Schönewalde
| Wappen | Deutschlandkarte | |
|---|---|---|
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| Basisdaten | ||
| Bundesland: | Brandenburg | |
| Landkreis: | Elbe-Elster | |
| Höhe: | 79 m ü. NN | |
| Fläche: | 155,13 km² | |
| Einwohner: |
3226 (31. Dez. 2011)[1] |
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| Bevölkerungsdichte: | 21 Einwohner je km² | |
| Postleitzahl: | 04916 | |
| Vorwahl: | 035362 | |
| Kfz-Kennzeichen: | EE, FI | |
| Gemeindeschlüssel: | 12 0 62 461 | |
| Stadtgliederung: | 17 Ortsteile | |
| Adresse der Stadtverwaltung: |
Markt 48 04916 Schönewalde |
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| Webpräsenz: | ||
| Bürgermeisterin: | Irene Kluge | |
| Lage der Stadt Schönewalde im Landkreis Elbe-Elster | ||
Schönewalde ist eine amtsfreie Kleinstadt im Landkreis Elbe-Elster, im Süden Brandenburgs.
Inhaltsverzeichnis |
Geografie [Bearbeiten]
Die Stadt Schönewalde liegt in einem ausgesprochenen Tiefland mit kleinen Erhebungen, wie dem Weinberg mit 109 m über NN und dem Hörning mit 86 m über NN. In der ländlich geprägten Region mit ihren großen Kiefernwaldflächen liegen die einzelnen Ortsteile inmitten von Feldern, Wiesen und Fließen. Die Stadt selbst sowie die nördlich des Schweinitzer Fließ gelegenen Ortsteile bilden den im Landkreis Elbe-Elster liegenden Teil des Fläming.
Nachbargemeinden [Bearbeiten]
Das Territorium der Stadt bedeckt den äußersten Nordwesten des Landkreises Elbe-Elster. Nachbargemeinden sind (im Uhrzeigersinn, von Norden beginnend): Niederer Fläming, Ihlow, Lebusa, Schlieben, Kremitzaue, Herzberg (Elster), Jessen (Elster).
Stadtgliederung [Bearbeiten]
Die Stadt Schönewalde gliedert sich in 11 Ortsteile[2]:
- Ahlsdorf mit Gemeindeteil Hohenkuhnsdorf
- Bernsdorf
- Brandis mit dem Gemeindeteil Horst
- Dubro
- Grassau
- Jeßnigk
- Knippelsdorf mit dem Gemeindeteil Siedlung
- Schönewalde mit den Gemeindeteilen Freywalde, Grauwinkel und Schmielsdorf
- Stolzenhain mit dem Gemeindeteil Hartmannsdorf
- Wiepersdorf
- Wildenau
Geschichte [Bearbeiten]
Das um 1200 von deutschen und flämischen Kolonisten gegründete Angerdorf entwickelte sich zur Ackerbürgerstadt und erhielt 1474 die Stadtrechte.[3] 1346 wird der Ort als Schonewalde benannt, später auch Schonwalda. Der Name ist deutschen Ursprungs und bedeutet Dorf im/am schönen Walde.[4] Die Stadt lag bis 1815 im Königreich Sachsen und gelangte dann an die neugebildete preußische Provinz Sachsen.
Eingemeindungen [Bearbeiten]
Letztlich entstand die heutige Stadt Schönewalde durch den Zusammenschluss der Gemeinden Heideeck, Themesgrund, Wildberg und Schönewalde am 31. Dezember 2001.[5]
| Ehemalige Gemeinde | Datum | Anmerkung |
|---|---|---|
| Ahlsdorf | 31. Dezember 1998 | Zusammenschluss mit Brandis und Stolzenhain zu Heideeck |
| Bernsdorf | 31. Dezember 1998 | Zusammenschluss mit drei weiteren Gemeinden zu Themesgrund |
| Brandis | 31. Dezember 1998 | Zusammenschluss mit Ahlsdorf und Stolzenhain zu Heideeck |
| Dubro | 31. Dezember 1998 | Zusammenschluss mit drei weiteren Gemeinden zu Themesgrund |
| Freywalde | 1. Januar 1960 | |
| Grassau | 31. Dezember 1998 | Zusammenschluss mit drei weiteren Gemeinden zu Themesgrund |
| Grauwinkel | 1. Juli 1950 | |
| Hartmannsdorf | 1. Januar 1974 | Eingemeindung nach Stolzenhain |
| Heideeck | 31. Dezember 2001 | |
| Hohenkuhnsdorf | 1. Januar 1957 | Eingemeindung nach Ahlsdorf |
| Horst | 1. Januar 1974 | Eingemeindung nach Brandis |
| Jeßnigk | 31. Dezember 1998 | Zusammenschluss mit drei weiteren Gemeinden zu Themesgrund |
| Knippelsdorf | 31. Dezember 1998 | Zusammenschluss mit Wiepersdorf und Wildenau zu Wildberg |
| Schmielsdorf | 1. Januar 1974 | |
| Stolzenhain | 31. Dezember 1998 | Zusammenschluss mit Ahlsdorf und Brandis zu Heideeck |
| Themesgrund | 31. Dezember 2001 | |
| Wiepersdorf | 31. Dezember 1998 | Zusammenschluss mit Knippelsdorf und Wildenau zu Wildberg |
| Wildberg | 31. Dezember 2001 | |
| Wildenau | 31. Dezember 1998 | Zusammenschluss mit Knippelsdorf und Wiepersdorf zu Wildberg |
Bevölkerungsentwicklung [Bearbeiten]
Politik [Bearbeiten]
Stadtverordnetenversammlung [Bearbeiten]
Die Stadtverordnetenversammlung von Schönewalde besteht aus 15 Stadtverordneten sowie der Bürgermeisterin. Die Kommunalwahl am 28. September 2008 führte bei einer Wahlbeteiligung von 56,8 % zu folgendem Ergebnis:[6]
- Ländliche Fraktion: 10 Sitze
- Die Linke: 3 Sitze
- CDU: 2 Sitze
Die Ortsbeiräte in den elf Ortsteilen (davon sechs Gemeindeteile) bestehen aus je zwei bis drei Mitgliedern einschließlich eines Ortsvorstehers.
Wappen [Bearbeiten]
Das Wappen wurde am 25. Juni 2002 genehmigt.
Blasonierung: „Zwischen zwei S-förmigen, gegengewendeten goldenen Flanken in Silber auf grünem Boden eine grüne Linde.“[7]
Historisches Stadtwappen [Bearbeiten]
Blasonierung: „In Silber auf grünem Berg eine grüne Linde.“
Ein Stadtsiegel aus dem 14. Jh. enthält drei Bäume, auf einem Dreiberg, um 1600 erschien der einzelne Baum im Siegel.[8]
Städtepartnerschaft [Bearbeiten]
Seit 1991 besteht eine Partnerschaft mit der Stadt Marienmünster in Nordrhein-Westfalen.
Kultur und Sehenswürdigkeiten [Bearbeiten]
In der Liste der Baudenkmale in Schönewalde stehen die in der Denkmalliste des Landes Brandenburgs eingetragenen Baudenkmale. Drei Badeseen gibt es im Stadtgebiet (Bernsdorf, Stolzenhain, Brandis). Am Markt befinden sich mehrere liebevoll gestaltete Fachwerkhäuser. Am nordwestlichen Stadtrand kann eine restaurierte und voll funktionstüchtige Windmühle besichtigt werden.
Wirtschaft und Infrastruktur [Bearbeiten]
Verkehr [Bearbeiten]
Die Bundesstraße 101 zwischen Jüterbog und Herzberg (Elster) und die Bundesstraße 187 ab Ortsteil Brandis nach Jessen (Elster) und Wittenberg verlaufen westlich der Stadt Schönewalde.
Die Stadt liegt an der Tour Brandenburg, einem Radfernweg, der das Land Brandenburg umrundet.
Ansässige Unternehmen [Bearbeiten]
In der Region gibt es ländlich-typische Industrie u.a. Landwirtschaft, traditionelles Handwerk, ein mittelständisches Betonwerk und ein Holzbauunternehmen sowie kleines Handelsgewerbe. Den größten Wirtschaftsfaktor stellt die Bundeswehr dar, die den Fliegerhorst Holzdorf und das CRC Einsatzführungsbereich 3 hier betreibt.
Bildung [Bearbeiten]
Eine Grundschule und fünf Kindertagesstätten stellen die Grundversorgung im Bildungswesen sicher.
Persönlichkeiten [Bearbeiten]
Söhne und Töchter der Gemeinde [Bearbeiten]
- Gottlieb Wernsdorf der Ältere (1668–1729), lutherischer Theologe und Historiker
- Heinrich Ernst von Leipziger (1718–1790), preußischer Generalmajor
- Hans Ernst von Globig (1755–1826), Jurist (1789-1799 am Reichskammergericht) und Staatsrechtler, wurde in Grauwinkel geboren
Personen mit Bezug zum Ort [Bearbeiten]
- Heinrich Gottfried Haferung (1713-1759), war hier Pfarrer
Fußnoten und Einzelnachweise [Bearbeiten]
- ↑ Amt für Statistik Berlin-Brandenburg: Bevölkerung im Land Brandenburg am 31. Dezember 2011 nach amtsfreien Gemeinden, Ämtern und Gemeinden (PDF; 31,71 KB), Stand 31. Dezember 2011. (Hilfe dazu)
- ↑ Ortsteile der Stadt Schönewalde
- ↑ Webpräsenz der Stadt
- ↑ Die Ortsnamen der Länder Brandenburg u. Berlin
- ↑ StBA: Änderungen bei den Gemeinden Deutschlands, siehe 2001
- ↑ Statistik Berlin-Brandenburg (PDF; 2,4 MB)
- ↑ Wappenangaben auf dem Dienstleistungsportal der Landesverwaltung des Landes Brandenburg
- ↑ Lexikon der Städte und Wappen der DDR
Weblinks [Bearbeiten]
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