Schönaich

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Dieser Artikel behandelt die Gemeinde Schönaich in Baden-Württemberg, weitere Bedeutungen unter Schönaich (Begriffsklärung)
Wappen Deutschlandkarte
Wappen der Gemeinde Schönaich
Schönaich
Deutschlandkarte, Position der Gemeinde Schönaich hervorgehoben
48.6569444444449.0627777777778435Koordinaten: 48° 39′ N, 9° 4′ O
Basisdaten
Bundesland: Baden-Württemberg
Regierungsbezirk: Stuttgart
Landkreis: Böblingen
Höhe: 435 m ü. NN
Fläche: 14,16 km²
Einwohner:

9.679 (31. Dez. 2010)[1]

Bevölkerungsdichte: 684 Einwohner je km²
Postleitzahl: 71101
Vorwahl: 07031
Kfz-Kennzeichen: BB
Gemeindeschlüssel: 08 1 15 044
Adresse der
Gemeindeverwaltung:
Bühlstraße 10
71101 Schönaich
Webpräsenz: www.schoenaich.de
Bürgermeister: Tobias Heizmann
Lage der Gemeinde Schönaich im Landkreis Böblingen
Landkreis Esslingen Landkreis Tübingen Landkreis Reutlingen Landkreis Ludwigsburg Stuttgart Landkreis Calw Enzkreis Pforzheim Mötzingen Jettingen Holzgerlingen Deckenpfronn Aidlingen Ehningen Gärtringen Hildrizhausen Nufringen Bondorf Gäufelden Herrenberg Waldenbuch Weil im Schönbuch Weil im Schönbuch Altdorf (Landkreis Böblingen) Holzgerlingen Böblingen Schönaich Steinenbronn Magstadt Sindelfingen Grafenau (Württemberg) Weil der Stadt Renningen Rutesheim Rutesheim Weissach LeonbergKarte
Über dieses Bild

Schönaich ist eine Gemeinde in Baden-Württemberg und gehört zum Landkreis Böblingen.

Inhaltsverzeichnis

[Bearbeiten] Geographie

Schönaich liegt auf der Schönbuchlichtung, rund drei Kilometer südöstlich von Böblingen. Schönaich bietet einiges an Grünfläche, so werden rund 42 % landwirtschaftlich genutzt (Äcker und Obstwiesen) und 38 % sind Wald.

Abendlicht auf Schönaicher Flora

[Bearbeiten] Gliederung

Zu Schönaich gehören das Dorf Schönaich, das Gehöft Roter Berg und die Häuser Happach, Kirchklinge, Pfefferburg, Rauhmühle, Speidelsmühle, Sulzbach und Wolfenmühle sowie die abgegangene Ortschaft Weihdorf.[2]

[Bearbeiten] Geschichte

Schönaich wird erstmals 1274 urkundlich erwähnt. Im 13. Jahrhundert kommt der ursprünglich den Pfalzgrafen von Tübingen gehörende Ort an die Herren von Urslingen. Diese verkaufen Schönaich 1363 an Graf Eberhard II. von Württemberg. Im dreißigjährigen Krieg wird es weitestgehend entvölkert. Die Leibeigenschaft wird 1817 aufgehoben.

1850 hatte Schönaich 2100 evangelische und 15 katholische Einwohner, die in 309 Haupt- und 60 Nebengebäuden lebten und arbeiteten.[3]

Die 1922 eingeweihte Bahnlinie nach Böblingen-Zimmerschlag mit Anschluss an die Schönbuchbahn wird bereits 1954 wieder stillgelegt. Nach dem Zweiten Weltkrieg nimmt der Ort gut 1500 Heimatvertriebene auf.

[Bearbeiten] Religionen

1534 wird in Schönaich die Reformation eingeführt. Seither war der Ort evangelisch geprägt. Der Zuzug von Heimatvertriebenen aus dem deutschen Osten führte nach dem Zweiten Weltkrieg zur Gründung einer römisch-katholischen Gemeinde.

[Bearbeiten] Einwohnerentwicklung

Die Einwohnerzahlen sind Schätzungen, Volkszählungsergebnisse (*) oder amtliche Fortschreibungen der jeweiligen Statistischen Ämter (nur Hauptwohnsitze). Alle Zahlen seit 1871 vom Statistischen Landesamt Baden-Württemberg.[4]

Jahr Einwohner
1630 931
1640 50
1655 369
1704 693
1850[3] 2115
1. Dezember 1871 * 1907
1. Dezember 1880 * 1970
1. Dezember 1890 * 1959
1. Dezember 1900 * 2051
1. Dezember 1910 * 2359
16. Juni 1925 * 2395
16. Juni 1933 * 2641
Jahr Einwohner
17. Mai 1939 * 2920
13. September 1950 * 4254
6. Juni 1961 * 5923
27. Mai 1970 * 8243
31. Dezember 1975 8800
31. Dezember 1980 9398
27. Mai 1987 * 9229
31. Dezember 1990 9706
31. Dezember 1995 9954
31. Dezember 2000 10.061
31. Dezember 2005 9993
31. Dezember 2008 9758

[Bearbeiten] Politik

[Bearbeiten] Gemeinderat

Nach der letzten Kommunalwahl am 7. Juni 2009 hat der Gemeinderat 18 Mitglieder. Die Wahlbeteiligung lag bei 57,17%. Die Wahl brachte folgendes Ergebnis:

CDU/FWG 41,3 % -4,1 8 Sitze ±0
SPD 21,9 % -4,0 4 Sitze -1
Die Grünen 19,4 % +1,0 4 Sitze +1
FDP/UWG 13,9 % +3,6 2 Sitze ±0
BLS 3,5 % +3,5 0 Sitze --

[Bearbeiten] Wappen

Brauner Eichenbaum mit grünen Blättern und gelben Eicheln auf gelbem Grund mit grünem Wappensockel.

[Bearbeiten] Partnerschaften

Die Partnergemeinden sind

[Bearbeiten] Wirtschaft

[Bearbeiten] Ansässige Unternehmen

  • Faulhaber stellt kleinste Elektromotoren, Getriebe und Steuerungen her. Das Unternehmen wurde 1947 gegründet, hat seinen Hauptsitz in Schönaich und beschäftigt dort rund 700 Mitarbeiter.

[Bearbeiten] Bildungseinrichtungen

Mit der Haupt- und Realschule und der Grund- und Förderschule, beide nach Johann Bruecker benannt, verfügt Schönaich über zwei Schulen.

[Bearbeiten] Kultur und Sehenswürdigkeiten

[Bearbeiten] Museen

Im „Alten Rathaus“ ist heute das Heimatmuseum untergebracht.

[Bearbeiten] Bauwerke

[Bearbeiten] Luftschutzstollen

Aufgrund der Fliegerangriffe während des Zweiten Weltkrieges in und um Schönaich erwog man den Bau von Luftschutzstollen. So wurden einige Monate vor Kriegsende unterhalb der heutigen Bühläckersiedlung Luftschutzstollen im Stubensandsteinfels für die Zivilbevölkerung angelegt.

Das geschah vorwiegend in Privatinitiative. Holz gab es dazu offiziell nicht, denn laut dem Kreisbaumeister vom Landratsamt Böblingen hieß es: ,,Bei der außerordentlich starken Materialknappheit können Luftschutz-Stollenbauten nur noch in ganz besonders stark bedrohten Gemeinden durchgeführt werden. Die Gemeinde Schönaich kann nicht darunter gezählt werden. Sollte aber der Stollen ganz in massiven Fels erstellt werden, sodass weder Holz noch Zement zum Ausbau des Stollens benötigt wird, dann hätte ich nach den vorgelegten Plänen gegen den Bau des Stollens nichts einzuwenden."

[Bearbeiten] Persönlichkeiten

[Bearbeiten] Ehrenbürger

  • Johann Bruecker (1881–1965), Fabrikant, stellte elektrische Rasierapparate in den USA her und stiftete mehrere Häuser für sozial schwache Familien
  • Wilhelm Griasch, evangelischer Pfarrer

[Bearbeiten] Söhne und Töchter der Gemeinde

Panorama von Schönaich, aufgenommen vom Rauhen Kapf
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Panorama von Schönaich, aufgenommen vom Rauhen Kapf

[Bearbeiten] Siehe auch

[Bearbeiten] Quellen

  1. Bevölkerungsentwicklung in den Gemeinden Baden-Württembergs 2010 (Hilfe dazu)
  2. Das Land Baden-Württemberg. Amtliche Beschreibung nach Kreisen und Gemeinden. Band III: Regierungsbezirk Stuttgart, Regionalverband Mittlerer Neckar. Kohlhammer, Stuttgart 1978, ISBN 3-17-004758-2. S. 120–121
  3. a b Beschreibung des Oberamts Böblingen – Tabelle I.
  4. Statistisches Landesamt B-W.

[Bearbeiten] Weblinks

 Commons: Schönaich – Sammlung von Bildern, Videos und Audiodateien
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