Saving Face

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Dieser Artikel behandelt die Filmkomödie aus dem Jahr 2004; zum gleichnamigen Dokumentarfilm siehe Saving Face (Dokumentarfilm).
Filmdaten
Deutscher Titel Saving Face
Originaltitel Saving Face
Produktionsland USA
Originalsprache Englisch
Erscheinungsjahr 2004
Länge 93 Minuten
Altersfreigabe FSK o. A.
Stab
Regie Alice Wu
Drehbuch Alice Wu
Produktion James Lassiter
Will Smith
Teddy Zee
Musik Anton Sanko
Kamera Harlan Bosmajian
Schnitt Susan Graef,
Sabine Hoffmann
Besetzung

Saving Face ist eine US-amerikanische Filmkomödie aus dem Jahr 2004. Regie führte Alice Wu, die auch das Drehbuch schrieb.

Handlung[Bearbeiten]

Die 29-jährige chinesischstämmige New Yorkerin Wilhelmina Pang ist ledig und arbeitet als Ärztin. Ihre Familie macht Druck auf sie, dass sie heiraten soll. Wilhelmina lernt Vivian Shing kennen, derer Vater Chef des Krankenhauses ist, an dem sie arbeitet. Die Frauen kommen sich näher und beginnen eine lesbische Beziehung.

Wilhelminas Mutter Hwei-Lan Gao wird schwanger, womit sie ihre Familie überrascht. Sie verweigert es, den Vater des Kindes zu nennen. Ihr Vater wirft sie aus der Wohnung, worauf sie bei Wilhelmina einzieht. Wilhelmina sucht einen gebildeten chinesischstämmigen Ehemann für sie. Sie findet in der Person von Stimson Cho einen scheinbar geeigneten Kandidaten, sie gibt jedoch ihren Plan auf als sie feststellt, dass ihre Mutter einen anderen Mann liebt.

Shing verlässt Pang, die fürchtet, dass die Beziehung öffentlich bekannt werden könnte und reist nach Paris. Wilhelminas Mutter setzt sich für die Versöhnung des Paares ein, worauf Wilhelmina nach einiger Zeit ihre Geliebte auf einer Party öffentlich küsst.

Kritiken[Bearbeiten]

David Rooney schrieb in der Zeitschrift Variety vom 13. Dezember 2004, die warmherzige romantische Komödie biete ansprechende Charaktere und amüsante Situationen, die über dem Energiemangel überhandnehmen würden. Sie baue erfolgreich eine „zerbrechliche Brücke“ zwischen den traditionellen Werten und dem unabhängigen Geist. Einige Wendungen seien vorhersehbar, doch zum Schluss sei der Film zufriedenstellend.[1]

Das Lexikon des internationalen Films schrieb, der Film sei eine „stilsicher inszenierte, überzeugend gespielte Komödie“. Er schlage „leise Töne“ an und erinnere an Das Hochzeitsbankett von Ang Lee aus dem Jahr 1992. Der Film jongliere „geschickt“ „mit Problemen, die die Chinesen der ersten und zweiten Generation untereinander haben“, stelle „Traditionen neben Anpassung“ sowie werbe „für Verständnis für Amerikaner chinesischer Abstammung, die sich ihren Wurzeln verpflichtet fühlen“.[2]

Auszeichnungen[Bearbeiten]

Alice Wu wurde im Jahr 2005 als Regisseurin für den Gotham Award nominiert. Der Film erhielt 2005 den Zuschauerpreis des Golden Horse Film Festivals, Michelle Krusiec wurde für den Golden Horse Award nominiert. Der Film wurde 2006 für den GLAAD Media Award nominiert.

Hintergründe[Bearbeiten]

Alice Wu widmete mehrere Jahre der Vorbereitung des Filmprojekts, welches sie selbst als persönlich bezeichnete. Sie hatte Zweifel gehabt, ob sie selbst Regie übernehmen sollte.[3] Der Film wurde in New York City gedreht.[4] Seine Weltpremiere fand am 12. September 2004 auf dem Toronto International Film Festival statt, dem im Januar 2005 das Sundance Film Festival und später weitere Filmfestivals folgten. Der Film spielte in den ausgewählten Kinos der USA ca. 1,19 Millionen US-Dollar ein. In Deutschland wurde er im Mai 2006 direkt auf DVD veröffentlicht.[5][6]

Weblinks[Bearbeiten]

Einzelnachweise[Bearbeiten]

  1. Filmkritik von David Rooney in Variety, abgerufen am 14. April 2008
  2. Saving Face im Lexikon des Internationalen Films, abgerufen am 14. April 2008
  3. Alice Wu saved up her own doubts and struggles and turned them into the new comedy 'Saving Face' in San Francisco Chronicle vom 6. Juni 2005, abgerufen am 14. April 2008
  4. Drehorte für Saving Face, abgerufen am 14. April 2008
  5. Premierendaten für Saving Face, abgerufen am 14. April 2008
  6. Einspielergebnisse für Saving Face, abgerufen am 14. April 2008