Sauli Niinistö
Sauli Väinämö Niinistö [ˈsɑu̯li 'væi̯næmœ 'niːnistœ] (* 24. August 1948 in Salo, Finnland) ist ein finnischer Politiker, Bankier und Jurist. Niinistö gehört der konservativen Nationalen Sammlungspartei an. Seit dem 1. März 2012 ist er Präsident der Republik Finnland.
Inhaltsverzeichnis |
Leben [Bearbeiten]
Sauli Niinistö ist seit 1995 verwitwet, nachdem seine Frau bei einem Verkehrsunfall ums Leben gekommen war. Niinistö war mit seinen Söhnen in Thailand, als sich das Seebeben im Indischen Ozean 2004 ereignete, und überlebte mit großem Glück. 2009 heiratete er die Dichterin Jenni Haukio.
Politik [Bearbeiten]
Von 1995 bis 1996 war Sauli Niinistö Justizminister und danach Finanzminister in der ersten Regierung von Paavo Lipponen und setzte seine Tätigkeit als Finanzminister auch in der zweiten Regierungsphase Lipponens bis 2003 fort.
Niinistö ließ sich bei den Präsidentschaftswahlen 2000 nicht als Kandidat aufstellen, obwohl ihm gute Chancen zugeschrieben wurden. Er begründete dies unter anderem damit, dass er Junggeselle sei, was für einen Präsidenten seiner Meinung nach nicht passend sein konnte.
Niinistö war Kandidat bei den Präsidentschaftswahlen 2006 und unterlag mit 48,2 % der Stimmen gegen Tarja Halonen.
Bei den finnischen Parlamentswahlen im März 2007 konnte er über 60.000 Stimmen auf sich vereinigen, so viele wie in der hundertjährigen Geschichte der Wahlen in Finnland noch niemand vor ihm. Im April 2007 erfolgte seine Wahl zum Präsident des Finnischen Parlaments. Dieses Amt übte er bis zum Ende der Legislaturperiode 2011 aus. Er fungierte zudem als Vizepräsident der Europäischen Investitionsbank.
Von 2009 bis 2012 war Niinistö zudem Präsident des finnischen Fußballverbandes (Suomen Palloliitto).
Bei der finnischen Präsidentschaftswahl 2012 war Niinistö erneut Kandidat der Nationalen Sammlungspartei. Im ersten Wahlgang erreichte er im Januar mit 37 Prozent die meisten Stimmen, verfehlte aber die erforderliche absolute Mehrheit. Am 5. Februar 2012 trat er in einer Stichwahl gegen Pekka Haavisto (Grüner Bund) an, der auf 18,8 Prozent gekommen war.[1] Niinistö gewann die Wahl und trat das Amt des Präsidenten am 1. März 2012 an.
Weblinks [Bearbeiten]
Einzelnachweise [Bearbeiten]
- ↑ Finnische Präsidentenwahl: Euro-Befürworter Sauli Niinistö gewinnt erste Runde der Wahl bei focus.de, 23. Januar 2012 (abgerufen am 23. Januar 2012).
Albert II. (Belgien) | Rossen Plewneliew (Bulgarien) | Margrethe II. (Dänemark) | Joachim Gauck (Deutschland) | Toomas Hendrik Ilves (Estland) | Sauli Niinistö (Finnland) | François Hollande (Frankreich; Mitglied im Europäischen Rat) | Karolos Papoulias (Griechenland) | Michael D. Higgins (Irland) | Giorgio Napolitano (Italien) | Andris Bērziņš (Lettland) | Dalia Grybauskaitė (Litauen) | Henri (Luxemburg) | George Abela (Malta) | Willem-Alexander (Niederlande) | Heinz Fischer (Österreich) | Bronisław Komorowski (Polen) | Aníbal Cavaco Silva (Portugal) | Traian Băsescu (Rumänien) | Carl XVI. Gustaf (Schweden) | Ivan Gašparovič (Slowakei) | Borut Pahor (Slowenien) | Juan Carlos I. (Spanien) | Miloš Zeman (Tschechien) | János Áder (Ungarn) | Elisabeth II. (Vereinigtes Königreich) | Nikos Anastasiadis (Zypern; Mitglied im Europäischen Rat)
Kursiv = Monarch
| Personendaten | |
|---|---|
| NAME | Niinistö, Sauli |
| ALTERNATIVNAMEN | Niinistö, Sauli Väinämö (vollständiger Name) |
| KURZBESCHREIBUNG | finnischer Staatspräsident, Bankier und Jurist |
| GEBURTSDATUM | 24. August 1948 |
| GEBURTSORT | Salo, Finnland |