Satz von Euler
Der Satz von Euler, auch als Satz von Euler-Fermat benannt nach Leonhard Euler und Pierre de Fermat, stellt eine Verallgemeinerung des kleinen fermatschen Satzes auf beliebige (nicht notwendigerweise prime) Moduli
dar.
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Aussage[Bearbeiten]
Er lautet:

unter der Bedingung ggT(a,n) = 1, wobei φ(n) die eulersche φ-Funktion bezeichnet, nämlich die Anzahl der zu n teilerfremden Reste modulo n. Für prime Moduli p gilt φ(p) = p–1, also geht für sie der Satz von Euler in den kleinen Satz von Fermat über.
Anwendungen[Bearbeiten]
Der Satz von Euler dient der Reduktion großer Exponenten modulo n. Praktische Anwendung findet er in dieser Eigenschaft in der computergestützten Kryptographie, beispielsweise im RSA-Verschlüsselungsverfahren.
Beispiel[Bearbeiten]
Was ist die letzte Ziffer im Dezimalsystem von 7222, also welche Zahl ist 7222 kongruent modulo 10?
Zunächst bemerken wir, dass ggT(7,10) = 1 und dass φ(10) = 4. Also liefert der Satz von Euler

und wir erhalten

Allgemein gilt:

Beweis des Satzes von Euler[Bearbeiten]
Sei
die Menge der multiplikativ modulo
invertierbaren Elemente. Für jedes
mit
ist dann
eine Permutation von
, denn aus
folgt
.
Weil die Multiplikation kommutativ ist, folgt
,
und da die
invertierbar sind für alle
, gilt
.
Alternativbeweis[Bearbeiten]
Der Satz von Euler ist ein Sonderfall des folgenden Satzes aus den Elementen der Gruppentheorie: In jeder Gruppe
mit endlicher Ordnung
ist die
-te Potenz jedes Elements das Einselement. Hier ist
also
, wobei die Operation von
die Multiplikation modulo
ist.
Siehe auch[Bearbeiten]
Literatur[Bearbeiten]
- Harald Scheid: Zahlentheorie, Spektrum Akademischer Verlag, 2003, ISBN 3-8274-1365-6
,
.