Sayed Kashua

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Sayed Kashua (arabisch ‏سيد قشوع‎ Sayyid Qaschūʿ; hebräisch ‏סייד קשוע‎; * 1975 in Tira, Israel) ist ein israelischer Schriftsteller arabischer Herkunft.

Leben[Bearbeiten]

Kashua wuchs im nördlichen Grenzgebiet zum Westjordanland auf und lebte als Erwachsener mit seiner Frau und seinen Kindern lange Zeit im palästinensischen Teil des Dorfes Beit Safafa bei Jerusalem, ehe er in ein jüdisches Viertel im Westen Jerusalems umzog.

Er schreibt hebräisch und thematisiert als arabischer Israeli das soziale und kulturelle Spannungsfeld der Palästinenser, die zugleich israelische Staatsbürger sind. Seine bisher veröffentlichten Romane wurden in Israel zu Bestsellern. Darüber hinaus schreibt er für den Fernsehsender Arutz 2 die Drehbücher der israelischen Sitcom Awoda Aravit (Arabische Arbeit) und arbeitet als Kolumnist für die beiden Zeitungen Ha'ir und Haaretz.

2006 erhielt Kashua für seine schriftstellerische Arbeit den Förderpreis der Lessing-Akademie.

Im Juli 2014 kündigte er im Spiegel an, in die USA zu emigrieren. Als Gründe nannte er den antiarabischen Rassismus in der israelischen Gesellschaft und die anhaltende Ungleichbehandlung der arabischen Israelis.[1]

Werke[Bearbeiten]

Weblinks[Bearbeiten]

Einzelnachweise[Bearbeiten]

  1. Sayed Kashua: Auf Wiedersehen, Israel. Der Spiegel, 29/2014, 14. Juli 2014