Sauðárkrókur

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Sauðarkrókur
Sauðárkrókur

Sauðárkrókur ist eine isländische Stadt mit 2.572 Einwohnern (Stand Oktober 2012). Sie ist sowohl die größte Siedlung der Großgemeinde Skagafjörður, deren Teil sie seit 1998 ist, als auch die größte Stadt in Nordwestisland überhaupt.

Geografie[Bearbeiten]

Im Nordwesten Islands gelegen, erstreckt sich Sauðárkrókur nach Norden verjüngend am südlichen Ufer des Fjords Skagafjörður. Die Entfernung nach Reykjavík beträgt 295 Straßenkilometer.

Geschichte[Bearbeiten]

Sauðárkrókur wurde 1857 als Handelsplatz angelegt. Die erste dauerhafte Besiedlung setzte erst ab 1871 ein. Das Stadtrecht hat Sauðárkrókur seit 1947. 1998 erfolgte die Vereinigung mit zehn Landgemeinden zur Gemeinde Skagafjörður.

Verkehr[Bearbeiten]

Die Stadt ist von der isländischen Ringstraße (Hringvegur) über die Nebenstraße 75 gut zu erreichen. Es besteht eine ganzjährige Anschlussverbindung zur Buslinie Reykjavík-Akureyri. In den Sommermonaten wird Sauðárkrókur zweimal täglich von der Hauptstadt Reykjavík angeflogen.

Wirtschaft[Bearbeiten]

Sauðárkrókur ist das Dienstleistungszentrum der Region um den Skagafjörður. Die bedeutendsten Wirtschaftszweige der Stadt sind Fischfang, Handel und Industrie. Neben Betrieben zur Verarbeitung von Fisch und Krabben sowie einer Molkerei gibt es eine Vielzahl von Kleinbetrieben, darunter eine Steinwolle-Fabrik.

Die Gegend ist berühmt als das Mekka des Islandpferdes, da es nirgends in Island mehr Pferdezüchter und Pferde gibt als hier.

Kultur[Bearbeiten]

Das Heimatmuseum Minjahús beherbergt u. a. die älteste Nähmaschine auf Island von 1857, sowie eine große Sammlung weiterer Haushaltsgegenstände, Musikinstrumente und Werkzeuge. In der Stadt befindet sich die Skulptur eines Islandpferdes des isländischen Künstlers Ragnar Kjartansson.

Sehenswert sind einige alte Häuser und die Holzkirche von 1892. Das Hotel Tindastóll gilt als ältestes Hotel Islands und eines der ältesten Holzhäuser der Insel. Es wurde 1820 aus norwegischem Holz als Lagerhaus in Hofsós errichtet, 1833 zunächst nach Grafarós und später dann nach Sauðárkrókur umgesetzt. Seit 1884 wird es als Herberge genutzt.[1]

Im Süden, auf dem Weg nach Varmahlíð, liegt der Museumshof Glaumbær.

Söhne und Töchter[Bearbeiten]

Siehe auch[Bearbeiten]

Weblinks[Bearbeiten]

 Commons: Sauðárkrókur – Sammlung von Bildern, Videos und Audiodateien

Einzelnachweise[Bearbeiten]

  1. Hotel Tindastóll Iceland, dating back in 1884, abgerufen am 22. November 2013

65.746111111111-19.639444444444Koordinaten: 65° 45′ N, 19° 38′ W