Sauerstoffmaske
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Eine Sauerstoffmaske (engl. oxygen mask) ist eine Vorrichtung, die das Gesicht bzw. Nase und Mund bedeckt und unter Bedingungen verringerten atmosphärischen Druckes oder in kontaminierter Umgebung das Atmen von reinem Sauerstoff oder eines Atemgasgemisches ermöglicht. Diese Art von Maske wird meist benutzt, um von einem Behälter aus mit Hilfe eines Schlauches, an dessen Ende ein Maskenkörper angebracht ist, das Sauerstoff- oder Atemluftgemisch der Lunge zuzuführen. Die Sauerstoffmaske kann aus Kunststoff, Silikon oder Gummi bestehen.
Sauerstoffmasken werden unter anderem von Piloten getragen, deren Flugzeuge über keine Druckkabine verfügen und die in Höhen operieren, in denen durch den niedrigeren Sauerstoff-Partialdruck eine ausreichende Sauerstoffversorgung des Organismus nicht mehr gegeben ist. Auch in Militärflugzeugen mit Druckkabine tragen Besatzungen unter Umständen Sauerstoffmasken, um im Fall einer Havarie mit evtl. nötiger Aktivierung des Schleudersitzes oder unter Gefechtsbedingungen handlungsfähig zu bleiben.
Bei großen Passagierflugzeugen befinden sich Plastik-Sauerstoffmasken in der Decke über jedem Sitz und auf dem WC, bei Druckverlust in der Flugzeugkabine öffnet sich in der Decke eine Klappe, und die Sauerstoffmasken fallen vollautomatisch aus der Kabinendecke heraus. Jede Maske ist mit einem Schlauch an der Decke verbunden und wird durch je einen chemischen Gasgenerator (Natriumchlorat) mit Sauerstoff versorgt. Nur bei Großflugzeugen wie der A380 wird aus Gewichtsgründen eine zentrale Versorgung über Sauerstoffflaschen bevorzugt.
Auch beim extremen Höhenbergsteigen finden Sauerstoffmasken Anwendung, meist für Besteigungen von Bergen oberhalb 7.000 Metern, um den Folgen von Sauerstoffmangel infolge der dünnen Luft in großer Gebirgshöhe zu entgehen. Siehe auch die Artikel zu Höhenkrankheit, Höhenlungenödem, Höhenhirnödem und Todeszone.
Man unterscheidet neben unterschiedlichen Herstellertypen Voll- und Halbmasken. Letztere umschließen beim Menschen vollständig Nase und Mund, während bei Vollmasken auch die Augenpartie einbezogen ist.

