Sauermehlsuppe

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Żur

Die Sauermehlsuppe oder Sauerteigsuppe ist eine Suppe auf der Basis einer Sauerteigbrühe mit typisch saurem Geschmack. Sie kommt vor allem in der polnischen (polnisch Żur, Żurek (Diminutiv) oder Barszcz Biały, "weißer Borschtsch") und der weißrussischen (weißrussisch Жур) Küche vor, ist jedoch auch fester Bestandteil der schlesischen, der slowakischen (slowakisch Kyslóvka) und der tschechischen Küche (tschechisch Kyselo). Die Suppe kann mit Milch gefärbt (in der Fastenzeit) oder auch mit Fleisch, Gemüse oder trockenen Pilzen gekocht werden. Eine Möglichkeit ist, sie mit Wurst, geräuchertem Schweinespeck, Schweinerippchen oder Schweineschwänzen zuzubereiten. Zum Schluss wird ihr meist ein hartgekochtes Ei hinzugegeben.

Typische Zutaten sind:

Der polnische Name Żur [ˈʒuɾ] leitet sich vom deutschen Wort sauer (früher sūr) ab. Da man für diese Suppe wenig Zutaten braucht, diese oft günstig sind und man größere Mengen davon kochen kann, war die Suppe vor allem bei der armen Bevölkerung sehr beliebt; wegen der großen Menge an Kohlenhydraten ist sie sehr nahrhaft. In Oberschlesien wird der Spruch Ze żuru, chłop jak z muru („Vom Żur ist der Mann wie eine Mauer.“) dieser Spezialität fest zugeordnet. Heute ist dieses Gericht in Polen sehr populär und wird als Tütensuppe verkauft. Entlang der polnischen Grenze wird in Tschechien eine ähnliche Suppe zubereitet, die als Kyselo bekannt ist.

Żur wird in Polen traditionell zu Ostern als Ostersuppe zubereitet.[1]

Weblinks[Bearbeiten]

Einzelnachweise[Bearbeiten]

  1. Zurek. Essen & Trinken, abgerufen am 29. April 2014.