Satz von der monotonen Konvergenz
Der Satz von der monotonen Konvergenz, auch Satz von Beppo Levi genannt (nach Beppo Levi), ist ein wichtiger Satz aus der Maß- und Integrationstheorie, einem Teilgebiet der Mathematik. Er trifft eine Aussage darüber, unter welchen Voraussetzungen sich Integration und Grenzwertbildung vertauschen lassen.
Inhaltsverzeichnis |
[Bearbeiten] Mathematische Formulierung
Sei
ein Maßraum. Für jede Folge
nichtnegativer, messbarer Funktionen
, die μ-fast überall monoton wachsend gegen eine messbare Funktion
konvergiert, gilt
[Bearbeiten] Beweisidee
Dass die rechte Seite kleinergleich der linken ist, folgt aus der Monotonie des Integrals. Zu beweisen ist also nur die andere Richtung. Dies zeigt man zuerst für einfache messbare Funktion, Treppenfunktionen, und führt dann einen Erweiterungsschluss durch.
[Bearbeiten] Wahrscheinlichkeitstheoretische Formulierung
Sei
ein Wahrscheinlichkeitsraum und
eine nichtnegative, fast sicher monoton wachsende Folge von Zufallsvariablen, dann gilt
.[1]
Sei ferner
eine
-Algebra. Ist
integrierbar, so gilt fast sicher 
[Bearbeiten] Anwendung des Satzes auf Funktionenreihen
Sei
wieder ein Maßraum. Für jede Folge
nichtnegativer, messbarer Funktionen
gilt
Dies folgt durch Anwendung des Satzes auf die Folge
der Partialsummen. Da die
nichtnegativ sind, ist
monoton wachsend.
[Bearbeiten] Siehe auch
[Bearbeiten] Literatur
- Elliott H. Lieb & Michael Loss: Analysis, Second Edition, ISBN 0-8218-2783-9
[Bearbeiten] Einzelnachweise
- ↑ Albrecht Irle: Wahrscheinlichkeitstheorie und Statistik: Grundlagen - Resultate - Anwendungen. 1. Auflage. Vieweg+Teubner, 2001, ISBN 9783519023951. Seiten 116 bis 118

