendliche (Stand Januar 2003) und die Gemeinde betreibt einen Kindergarten. Weiters befindet sich eine Sportmittelschule in Satteins welche bereits beachtliche Erfolge aufweisen kann.

In Satteins gibt es die vorarlberger-art-akademie. Am Kirchplatz 3 befindet sich das Akademie-Atelier in dem Kunst-Kurse und diverse Workshops angeboten werden.

Persönlichkeiten[Bearbeiten]

Literatur[Bearbeiten]

  •  Andreas Beiser, Rudolf Staub, Edith Waldburger, Rosemarie Steixner (Geländeerhebung), Markus Staudinger, Abteilung Umweltschutz (Bericht): Aktualisierung des Biotopinventars Vorarlberg – Gemeinde Satteins. In: Vorarlberger Landesregierung Abteilung Umweltschutz (IVe), AVL Arge Vegetationsökologie und Landschaftsplanung (Hrsg.): Biotopinventar Vorarlberg. Februar 2009 (pdf, vorarlberg.at).

Weblinks[Bearbeiten]

 Commons: Satteins – Sammlung von Bildern, Videos und Audiodateien