Satzgefüge

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Ein Satzgefüge ist ein komplexer Satz, der aus mindestens einem Hauptsatz und einem oder mehreren Nebensätzen gebildet wird. Wenn Nebensätze dem Hauptsatz direkt untergeordnet sind, handelt es sich um eine so genannte Hypotaxe, man nennt den Nebensatz dann auch Gliedsatz (des Hauptsatzes).[1]

Der Hauptsatz ist innerhalb des Satzgefüges jener Teil oder jenes Satzstück, das keine Formmerkmale der Abhängigkeit trägt. Man kann die Nebensätze nach ihrem Satzgliedwert, ihrer Einleitung, dem Strukturtyp, der Position gegenüber dem übergeordneten Satz oder dem Grad der Abhängigkeit zum Hauptsatz klassifizieren.

Satzgefüge

Kennzeichen des Nebensatzes:

  • Ein Nebensatz (NS) kann nicht alleine eine Aussage machen oder eine Frage stellen, er ist darin vom Hauptsatz (HS) abhängig. (Ausnahmen sind lediglich Ausrufe oder Fragen, die nicht an einen Adressaten gerichtet sind; diese können alleinstehend Nebensatzform haben: „Dass mir sowas passieren muss!“ „Wer das wohl erfunden hat?“)
  • Ein NS kann durch spezielle Wörter eingeleitet werden: Konjunktionen : dass, weil, da, ob, falls, wenn, als, bevor, nachdem, seitdem, während, obwohl, damit, sodass, so dass, bis usw.; oder Relativpronomen wer, wo, der, die, das, dessen, deren, dem, den, denen, welcher, welche, welches, welchem, welchen.
  • NS, die durch Interrogativpronomen (Fragewörter wie wer, was, wo, warum usw.) eingeleitet werden, haben im Gegensatz zu HS-Fragen das finite Verb am Satzende (ebenso wie bei Relativpronomen und einleitenden Konjunktionen).
  • Der NS ist vom HS aus erfragbar, jedoch nicht umgekehrt (Bsp.: „Wir wissen alle, dass er unschuldig ist“ – „Was wissen wir alle?“).

Quellen[Bearbeiten]

  1. DUDEN. Die Grammatik. 8.Aufl., 2009, S. 1027

Siehe auch[Bearbeiten]

Weblinks[Bearbeiten]