Schönau am Königssee

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Wappen Deutschlandkarte
Wappen der Gemeinde Schönau a. Königssee
Schönau am Königssee
Deutschlandkarte, Position der Gemeinde Schönau a. Königssee hervorgehoben
47.60277777777812.983055555556630Koordinaten: 47° 36′ N, 12° 59′ O
Basisdaten
Bundesland: Bayern
Regierungsbezirk: Oberbayern
Landkreis: Berchtesgadener Land
Höhe: 630 m ü. NHN
Fläche: 131,68 km²
Einwohner: 5361 (31. Dez. 2012)[1]
Bevölkerungsdichte: 41 Einwohner je km²
Postleitzahl: 83471
Vorwahl: 08652
Kfz-Kennzeichen: BGL
Gemeindeschlüssel: 09 1 72 132
Adresse der
Gemeindeverwaltung:
Rathausplatz 1
83471 Schönau a. Königssee
Webpräsenz: www.koenigssee.de
Bürgermeister: Stefan Kurz (CSU)
Lage der Gemeinde Schönau a. Königssee im Landkreis Berchtesgadener Land
Berchtesgaden Eck (gemeindefreies Gebiet) Schneizlreuth Schellenberger Forst Ainring Anger (Berchtesgadener Land) Bad Reichenhall Bayerisch Gmain Berchtesgaden Bischofswiesen Freilassing Laufen (Salzach) Marktschellenberg Piding Ramsau bei Berchtesgaden Saaldorf-Surheim Schneizlreuth Schönau am Königssee Teisendorf Landkreis Traunstein ÖsterreichKarte
Über dieses Bild

Schönau am Königssee (amtlich: Schönau a.Königssee) ist eine Gemeinde im oberbayerischen Landkreis Berchtesgadener Land. Zum Gemeindegebiet gehört der fjordartig eingebettete, bis zu 190 m tiefe Königssee mit St. Bartholomä.

Geografie[Bearbeiten]

Geografische Lage[Bearbeiten]

Schönau am Königssee gehört zum Regierungsbezirk Oberbayern im Freistaat Bayern und ist Teil der hochalpinen Region im südlichen Landkreis Berchtesgadener Land. Gemeinsam mit den benachbarten Gemeinden Berchtesgaden, Bischofswiesen, Marktschellenberg und Ramsau bei Berchtesgaden liegt Schönau am Königssee innerhalb der geomorphologischen Einheit Berchtesgadener Talkessel und ist nahezu völlig von den Berchtesgadener Alpen umgeben, deren Gebirgsstöcke sich wiederum im Osten, Süden und Südwesten ins österreichische Bundesland Salzburg erstrecken.

Schönau am Königssee ist die südöstlichste Gemeinde Deutschlands, die im Westen vom Tal der Ramsau und im Norden vom Markt Berchtesgaden begrenzt wird. Im Osten und Süden bilden die Gebirgsstöcke vom Hohen Göll, Hagengebirge und Steinernen Meer die gemeinsame Grenze zum benachbarten Salzburger Land.[2]

Vom nördlichen Ufer des Königssees fließt die mit einem Stauwehr geregelte Königsseer Ache Richtung Berchtesgaden ab. In Berchtesgaden vereinigt sie sich vor dem Berchtesgadener Hauptbahnhof mit der Ramsauer Ache und heißt ab hier Berchtesgadener Ache.

Gemeindegliederung[Bearbeiten]

Die Gemeinden Schönau und Königssee wurden 1978 im Rahmen der Gebietsreform in Bayern zusammengelegt zur Gemeinde „Schönau am Königssee“. Die Gemeinde besteht aus insgesamt sieben Ortsteilen, nämlich aus sechs Gnotschaften sowie der Einöde St. Bartholomä.

Die nur im Sommer bewirtschafteten Almhütten wie Saletalm am Südufer des Königssees und Fischunkelalm am Obersee zählen nicht als Ortsteile, ebenso wenig die Wildfütterung (ehemaliger Jagdstand) Im Reitl gegenüber von St. Bartholomä sowie die Bootsanlegestelle Kessel am Ostufer des Königssees.

Ortsteile und Gnotschaften der Gemeinde Schönau am Königssee
(Einwohnerzahlen laut Volkszählung am 25. Mai 1987 in Klammern)
Gemarkungen Ortsteile Art Anmerkungen
Forst St. Bartholomä gemeindefreies Gebiet eingemeindet 1984 unbewohnt, Almhütten nur im Sommer bewohnt
St. Bartholomä (25) Einöde vormals fürstliche Besitzung,
dann von 1903 bis 1978 Exklave der Gemeinde Königssee
Forst Königssee gemeindefreies Gebiet eingemeindet 1984 unbewohnt, Almhütten nur im Sommer bewohnt
Königssee Königssee (675) Gnotschaft Eigenständige Gemeinde bis 1978
Faselsberg (790) Gnotschaft
Schwöb (590) Gnotschaft
Schönau Hinterschönau (82) Gnotschaft Eigenständige Gemeinde bis 1978
Oberschönau (1421) Gnotschaft
Unterschönau (1630) Gnotschaft

Nachbargemeinden[Bearbeiten]

Die Nachbargemeinden auf deutscher Seite gehören wie Schönau am Königssee selbst zum Landkreis Berchtesgadener Land. Im Nordosten auf rund 400 Metern das gemeindefreie Gebiet Eck und Berchtesgaden, im Nordwesten Bischofswiesen und im Westen Ramsau bei Berchtesgaden. Von Südwesten bis Osten stößt die Gemeinde an die deutsch-österreichische Staatsgrenze mit den dahinterliegenden österreichischen Gemeinden Saalfelden (Südwesten) und Maria Alm (Süden) im Bezirk Zell am See, Werfen (Südosten) im Gerichtsbezirk Sankt Johann im Pongau und Golling (Osten) im Bezirk Hallein.

Geschichte[Bearbeiten]

Urgnotschaft des Klosterstifts Berchtesgaden[Bearbeiten]

Panorama über das Schönau-Plateau mit den Bergen der Berchtesgadener Alpen

In dem ersten Steuerbuch des Berchtesgadener Landes von 1456 wird Schönau als eine seiner acht „Urgnotschaften“ mit acht „Gnotschaftsbezirken“ und ihren sie betreuenden „Gnotschaftern“ aufgeführt. Als Gnotschaft hatte Schönau wie die anderen bis zur Säkularisation im Jahre 1803 Bestand und dürfte sich bereits Ende des 14. Jahrhunderts im Zuge des 1377 ausgestellten „Landbriefs“ von Propst Ulrich Wulp herausgebildet haben.[3]

Säkularisation, Anschluss an Bayern[Bearbeiten]

1803 wurde die Fürstpropstei Berchtesgaden aufgelöst und das Berchtesgadener Land verlor damit seine politische Eigenständigkeit. Nach drei kurz hintereinander folgenden Herrschaftswechseln wurden 1810 dessen Gebiet und seine Ortschaften dem Königreich Bayern angegliedert und Schönau in die zwei selbständigen politischen Gemeinden Schönau und Königssee geteilt.[3]
Siehe zu diesem Absatz auch die Abschnitte: Geschichte und Religion / Kirchengeschichte in Fürstpropstei Berchtesgaden

Von 1909 bis 1965 war die Gemeinde durch die Königsseebahn an das Eisenbahnnetz angeschlossen. Alle vier Stationen der Strecke lagen auf dem Gemeindegebiet. Ausgangspunkt war der Königsseer Bahnhof auf dem einstigen Triftplatz gegenüber dem Hauptbahnhof Berchtesgaden.

Zeit des Nationalsozialismus[Bearbeiten]

Das für die Gemeinden Schönau und Königssee zuständige Bezirksamt Berchtesgaden wurde 1939 in Landkreis Berchtesgaden mit gleichem Zuständigkeitsbereich umbenannt.

1944 wurden die wertvollen Kunstgegenstände und Gemälde aus dem in Unterschönau am Bahnhof Unterstein abgestellten Göringzug ins Haus Hubertus gebracht, das Ludwig Ganghofer als Vorlage für seinen Roman Schloss Hubertus diente.[4]

Nachkriegszeit[Bearbeiten]

Am 1. Juli 1972 sind die Gemeinden Schönau und Königssee dem neuen und erweiterten Landkreis Bad Reichenhall angegliedert worden, der wiederum am 1. Mai 1973 in Landkreis Berchtesgadener Land umbenannt wurde.

Am 1. Mai 1978 erfolgte im Zuge der Gebietsreform in Bayern die Zusammenlegung der Gemeinden Schönau (westlich der Königsseer Ache) und Königssee (östlich der Königsseer Ache einschließlich der separaten Gemarkung Forst St. Bartholomä) zur Einheitsgemeinde „Schönau am Königssee“.[5]

Am 1. Januar 1984 wurden die großen gemeindefreien Gebiete Forst Königssee und Forst St. Bartholomä im Süden eingemeindet, bestehend aus dem See mit Umgebung bis zur österreichischen Grenze (ein kleinerer Teil von Forst Königssee wurde nach Berchtesgaden eingemeindet).

Geografisch-soziokulturelle Zuordnungen[Bearbeiten]

Schönau am Königssee liegt innerhalb der von der Gebirgsgruppe der Berchtesgadener Alpen umschlossenen geomorphologischen Einheit Berchtesgadener Talkessel, in der sich in den nahezu deckungsgleichen historischen Grenzen des fürstpropstlichen Kernlandes die Kulturlandschaft Berchtesgadener Land herausgebildet hat.[6][7] Diese Kulturlandschaft grenzt sich noch heute soziokulturell unter anderem vom benachbarten Chiemgau und innerhalb des gleichnamigen Landkreises Berchtesgadener Land vom vormals herzoglich bayerischen Bad Reichenhall und vom einst zum Fürsterzbistum Salzburg gehörenden Rupertiwinkel ab.[8][9][10] Somit gingen und gehen für Schönau am Königssee zuständige Gemeindeverbände und Gebietskörperschaften wie der vormalige Landkreis Berchtesgaden und der jetzige Landkreis Berchtesgadener Land der Fläche wie auch den zugehörigen Gemeinden nach weit über die soziokulturelle Begriffseinheit Berchtesgadener Land hinaus.[11]

Bezogen auf die Kulturlandschaft Berchtesgadener Land zählt in der Gemeinde u. a. die Weihnachtsschützen-Gesellschaft Oberherzogberg und der Königsseer Weihnachtsschützenverein zu den Gründungsmitgliedern der 1925 gegründeten Vereinigten Weihnachtsschützen des Berchtesgadener Landes.[12]

Politik[Bearbeiten]

Kommunalwahl 2008[13]
Wahlbeteiligung: 65,7 %
 %
60
50
40
30
20
10
0
50,7 %
37,2 %
6,8 %
5,3 %

Gemeinderat[Bearbeiten]

Der Gemeinderat Schönau am Königssee besteht aus 20 Gemeinderäten und dem Bürgermeister. Nach der letzten Kommunalwahl am 2. März 2008 stellt sich die Sitzverteilung wie folgt dar:[14]

  • 10 für CSU, inkl. 3. Bürgermeister, außerdem 1. Bürgermeister
  • 8 für Freie Wählergemeinschaft Schönau am Königssee (FWG), inkl. 2. Bürgermeister
  • 1 für SPD
  • 1 für Bündnis 90/Die Grünen

Bürgermeister[Bearbeiten]

Erster Bürgermeister der Gemeinde Schönau am Königssee ist Stefan Kurz (CSU).[14]

Wahlkreise[Bearbeiten]

Schönau am Königssee gehört zum Bundestagswahlkreis Traunstein und zum Stimmkreis Berchtesgadener Land für Landtags- und Bezirkstagswahlen.

Wappen[Bearbeiten]

Wappen von Schoenau am Koenigssee.jpg

Blasonierung: In Blau über gesenktem silbernen Wellenbalken auf einer goldenen Leiste die silberne Kapelle St. Bartholomä mit roten Kuppen, darüber rechts eine mit einem goldenen Schnitzwerkzeug besetzte schräge goldene heraldische Lilie, links eine mit einem goldenen Ahornblatt besetzte schräglinke heraldische Lilie.[15]

Der Wellenbalken (Königssee) und die Kapelle St. Bartholomä verweisen auf die geographische Lage der Gemeinde. Die sogenannten „Sulzbacher Lilien“ in den Ecken sind dem Wappen der Fürstpropstei Berchtesgaden entnommen, dem das Gemeindegebiet bis 1803 angehörte. Die Grafen von Sulzbach waren das Gründergeschlecht bzw. die Stifter der Propstei Berchtesgaden. Die rechte Lilie mit einem Schnitzwerkzeug verweist auf die Holzbearbeitung innerhalb der Gemeinde, die linke Lilie mit Ahornblatt auf das Naturschutzgebiet (Nationalpark) Königssee.[15]

Wappenführung für die zu Schönau am Königssee zusammengeschlossenen Gemeinden seit 1983 auf der Rechtsgrundlage eines Beschlusses des Gemeinderats am 16. August 1983 mit Zustimmung der Regierung von Oberbayern.[15]

Dieser Beschluss gilt auch für die neue Fahne mit zwei Streifen in der Farbfolge gelb und blau, die mit aufgelegtem Wappen geführt werden soll.[15]

Kultur und Sehenswürdigkeiten[Bearbeiten]

Naturschönheiten[Bearbeiten]

Der Königssee ist ein langgestreckter Gebirgssee und liegt am östlichen Fuß des Watzmanns und wird im Wesentlichen durch den vom südöstlich gelegenen Obersee kommenden Saletbach gespeist. Da der Königssee zwischen steilen Berghängen eingebettet ist, wird er als fjordartig beschrieben; er gilt der Wasserqualität nach außerdem als einer der saubersten Seen Deutschlands. Der Großteil des Sees liegt im Nationalpark Berchtesgaden.

Bauwerke[Bearbeiten]

Ehem. Empfangsgebäude Bahnhof Königssee (2011)

→ Siehe auch: Liste der Baudenkmäler in Schönau am Königssee

Profangebäude[Bearbeiten]

Der ehemalige Bahnhof Königssee, erbaut 1908/09 im Jugendstil als Endbahnhof der Bahnlinie Berchtesgaden-Königssee, wird jetzt als Gaststätte genutzt.

Sakralgebäude[Bearbeiten]

St. Bartholomä am Königssee
evangelisch-lutherisch

Die Hubertuskapelle wurde 1761 und 1797 als römisch-katholisches Gotteshaus geweiht, 1860 jedoch an einen Privatmann verkauft, der sie zweckentfremdet nutzte. Seit 1957 dient sie als Gotteshaus der Evangelisch-Lutherischen Gemeinde Berchtesgaden, die das Gebäude 2010 schließlich auch erworben hat und danach vollständig restaurieren ließ.

römisch-katholisch

Die Wallfahrtskapelle St. Bartholomä am Westufer des Königssees auf der Halbinsel Hirschau ist als ein Wahrzeichen der Region das Ziel tausender Touristen. Sie stammt in einigen Teilen noch aus dem 12. Jahrhundert und ist seit dem 17. Jahrhundert im Stil des Barock gestaltet.

Die Kirche St. Johann und Paul (auch bekannt als Eiskapelle) liegt etwa 1 km westlich der Wallfahrtskirche St. Bartholomä und wurde laut den Jahreszahlen über dem Türsturz und der Altarmensa zwischen 1617 und 1620 durch Spenden von Wallfahrern erbaut. So heißt es in der Inschrift am Sockel des Altaraufsatzes: „Zu Lob und Ehr Gott des Alllmechtigen, seiner gebenedeyten Muetter der Jungfrauwen Maria, und der Hl. Martyrer Pauli und Johannis, ist dies Capelln und Altar von der Andächtigen Wallfahrter Reichlich Ersambliten Alllmuesen Erbauet worden im Jahr Nach Christy G: 1620.“[16]

Mariä Sieben Schmerzen ist die Pfarrkirche der römisch-katholischen Pfarrei Unterstein / Schönau am Königssee. Ihre Grundsteinlegung erfolgte am 21. August 1932 in Anwesenheit des Weihbischofs Johannes Schauer, die Kirchweihe vermutlich am 26. März 1933 durch Kardinal Michael von Faulhaber. Aus der abgebrochenen Graf-Arco-Kirche wurden Bauteile für den Neubau und aus finanziellen, aber auch aus Pietätgründen die gesamte (alte) Inneneinrichtung übernommen.[17]

Die Bergopfer-Gedenkkapelle St. Bernhard wurde am 11. September 1999 auf Kühroint eingeweiht.[18]

Weitere Kapellen der römisch-katholischen Pfarrei Unterstein / Schönau am Königssee sind:[19]

  • Brandner Kapelle (Jennerbahnstraße in Königssee)
  • Widlbrand-Kapelle (Richard-Voß-Straße in Königssee, erbaut 1928 von Georg Lenz, renoviert 1992 von Josef Lenz)
  • Graben-Kapelle (Kapellenweg in Schönau, Feldkapelle, mit Dachreiter, 18. Jh., mit Ausstattung; zum Grabenlehen gehörig, aufgenommen als Baudenkmal in die Bayerische Denkmalliste)
  • Unterartenreitlehen-Kapelle (auch: Zulehen-Kapelle, Artenreitweg in Schönau, erbaut 1972)
  • Grutschen-Kapelle (Holzlobstraße in Königssee, Grutschen-Kapelle, mit Walmdach, 18. Jh.; mit Ausstattung, aufgenommen als Baudenkmal in die Bayerische Denkmalliste)
  • Spinnerlehen-Kapelle (Spinnerwinklweg 8, Hofkapelle eines landwirtschaftlichen Anwesens, Walmdach, wohl 18. Jh.; mit Ausstattung; alte Klaubstein-Feldmauern, aufgenommen als Baudenkmal in die Bayerische Denkmalliste)
  • Vorderbrand-Kapelle (Die die Kapelle „am Vorderbrand“ zählt zu den bekanntesten Kapellen der Pfarrei. Ausgestattet mit Marienfigur, gespendet am 10. Mai 1884 von „Gebirgsfreunden und Verehrern der Madonna“)

Sport und Sportvereine[Bearbeiten]

  • Der WSV Königssee, gegründet im Dezember 1951, ist ein Wintersportverein mit Abteilungen für Rennrodeln, Skeleton, Bobsport, Eisstockschießen, Snowboard und Ski Alpin. Aktuell (Stand November 2007) hat der Verein mehr als 950 Mitglieder, darunter mehr als 320 Kinder und Jugendliche. Der WSV ist einer der erfolgreichsten Wintersportvereine der Welt. Aus seinen Reihen gingen Olympiasieger, Weltmeister, Europameister, Weltcupsieger und deutsche Meister hervor. Der Verein hat bereits mehrere Großveranstaltungen (10 Welt-, 8 Europa- und bald 50 andere Veranstaltungen wie Deutsche Meisterschaften und Weltcuprennen) organisiert.
  • Die SG Schönau (Sportgemeinschaft Schönau), gegründet 1955, ist ein Sportverein mit den Abteilungen Fußball, Eisstockschießen, Turnen, Volleyball, Tischtennis und Leichtathletik.[20] Die „Postsport-Gemeinschaft Berchtesgaden“ wurde 1960 mit den Abteilungen Fußball, Ski Alpin, Eisstockschießen und Kegeln gegründet und schloss sich 1961 als selbständiger Zweigverein der SG Schönau an. 1968 erfolgte die Umbenennung in „Postsportverein-Berchtesgaden“, der sich noch um die Abteilungen Leichtathletik, Freizeitsport, Tennis, Langlauf, Triathlon und Bergsport erweiterte.[21]

Wirtschaft und Infrastruktur[Bearbeiten]

Blick über den Ortsteil Königssee

Tourismus[Bearbeiten]

Schönau ist eine Fremdenverkehrsgemeinde mit ca. 8.000 Gästebetten in 20 Hotels, 16 Gästehäusern, 118 Pensionen und 578 Privatquartieren. Die Gemeinde ist mit Sitz und Stimme im Zweckverband Tourismusregion Berchtesgaden-Königssee vertreten.

Öffentliche Einrichtungen[Bearbeiten]

Die Gnotschaft Oberschönau ist Sitz der Gemeindeverwaltung und der katholischen Pfarrei.

Im Ortsteil Unterschönau befindet sich die weltweit erste Kunsteisbahn für Rennrodeln, Bob und Skeleton, siehe Kombinierte Kunsteisbahn am Königssee.

Im Gemeindegebiet steht der Sender Berchtesgaden der Deutschen Funkturm GmbH, der vom Bayerischen Rundfunk genutzt wird. Das Sendegebiet ist der Markt Berchtesgaden, die nähere Umgebung von Schönau und der nördliche Königssee. Am Mast des Senders sind außerdem die beiden Monitorempfänger der GALILEO Test- und Entwicklungsumgebung angebracht.

Der Triftplatz an der Gemeindegrenze zu Berchtesgaden gegenüber dem Hauptbahnhof Berchtesgaden wird für einen halbjährlich abgehaltenen Rummelplatz sowie für Flohmärkte und Festzelte genutzt.

Trivia[Bearbeiten]

2003 wurde auf dem großen Parkplatz beim Königssee ein Musical-Zelt errichtet. Hierin wurden nach dem Roman Der Mann im Salz von Ludwig Ganghofer das Salzsaga-Musical und an Ostern 2004 das Musical 2000 Jahre Jesus inszeniert. Der finanzielle Erfolg dieser Spielstätte blieb allerdings auch nach einem Wechsel des Veranstalters aus, und das Zelt wurde nach anderthalb Jahren wieder abgebaut.

Persönlichkeiten[Bearbeiten]

Söhne und Töchter der Gemeinde[Bearbeiten]

Schönauer Persönlichkeiten[Bearbeiten]

Weblinks[Bearbeiten]

 Commons: Schönau am Königssee – Sammlung von Bildern, Videos und Audiodateien

Einzelnachweise[Bearbeiten]

  1. Bayerisches Landesamt für Statistik – Volkszählung und Bevölkerungsfortschreibung: Gemeinden, Bevölkerung (Volkszählungen und aktuell) vom 5. Juli 2013 (XLS-Datei; 2,0 MB) (Einwohnerzahlen auf Grundlage des Zensus 2011) (Hilfe dazu)
  2. koenigssee.com Informationen zur Gemeinde Schönau am Königssee
  3. a b Joseph Ernst von Koch-Sternfeld: Geschichte des Fürstenthums Berchtesgaden und seiner Salzwerke. Band 2, ab S. 145 f.
  4. Hellmut Schöner (Hrsg.): Berchtesgaden im Wandel der Zeit – Ergänzungsband I. S. 456.
  5.  Statistisches Bundesamt (Hrsg.): Historisches Gemeindeverzeichnis für die Bundesrepublik Deutschland. Namens-, Grenz- und Schlüsselnummernänderungen bei Gemeinden, Kreisen und Regierungsbezirken vom 27. 5. 1970 bis 31. 12. 1982. W. Kohlhammer GmbH, Stuttgart und Mainz 1983, ISBN 3-17-003263-1, S. 597.
  6. www.heimat-bayern.de: Die Kulturlandschaften Bayerns: Vielfalt – Heimat – Schutzgut, PDF-Datei
  7. br-online, 8. Oktober 2010, anlässlich der 200-Jährigen Zugehörigkeit des Berchtesgadener Landes zu Bayern
  8. Berchtesgadener Land Tourismus GmbH „Zur Geschichte des Landkreises“: "Der Landkreis „Berchtesgadener Land" bildet sowohl geschichtlich und kulturell als auch wirtschaftlich eine Einheit; alle drei Teile - das eigentliche „Berchtesgadener Land" (im engeren Sinne der ehemaligen Landesherrschaft der Fürstpropstei Berchtesgaden), die Stadt Bad Reichenhall und das Land um Laufen - standen seit dem frühen Mittelalter über die Jahrhunderte hinweg bis hin zum Anfang des 19. Jahrhunderts im Spannungsfeld zwischen dem Fürsterzbistum Salzburg und dem Herzogtum Bayern, die den Salzreichtum des Gebietes beide für sich beanspruchten."
  9. Dito: Gebrauch des Begriffs Berchtesgadener Land - „Das Berchtesgadener Land (lassen wir uns durch die irritierende Landkreisbezeichnung im Zug der Gebietsreform nicht verunsichern!) ist die Bezeichnung des Territoriums des ehemaligen Hochstiftes Berchtesgaden. Der Gebietsumfang des Territoriums ist deshalb exakt zu bestimmen.“ - Günter Kampfhammer: Gebietsnamen in Bayern S. 621; in Dieter Harmening, Erich Wimmer, Wolfgang Brückner (Hrsg.): Volkskultur, Geschichte, Region: Festschrift für Wolfgang Brückner zum 60. Königshausen & Neumann, Würzburg 1992.
  10. www. prangerschuetzen.de: Der Rupertiwinkel
  11. Hellmut Schöner (Hrsg.): Berchtesgaden im Wandel der Zeit – Ergänzungsband I. S. 18
    Das Berchtesgadener Land umfasst laut Schöner in „seinen historischen Grenzen Schellenberg bis Hallthurm, Schwarzbachwald und Hirschbichl“ beziehungsweise analog zum Berchtesgadener Talkessel lediglich den südlichen Teil des Landkreises mit den Gemeinden Berchtesgaden, Bischofswiesen, Schönau am Königssee, Marktschellenberg und Ramsau bei Berchtesgaden, die zusammen, seinerzeit aufgespalten in kleinteiligere Gnotschaften, das Kerngebiet des erst von Stiftspröpsten und zuletzt von Fürstpröpsten regierten Landes Berchtesgaden bzw. Berchtesgadener Landes bildeten.
  12. weihnachtsschuetzenverein-ramsau.de Zur Geschichte
  13. http://www.wahlen.bayern.de/biz/kowa_g2008.php?g=h&schluessel=172&suchbegriff=1
  14. a b old.koenigssee.com Bürgermeister und Gemeinderäte ab 1.  Mai 2008
  15. a b c d old.koenigssee.com Zum Wappen
  16. erzbistum-muenchen.de Zur Geschichte der Kirche St. Johann und Paul
  17. erzbistum-muenchen.de Zur Geschichte der Pfarrkirche Mariä Sieben Schmerzen mit z. T. widersprüchlichen oder zumindest missverständlichen Jahresangaben
  18. erzbistum-muenchen.de Zur Geschichte der Bergopfer-Gedenkkapelle St. Bernhard
  19. erzbistum-muenchen.de Zu den Kapellen der römisch-katholischen Pfarrei Unterstein / Schönau am Königssee
  20. sgschoenau.de Homepage des SG Schönau Hauptvereins
  21. sgschoenau.de Website zum Postsportverein-Berchtesgaden innerhalb der SG Schönau