Schach (Zeitschrift)

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Schach ist eine deutschsprachige Zeitschrift zum Thema Schach, die seit April 1947 erscheint. Schach gab es bis 1961 zweimal im Monat, seit 1962 monatlich. Seit etwa 1998 wird sie im hauseigenen Exzelsior Verlag herausgegeben. Sie ist eine der bedeutendsten deutschen Schachzeitschriften.

Geschichte[Bearbeiten]

Die Zeitschrift erschien 1947 zunächst unter dem Titel Schach-Express im Express-Verlag in Berlin, ab Juli 1950 unter dem heutigen Titel. Sie war ab 1953 die einzige in der DDR herausgegebene Schachzeitschrift. Zuvor wurde noch bis Ende 1952 von Kurt Richter die Zeitschrift Deutsche Schachblätter herausgegeben, die wegen des begrenzten Papierkontingents eingestellt werden musste.

Schach kostete von 1962 bis 1990 einheitlich 1,20 Mark. In den letzten Jahren bis 1990 gab es für den deutschen Sprachraum außerhalb der DDR eine dem üblichen Preisniveau angepasste modifizierte Ausgabe mit besserem Schutzumschlag und ohne die Seiten zu innenpolitischen und regionalen Themen. Der Untertitel der Zeitschrift hat seit 1990 mehrfach gewechselt, von „Der königliche Ratgeber für jeden“ bis „Die Zeitschrift mit Tradition und Anspruch“. Zurzeit wird sie mit dem Untertitel „Deutsche Schachzeitung“ herausgegeben. Die Deutsche Schachzeitung existierte von 1846 bis 1988. Der Titel wurde mitsamt den Abonnenten 1989 in den Schach-Report übernommen. Der Schach-Report wiederum wurde 1996 von Schach übernommen.

Mitarbeiter und Inhalt[Bearbeiten]

Raj Tischbierek löste 1991 den ehemaligen Fernschachweltmeister Horst Rittner ab, der seit 1961 Redakteur war. Seitdem wird Schach von Sibylle Heyme und Dirk Poldauf redaktionell mitgestaltet.

Ab 1991 wurde die Zeitschrift stärker auf Spitzenschach ausgerichtet. Frühere Rubriken wie „Kinder- und Jugendsport“, „Go“ oder Berichte zu regionalen Schachereignissen verschwanden oder wurden stark eingeschränkt. Die Zeitschrift umfasst etwa 82 Seiten mit dem Hauptaugenmerk auf Berichte über ausgewählte Turniere und Ligen, insbesondere die Bundesliga. Ständige Rubriken sind die von Berthold Koch unter dem Namen „Wir lehren Schach“ gegründete Ecke, welche unter Kurt Richter und dem Titel „Schach lehrt Schach – Hohe Schule der Kombination“ aufblühte (Wolfgang Weber), der von Herbert Grasemann und Manfred Zucker lange Zeit erfolgreich geführte Teil zur Schachkomposition „Probleme und Studien“ und „Turnierausschreibungen“. Leserbriefe werden hingegen nur in manchen Ausgaben abgedruckt.

Auf der Internetpräsenz vermittelt Schach unter anderem Training mit Großmeistern und Internationalen Meistern.

Komposition[Bearbeiten]

Die in Schach von Anfang an vorhandene Kompositionsrubrik „Probleme und Studien“ gestalteten bekannte Schachpersönlichkeiten. In der Vergangenheit waren Herbert Grasemann, Gerhard Kaiser, Hans Vetter und Manfred Zucker für sie zuständig. Gegenwärtig wird sie von Udo Degener betreut. Meister wie Yochanan Afek publizierten episodisch mit Partiebeispielen und Studien illustrierte separate Artikel zu Themen der Komposition für Schach, die Resonanz bei einer Reihe von Partiespielern erzielt haben.

Weblink[Bearbeiten]