Saturninius Secundus Salutius

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Saturninius Secundus Salutius war ein hochrangiger spätantiker römischer Beamter im 4. Jahrhundert.

Salutius stammte aus Gallien und war hochgebildet. Er galt als ein guter Kenner der griechischen Literatur und Philosophie. Obwohl er selbst pagan war, wurde auch von christlicher Seite seine Unvoreingenommenheit gelobt.

Salutius hatte bereits verschiedene hohe Ämter bekleidet, als er, bereits in älteren Jahren, für den Caesar Julian in Gallien als Berater fungierte und in dieser Position der wichtigste zivile Helfer Julians war. 359 wurde Salutius jedoch von Kaiser Constantius II. abberufen und nach Konstantinopel geholt, wahrscheinlich mit dem Ziel, die Selbstständigkeit des jungen Caesars zu beschneiden. Nach dem Tod Constantius’ 361 und der anschließenden Machtübernahme Julians war Salutius jedoch wieder einer von dessen engsten Beratern; Ende 361 ernannte ihn der neue Kaiser zum Prätorianerpräfekten des Ostens, womit er ihn an die Spitze der Zivilverwaltung in einem großen Teil des Reichs stellte. Julian schätzte Salutius sehr und widmete ihm das Werk Hymnos auf den König Helios, in dem er gegen die Christen Stellung bezog.

Auf seinem schlecht geplanten Feldzug gegen die Sassaniden starb Julian am 26. Juni 363, während Salutius, der den Kaiser begleitet hatte, nur knapp dem Tod entkam. Ihm wurde anschließend die Kaiserwürde angeboten, doch lehnte Salutius ab, wobei er sich auf sein Alter und seine Gebrechlichkeit berief. Daraufhin wurde Jovian, der Befehlshaber der kaiserlichen Garde, zum Kaiser erhoben. Nach dessen Tod setzte sich Salutius für Valentinian ein und bekleidete unter dessen Bruder Valens wieder das Amt eines Prätorianerpräfekten. Von Libanios wurde er für seine Unbestechlichkeit gelobt.

Salutius ist nicht mit Julians Prätorianerpräfekten für Gallien, Flavius Sallustius, zu verwechseln.

Zahlreiche Altertumswissenschaftler identifizieren Salutius mit Salustios, dem Autor der griechischen Abhandlung „Über die Götter und die Welt“ (Peri theōn kai kósmou).

Siehe auch[Bearbeiten]

Literatur[Bearbeiten]

  • Emma C. Clarke: Communication, Human and Divine: Saloustious Reconsidered. In: Phronesis Bd. 43, 1998, S. 326–350, hier: 347–350
  • Jean-Luc Desnier: Salutius – Salustius. In: Revue des Études Anciennes 85, 1983, S. 53–65
  • Arnold Hugh Martin Jones, John Martindale, John Morris: The Prosopography of the Later Roman Empire. Bd. 1, Cambridge 1971, S. 814–817 (mit Quellenbelegen).
  • Klaus Rosen: Julian. Kaiser, Gott und Christenhasser. Stuttgart 2006.