St. Egyden am Steinfeld

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St. Egyden am Steinfeld
Wappen von St. Egyden am Steinfeld
St. Egyden am Steinfeld (Österreich)
St. Egyden am Steinfeld
Basisdaten
Staat: Österreich
Bundesland: Niederösterreich
Politischer Bezirk: Neunkirchen
Kfz-Kennzeichen: NK
Hauptort: Urschendorf
Fläche: 26,24 km²
Koordinaten: 47° 47′ N, 16° 6′ O47.78166666666716.103333333333350Koordinaten: 47° 46′ 54″ N, 16° 6′ 12″ O
Höhe: 350 m ü. A.
Einwohner: 1.905 (1. Jän. 2014)
Postleitzahl: 2731
Vorwahl: 02638
Gemeindekennziffer: 3 18 31
Adresse der
Gemeindeverwaltung:
Egydiplatz 1
2731 St. Egyden am Steinfeld
Website: www.st-egyden.at
Politik
Bürgermeister: Wilhelm Terler (ÖVP)
Gemeinderat: (2015)
(19 Mitglieder)
13
4
2
13 
Von 19 Sitzen entfallen auf:
Lage der Gemeinde St. Egyden am Steinfeld im Bezirk Neunkirchen
Altendorf Aspang-Markt Aspangberg-St. Peter Breitenau Breitenstein Buchbach Bürg-Vöstenhof Edlitz Enzenreith Feistritz am Wechsel Gloggnitz Grafenbach-St. Valentin Grimmenstein Grünbach am Schneeberg Höflein an der Hohen Wand Kirchberg am Wechsel Mönichkirchen Natschbach-Loipersbach Neunkirchen (Niederösterreich) Otterthal Payerbach Pitten Prigglitz Puchberg am Schneeberg Raach am Hochgebirge Reichenau an der Rax Scheiblingkirchen-Thernberg Schottwien Schrattenbach Schwarzau am Steinfeld Schwarzau im Gebirge Seebenstein Semmering St. Corona am Wechsel St. Egyden am Steinfeld Ternitz Thomasberg Trattenbach Warth Wartmannstetten Willendorf Wimpassing im Schwarzatale Würflach Zöbern NiederösterreichLage der Gemeinde St. Egyden am Steinfeld im Bezirk Neunkirchen (anklickbare Karte)
Über dieses Bild
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Pfarrkirche und Gemeindezentrum in St. Egyden
Pfarrkirche und Gemeindezentrum in St. Egyden
Quelle: Gemeindedaten bei Statistik Austria

St. Egyden am Steinfeld[1] (auch Sankt Egyden am Steinfeld) ist eine Gemeinde mit 1905 Einwohnern (Stand 1. Jänner 2014) am Steinfeld im Bezirk Neunkirchen in Niederösterreich.

Geografie[Bearbeiten]

St. Egyden am Steinfeld liegt im Industrieviertel in Niederösterreich. Die Fläche der Gemeinde umfasst 26,24 km², 43,09 % der Fläche sind bewaldet.

Gemeindegliederung[Bearbeiten]

Das Gemeindegebiet umfasst folgende fünf Ortschaften (in Klammern Einwohnerzahl Stand 31. Oktober 2011[2]):

  • Gerasdorf am Steinfeld (311)
  • Neusiedl am Steinfeld (437)
  • Saubersdorf (585)
  • St. Egyden am Steinfeld (192)
  • Urschendorf (383)

Katastralgemeinden sind Gerasdorf am Steinfeld, Neusiedl am Steinfeld, Saubersdorf, und Urschendorf.

Geschichte[Bearbeiten]

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Hinweistext

Im Altertum war das Gebiet Teil der Provinz Noricum. Im österreichischen Kernland Niederösterreich liegend teilte der Ort die wechselvolle Geschichte Österreichs.

Im Jahre 2008 wurden hinter dem Pfarrhof Teile eines römischen Maierhofes entdeckt. Durch das heutige Gemeindegebiet führten der frühbronzezeitliche Salzweg von Halltal bei Mariazell und die Römerstrasse von Savaria nach Vindobona. Aus dieser Zeit stammte eine römische Grabstele, welche in den 70er Jahren von Kunsträubern gestohlen wurde.

Im frühen Mittelalter wurde die Pfarre als Tochterpfarre von Fischau gegründet. Im Ort hatten mehrere Adlige ihre Untertanen: So die Puchheimer, die Palfy, Das Damenstift Göss i.d. Stmk, das Neukloster zu Wr. Neustadt und die Stubenberger, außerdem etliche Kleinadlige. Die Ortsteile Saubersdorf und Urschendorf waren Weinbaugebiete. Die Pfarrkirche im ländlichem romanisch/gotischen Stil barg besondere Kunstschätze die heute im Wiener Diözesanmuseum zu sehen sind. Ein weiteres Kleinod der mittelalterlichen Kunst ist die rom. Brunnenfassung zu Urschendorf.

Im 15. Jhd stellten sich die Puchheimer auf die Seite des ungarischen Mathias Corvinus: Sie wurde vom Kaiser Friedrich III geschlagen und verloren ihren Besitz zu Saubersdorf. Die Pfarre wurde kurzzeitlich landesfürstlich, kam aber dann an die Domherren von St. Stephan zu Wien. Der Ort wurde, wie viele Andere der Umgebung, Protestantisch und auch gegenreformiert. Der Krieg mit Corvinus, der 1. und der 2. Türkenkrieg traf die Gegend schwer. Noch schwerer waren die dazwischenliegenden Einfälle der aufständigen Ungarn.

Das Schloss zu Gerasdorf zuletzt im Besitz der Habsburger wurde nach dem Zweiten Weltkrieg zu eine Jugendstrafanstalt umgebaut.

In der 1. Hälfte des 19 Jhd. wurde die Südbahn eröffnet und Der Ort bekam eine Station, welche allerdings 5 km davon entfernt liegt.

40 Jahre später entstand im Ortsteil Urschendorf die Schneebergbahn und die Spitzenfabrik.

Im selben Jhd Entstand auch die 1. Wiener Hochquellenwasserleitung im Ortsteil Neusiedl. Dort wurde auch nach dem Zweiten Weltkrieg der damals größte Hochbehälter Österreichs errichtet.

In St. Egyden entstand der Familenname Scheibenreif, welcher sich bis heute im Schneebergland, Schwarzertal und an der Thermenlinie immer mehr ausbreitete.

St. Egyden ist heute ein hauptsächlich von Bauern geprägter Ort, jedoch mit vielen Angestellten und Arbeitern, die da zu wenig Arbeitsplätze vorhanden sind, nach Wr. Neustadt und in das Schwarzatal auspendeln müssen.

Eingemeindungen[Bearbeiten]

Am 1. Jänner 1971 wurden die Gemeinden Gerasdorf am Steinfelde, Neusiedl am Steinfelde, Saubersdorf und Urschendorf zu St. Egyden am Steinfeld eingemeindet.

Bevölkerung[Bearbeiten]

Bevölkerungsentwicklung[Bearbeiten]


Religion[Bearbeiten]

Nach den Daten der Volkszählung 2001 sind 81,2 % der Einwohner römisch-katholisch und 3,0 % evangelisch, 1,1 % sind Muslime, 0,5 % gehören orthodoxen Kirchen an, 11,4 % der Bevölkerung haben kein religiöses Bekenntnis.

Politik[Bearbeiten]

Gemeinderatswahlen
 %
70
60
50
40
30
20
10
0
68,61 %
(+2,07 %p)
20,14 %
(-4,88 %p)
11,26 %
(+2,82 %p)
2010

2015


Bürgermeister der Gemeinde ist seit Mai 2014 Wilhelm Terler (ÖVP). Im Gemeinderat gibt es nach der Gemeinderatswahl 2015 bei insgesamt 19 Sitzen folgende Mandatsverteilung: ÖVP 13, SPÖ 4, FPÖ 2 Sitze.

Kultur und Sehenswürdigkeiten[Bearbeiten]

St. Egyden mit Neusiedl am Steinfeld und Urschendorf um 1873 (links unten, Aufnahmeblatt der Landesaufnahme)
Siehe auch: Liste der denkmalgeschützten Objekte in St. Egyden am Steinfeld

Wirtschaft und Infrastruktur[Bearbeiten]

Nichtlandwirtschaftliche Arbeitsstätten gab es im Jahr 2001 49, land- und forstwirtschaftliche Betriebe nach der Erhebung 1999 85. Die Zahl der Erwerbstätigen am Wohnort betrug nach der Volkszählung 2001 827. Die Erwerbsquote lag 2001 bei 47,84 %, größter Arbeitgeber der Gemeinde ist die Justizanstalt Gerasdorf mit ca. 90 Arbeitsplätzen.

In Neusiedl am Steinfeld ist mit dem Wasserbehälter Neusiedl am Steinfeld einer der größten Trinkwasserbehälter Europas angesiedelt.

Verkehr[Bearbeiten]

Bahnhöfe[Bearbeiten]

Den ersten Bahnhof erhielt St. Egyden bereits im Jahr 1841 an der Südbahn. Diese Station liegt knapp fünf Kilometer südöstlich des Ortskerns in einem Waldgebiet zwischen Wiener Neustadt und Neunkirchen. Mit der Eröffnung der Landesbahn Willendorf–Neunkirchen im Jahr 1909 erhielt St. Egyden eine Haltestelle am westlichen Ortsrand, die St. Egyden Lokalbahnhof und später St. Egyden Haltestelle genannt wurde. Der Bahnhof an der Südbahn wurde umbenannt und trug bis 1939 den Namen St. Egyden Süd. Im Umfeld des Bahnhofs entstand die Bahnhofssiedlung St. Egyden.

Der an der Südbahn situierte Bahnhof St. Egyden ist ein besetzter Durchgangsbahnhof mit zwei Hauptgleisen. Das dritte Hauptgleis wurde im April 2011 rückgebaut und der Randbahnsteig neben Gleis 1 errichtet. Laut Rahmenplan der ÖBB soll 2012 die bestehende Eisenbahnkreuzung durch eine Unterführung ersetzt werden. Am nördlichen Bahnhofende soll eine zweite Weichenverbindung errichtet und dafür der südliche Weichenkopf entfernt werden. Somit wird der Bahnhof betrieblich in eine Überleitstelle umgewandelt, die dann vom Bahnhof Wiener Neustadt aus ferngesteuert wird. Für den Personenverkehr bleibt eine unbesetzte Haltestelle. Die Station hat nur örtliche Bedeutung mit Halt der Regionalzüge von Wien Südbahnhof nach Payerbach-Reichenau. Mit der Durchbindung einiger Züge über Wien Südbahnhof hinaus bestehen Direktverbindungen Wien-Floridsdorf, Bernhardsthal, Břeclav und Znojmo. Der nächste Fernverkehrshalt ist Wiener Neustadt.

Die 1897 eröffnete und heute noch bestehende Haltestelle Urschendorf an der Schneebergbahn liegt knapp zwei Kilometer näher an St. Egyden als der Bahnhof an der Südbahn.

Söhne und Töchter der Stadt[Bearbeiten]

Einzelnachweise[Bearbeiten]

  1. Die amtliche Schreibweise ist festgelegt bzw. dargestellt im Gesetz über die Gliederung des Landes Niederösterreich in Gemeinden LGBl.Nr.1030–94 vom 9. Dezember 2011 und auf Statistik Austria: Ein Blick auf die Gemeinde
  2. Statistik Austria, Registerzählung vom 31. Oktober 2011

Weblinks[Bearbeiten]

 Commons: St. Egyden am Steinfeld – Sammlung von Bildern, Videos und Audiodateien