Schachtgrab

aus Wikipedia, der freien Enzyklopädie
Wechseln zu: Navigation, Suche
Schachtgrab der Hetepheres I. (ca. 2600 v. Chr., Skizze 2012)

Der Begriff Schachtgrab bezeichnet eine bestimmte Sorte von Grab. Der Begriff wird für verschiedene Kulturen unterschiedlich gebraucht.

Antike[Bearbeiten]

Vor allem in der Antike im Mittelmeerraum bezeichnet es ein, in einen Felsen vertieftes, meist künstlich angelegtes Grab. Diese Schachtgräber waren meist wie Grotten angelegt und mit Steinen verschlossen oder anders unzugänglich gemacht worden.

In Mykene finden sich im Gräberrund A und Gräberrund B insgesamt 20 Schachtgräber, die in den Übergang von Mittelhelladikum zum Späthelladikum datieren und damit am Beginn der mykenischen Kultur stehen.[1] Sie sind äußerst reich ausgestattet und bisher einzigartig für das prähistorische Griechenland.

Mittelalter und Neuzeit[Bearbeiten]

Seit dem Mittelalter versteht man unter dem Begriff ein im Boden ausgehobenes, rechteckiges Grab, das wiederverwendet werden konnte. Heutzutage ist diese Art des Grabes die gebräuchlichste. Solche Gräber werden üblicherweise für mehrere Jahre gemietet oder gepachtet. Nach Ablauf des Vertrages wird es im Normalfall neu ausgehoben und weitervermietet oder verpachtet. Es wird auch gerne als Massengrab bezeichnet, was in diesem Sinne nicht korrekt ist.

Siehe auch[Bearbeiten]

Literatur[Bearbeiten]

  •  Janice L. Crowley: Mycenaean Art and Architecture. In: The Cambridge Companion to the Aegean Bronze Age. Cambridge Universety Press, Cambridge 2008, S. 258–288.

Einzelnachweise[Bearbeiten]

  1. Janice L. Crowley: Mycenaean Art and Architecture. 2008, S. 259–261.