Saunders-Roe SR.A/1

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Saunders-Roe SR.A/1

Die Saunders-Roe SR.A/1 war der Prototyp eines Flugbootes der Royal Air Force.

Die Maschine entstand als Ergebnis der Ausschreibung E.6/44 des Air Ministry. Motivation hierfür waren die (bescheidenen) Erfolge von japanischen, mit Schwimmern ausgerüsteten Jagdflugzeugen wie der Nakajima A6M2-N, einer Variante der Mitsubishi A6M.

Man wollte einen Jäger entwickeln, welcher als Flugboot ausgelegt war und Düsentriebwerke als Antrieb nutzen sollte. Durch die Verwendung von hochliegenden Düsentriebwerken konnte der Rumpf des Flugzeuges als Flugboot ausgelegt werden und so auf sperrige Schwimmer verzichtet werden. Der Lufteinlass für die beiden Triebwerke wurde sehr weit nach oben gelegt, um zu vermeiden, dass Spritzwasser in die Triebwerke gelangte. Es wurde auch darauf geachtet, dass die Schubrohre nicht zu lang wurden (damalige Triebwerke hatten hierbei einen sehr großen Leistungsverlust).

Bei Saunders-Roe wurden drei Prototypen bestellt. Aufgrund des absehbaren Kriegsendes und weil man einsah, dass ein Wasserflugzeug einem Landjäger unterlegen sein würde, wurde das Projekt von der Dringlichkeitsliste genommen. Der erste Prototyp flog erst 1947. Dieser wurde nach seiner Erprobung eingelagert, während die beiden anderen bei Testflügen verloren gingen. 1951 wurde dann entschieden, das Projekt zu den Akten zu legen, da zukünftig Raketen Flugzeuge überflüssig machen würden. Das eingelagerte Exemplar steht heute im Flugzeugmuseum in Southampton.

Technische Daten[Bearbeiten]

Kenngröße Daten
Länge 14,24 m
Spannweite 14,02 m
Gewicht 7.360 kg
Leistung 2 x 1440 kp
Triebwerk zwei Metropolitan-Vickers Beryl
Geschwindigkeit 824 km/h
Reichweite 1.920 km
Besatzung 1
Bewaffnung vier 20-mm-Kanonen Hispano-Suiza Mk5 ,
907 kg Bomben oder
acht 27-kg-Raketen.

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