Schäffern

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Schäffern
Wappen von Schäffern
Schäffern (Österreich)
Schäffern
Basisdaten
Staat: Österreich
Bundesland: Steiermark
Politischer Bezirk: Hartberg-Fürstenfeld
Kfz-Kennzeichen: HF (ab 1.7.2013; alt HB)
Fläche: 32,37 km²
Koordinaten: 47° 29′ N, 16° 7′ O47.477516.111944444444601Koordinaten: 47° 28′ 39″ N, 16° 6′ 43″ O
Höhe: 601 m ü. A.
Einwohner: 1.409 (1. Jän. 2014)
Postleitzahlen: 8244, 2870, 2871, 7421, 8243
Vorwahl: 03339
Gemeindekennziffer: 6 22 47
Adresse der
Gemeindeverwaltung:
Schäffern 9
8244 Schäffern
Website: www.schaeffern.steiermark.at
Politik
Bürgermeister: Josef Winkler (ÖVP)
Gemeinderat: (2010)
(15 Mitglieder)
13 ÖVP, 2 SPÖ
Lage der Gemeinde Schäffern im Bezirk Hartberg-Fürstenfeld
SteiermarkLage der Gemeinde Schäffern im Bezirk Hartberg-Fürstenfeld (anklickbare Karte)
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Vorlage:Infobox Gemeinde in Österreich/Wartung/Lageplan Imagemap
Quelle: Gemeindedaten bei Statistik Austria

Schäffern mit 1409 Einwohnern (Stand 1. Jänner 2014) ist eine Gemeinde im Gerichtsbezirk Fürstenfeld und im politischen Bezirk Hartberg-Fürstenfeld. Sie ist die östlichste Gemeinde in der Steiermark (Österreich).

Geografie[Bearbeiten]

Geografische Lage[Bearbeiten]

Schäffern liegt ca. 39 km nördlich der Bezirkshauptstadt Hartberg am Fuße des Wechsels. Östlich von Schäffern beginnt die Bucklige Welt. Die Gemeinde wird im Norden und Osten von Niederösterreich, im Süden vom Burgenland begrenzt und liegt somit am nordöstlichen Ende des Bezirkes Hartberg-Fürstenfeld im Dreiländereck.

Das Gemeindegebiet wird größtenteils von den Zuflüssen der Pinka, einem Nebenfluss der Raab entwässert. Im äußersten Norden des Gemeindegebietes entspringt der Zöbernbach, der bei Lockenhaus in die Güns mündet.

Da Schäffern lediglich am Ostrand des Wechsels liegt, weist es nur wenige herausragende Erhebungen aus. Der höchste Punkt im Gemeindegebiet ist der Hartberg (913 m) im Norden, die höchste Erhebung im Osten ist der Gemeinderiegel (744 m).

Gemeindegliederung[Bearbeiten]

Die Gemeinde Schäffern setzt sich aus den Katastralgemeinden Anger (249 Einwohner; mit den Ortschaften Anger, Haberl und Spital), Elsenau (427 Einwohner; mit den Ortschaften Elsenau und Elsenau-Sparberegg), Götzendorf (156 Einwohner), Knolln (229 Einwohner; mit den Ortschaften Guggendorf und Knolln) und Schäffern (426 Einwohner) zusammen (Stand: 15. Mai 2001). Mit Gemeinderatsbeschluss vom 13. November 2012 erfolgte die Neubildung der Ortschaften Karnegg, Neussing und Elsenau.[1]

Die Zählsprengel sind:

  • 62247000 Schäffern
  • 62247001 Sparberegg (Anm.: Götzendorf gehörte bis 1967 zur Gemeinde Sparberegg)

Nachbargemeinden[Bearbeiten]

Mönichkirchen Zöbern Zöbern
Pinggau Nachbargemeinden Hochneukirchen-Gschaidt
Pinggau Wiesfleck Oberschützen

Bevölkerungsentwicklung[Bearbeiten]

Bevölkerungs-
entwicklung
Datum Einwohner
1869 1.230
1880 1.252
1890 1.376
1900 1.429
1910 1.404
1923 1.287
1934 1.325
1939 1.273
1951 1.247
1961 1.270
1971 1.358
1981 1.443
1991 1.511
2001 1.487

Geologie[Bearbeiten]

Das Gemeindegebiet ist ein Berg- und Hügelland aus kristallinem Gestein mit Plattengneis-Einlagerungen sowie Glimmerschiefer und Serpentin. Die Oberfläche besteht aus flachgründiger, lehmiger Braunerde.

Klima[Bearbeiten]

Die Temperatur im Gemeindegebiet schwankt im Jahr zwischen −2 °C im Winter und +18 °C im Sommer. Über das Jahr verteilt fallen zwischen 500 mm und 1200 mm Niederschlag. Durch Inversionswetterlagen können in höheren Lage größere Temperaturunterschiede auftreten.

Geschichte[Bearbeiten]

Mit Ausnahme des Gebietes um die Siedlung Spital, die den Johannitern in Fürstenfeld gehörte, gehörte das heutige Gemeindegebiet zum Stift Vorau, als es im Jahr 1163 gegründet wurde. Das Gebiet fiel aber schon 1170 an die Herren von Schildgraben, die den nordöstlichen Teil der Steiermark erschlossen und die Burg Bärnegg bei Elsenau errichteten. Sie verloren aber die Burg und das umliegende Land aufgrund ihrer Beteiligung an der Adelsverschwörung gegen Friedrich III. und konnten es erst Mitte des 16. Jahrhunderts zurückerobern.

Die heutigen Katastralgemeinden Elsenau und Götzendorf werden erstmals im Jahr 1316 als Puschenaw und Göczingsdorf urkundlich erwähnt. Die übrigen Ortschaften inklusive Schäffern wurden erstmals im Jahr 1521 erwähnt.

Aufgrund der Lage der Gemeinde im Grenzgebiet zu Ungarn hatten die Dörfer nicht nur unter der Rückeroberung durch Friedrich III., sondern auch unter den Angriffen der Türken im Jahr 1532 sowie der Kuruzen im Jahr 1706 zu leiden. Danach hat sich die Situation im Gemeindegebiet mit Ausnahme der beiden Weltkriege beruhigt.

Am 1. Jänner 1968 wurde die Gemeinde Sparberegg, bestehend aus den Katastralgemeinden Sparberegg und Götzendorf mit der Gemeinde Schäffern vereinigt.[2] Am 1. Jänner 1969 kam die Katastralgemeinde Sparberegg von Schäffern zu Pinggau.[3]


Kultur und Sehenswürdigkeiten[Bearbeiten]

Siehe auch: Liste der denkmalgeschützten Objekte in Schäffern
Turm der verfallenen St. Niklaus Kirche

Bauwerke[Bearbeiten]

Die Pfarrkirche Sankt Peter und Paul wurde erstmals im Jahr 1277 erwähnt. Sie ist den Heiligen Petrus und Paulus geweiht. Die Kirche in der heutigen Form wurde im Jahr 1777 erbaut und zuletzt im Jahr 1996 renoviert.

Die Burg Bärnegg bei Elsenau ist bis auf einen Turm verfallen. Auch von der Kirche St. Niklaus sind bis auf den Kirchturm keine Reste mehr erhalten.

Parks[Bearbeiten]

In Schäffern befindet sich ein Soldatenfriedhof aus dem Zweiten Weltkrieg für die Gefallenen am umkämpften Wechselgebiet.

Naturdenkmäler[Bearbeiten]

Ein Teil der Willersdorfer Schlucht liegt im Bereich des Dreiländerecks auf Schäfferner Gemeindegebiet.


Wirtschaft und Infrastruktur[Bearbeiten]

Verkehr[Bearbeiten]

Schäffern hat zwar kaum Durchgangsverkehr, ist aber dennoch gut angebunden, da die Süd Autobahn A 2 von Wien nach Graz durch das Gemeindegebiet verläuft. Sie kann über die Anschlussstellen Schäffern (87) und Friedberg / Pinggau (95) erreicht werden. Die Steinamangerer Straße B 63 von Pinggau nach Pinkafeld ist ca. 4 km vom südlichen Gemeindegebiet um Götzendorf entfernt, die Wechsel Straße B 54 von Pinggau nach Wiener Neustadt ca. 10 km vom nördlichen Gemeindegebiet um Schäffern.

Durch das Gemeindegebiet verläuft keine Bahnstrecke. Den westlichen Gemeinderand tangiert die Wechselbahn von Aspang-Markt nach Friedberg. Sie ist über den Haltepunkt Tauchen-Schaueregg (etwa zwei Kilometer vom westlichen Gemeindegebiet aus) oder vom Bahnhof Aspang (etwa zehn Kilometer vom nördlichen Gemeindegebiet aus) erreichbar. Alle Strecken bieten zweistündliche Regionalzug-Verbindungen nach Wien im Norden bzw. nach Hartberg im Süden.

Der Flughafen Graz und der Flughafen Wien-Schwechat sind jeweils ca. 100 km entfernt.

Ansässige Unternehmen[Bearbeiten]

Die Gemeinde ist überwiegend landwirtschaftlich geprägt und zählt mit ca. 130 Betrieben zu den größten Agrargemeinden im Bezirk Hartberg.

Der Arcturus-Verlag hat seinen Sitz in der Ortschaft Elsenau. Er hat sich auf die Herausgabe von Büchern über Naturheilkunde, Esoterik und Astrologie spezialisiert.


Politik[Bearbeiten]

Gemeinderat[Bearbeiten]

Die letzten Gemeinderatswahlen brachten die folgenden Ergebnisse:

Partei 2010 2005 2000 1995 1990
Mandate Stimmen  % Mandate Stimmen  % Mandate Stimmen  % Mandate Stimmen  % Mandate
ÖVP 13 759 75 12 714 78 12 756 81 13 567 62 10
SPÖ 2 252 25 3 112 12 2 91 10 1 98 11 1
FPÖ 89 10 1
Bürgerliste 90 10 1 248 27 4
Wahlbeteiligung 90% 87% 91% 93%
Schäffern (oben links) um 1878 (Aufnahmeblatt der Landesaufnahme)

Bürgermeister[Bearbeiten]

Bürgermeister ist Josef Winkler (ÖVP), Vizebürgermeister ist Ing. Hermann Lind (ÖVP).

Wappen[Bearbeiten]

Mit Wirkung vom 1. Jänner 1992 hat die Steiermärkische Landesregierung der Gemeinde Schäffern ein eigenes Wappen verliehen.
Blasonierung: Von Blau, Grün und Rot durch silberne Gegenzinnenleisten geteilt, im grünen Feld silbern ein schreitender Bär mit ausgeschlagener Zunge und schwarzem Halsband mit abfliegender silberner Kette.

Persönlichkeiten[Bearbeiten]

Söhne und Töchter der Gemeinde[Bearbeiten]

Einzelnachweise[Bearbeiten]

  1. Stmk. Landesgesetzblatt Nr. 61/2013 (Genehmigung)
  2. Stmk. Landesgesetzblatt Nr. 138/1967
  3. Stmk. Landesgesetzblatt Nr. 164/1968, die Festlegung der betroffenen Grundstücke erfolgte per Verordnung Stmk. Landesgesetzblatt Nr. 163/1969

Weblinks[Bearbeiten]

 Commons: Schäffern – Sammlung von Bildern, Videos und Audiodateien