Schacht (Höhlenkunde)

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Schacht in der Mammoth Cave/Kentucky (USA).
Speläologe kurz vor dem Abseilen im Riesenschacht der Hirlatzhöhle.
Ein Schacht (a) und ein Schlot (b)

Ein Schacht ist ein Begriff der Höhlenforschung für einen mehr oder weniger senkrechten Gangteil, der sich in die Tiefe erstreckt.

Ein Schacht kann gleichzeitig auch ein Schlot sein. Die Abgrenzung der Begriffe ist unscharf und hängt maßgeblich davon ab, von welcher Richtung aus der Gangteil erforscht wird. Erfolgt die Erforschung maßgeblich von der Sohle aus, spricht man von einem Schlot.

Entstehung[Bearbeiten]

Die Ausbildung vertikaler Höhlenstrukturen wird durch verschiedene Faktoren bestimmt. Fließendes Wasser kann den senkrechten Kamin oder Schacht durch chemische Lösungsvorgänge oder korrasive Wirkung weiter vergrößern. Es wirken dabei Prozesse der Efforation (Druckerosion), Gravitationserosion (Tiefenerosion) und Seitenerosion.[1][2]

Einzelnachweise[Bearbeiten]

  1. Radim Kettner: Allgemeine Geologie. Band III, Die Äußeren geologischen Kräfte, die Erdoberfläche und die geologische Tätigkeit des Wassers. Berlin 1959, S. 236-237, 249
  2. Vladimír Panoš: Karsologická a speleologická terminologie. Žilina (Knižné centrum) 2001, Eintrag: Aven auf S. 22 ISBN 80-8064-115-3