Schafberg (Salzkammergut-Berge)

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Schafberg
Schafberg und Wolfgangsee

Schafberg und Wolfgangsee

Höhe 1782 m ü. A.
Lage Oberösterreich und Salzburg, Österreich
Dominanz 12,7 km → Rinnkogel
Schartenhöhe 1178 m ↓ Scharflinger Höhe
Koordinaten 47° 46′ 35″ N, 13° 26′ 1″ O47.77638888888913.4336111111111782Koordinaten: 47° 46′ 35″ N, 13° 26′ 1″ O
Schafberg (Salzkammergut-Berge) (Land Salzburg)
Schafberg (Salzkammergut-Berge)
Gestein Kalk
Erschließung Schafbergbahn
pd5

Der Schafberg (1782 m ü. A.) ist ein markanter Berg der Salzkammergut-Berge in der Grenzregion von Salzburg und Oberösterreich. Sein Gipfel ist mit der Schafbergbahn touristisch erschlossen und liegt vollständig in Salzburg.

Schafbergbahn[Bearbeiten]

Die Schafbergbahn, eine Zahnradbahn, fährt von St. Wolfgang (Schafbergbahnhof) über die Schafbergalpe (Haltestation auf 1365 m; Gasthof Schafbergalpe) bis zur Bergstation in 1730 m Höhe. Die Bahnstrecke beträgt 5,85 km, der überwundene Höhenunterschied 1188 m, die Fahrt dauert ca. 45 Minuten. Die Schafbergbahn wird nur von Anfang Mai bis Ende Oktober betrieben. In der Adventszeit gibt es einen eingeschränkten Betrieb, wobei die Fahrt bei der Station auf etwa 1050 m endet.

Die Bauarbeiten zur Schafbergbahn wurden im April 1892 begonnen. 1893 wurde die Bahn eröffnet und beendete den Beruf der Sesselträger in St. Wolfgang. Anlässlich der 90-Jahr-Feier am 4. Juni 1983 wurde der Grundstein für den Neubau des Aufnahmegebäudes gelegt, welches am 14. Juni 1986 eröffnet wurde. Hierbei wurde der Warteraum vergrößert sowie die Abfahrts- und Ankunftsbahnsteige getrennt. Die bisherigen Stumpfgleise wurden verlängert und durch eine Weiche mit einem Ausziehgleis verbunden, welches das Abstellen einer zusätzlichen Garnitur ermöglicht. Die Baukosten beliefen sich auf rund 10 Millionen Schilling.

Die Schafbergbahn, das Hotel und die Wolfgangseeschifffahrt werden seit 2005 von der Salzkammergutbahn GmbH[1] betrieben, die am 9. Februar 2006 von der ÖBB an die Salzburg AG (ehem. Stadtwerke/SAFE) verkauft wurden.

Hütten[Bearbeiten]

Am Gipfel des Schafbergs erbaute Wolfgang Grömmer 1862 mit dem Hotel Schafbergspitze[2] das erste Berghotel Österreichs. Dessen ältester und größter Bauteil, Eigentum der Salzkammergut-Lokalbahn-Aktien-Gesellschaft, brannte am 30. September 1906 vollkommen ab.[3] Neben dem Hotel liegt die Himmelspforthütte (privat, Tagesbetrieb).[4] Die Schafbergalm[5] liegt am westlichen, unteren Ende der Gipfelfläche.

Amateurfunk-Umsetzer[Bearbeiten]

Auf der Schafbergspitze ist ein Amateurfunkrelais installiert und wird von der FIRAC Österreich (Eisenbahner-Funkamateure) betrieben. Das Rufzeichen lautet OE2XBB und die Sendefrequenz ist 439,200 MHz.[6]

Anblick[Bearbeiten]

Blick auf Schafberg-Leonsberg-Gruppe von Abersee nach Norden über St. Wolfgang:
Links Schafbergstock: Ganz links Falkensteinwand (795 m), bewaldet Reiningspitz (1460 m) und Wände des Teufelhaus (1415 m), schräg unterhalb Hochwänd, dahinter Schafbergalm (Anstiegsroute der Schafbergbahn); Schafberggipfel mit Hotel (1782 m) und Grat zur Spinnerin (1725 m) sowie Törlspitz (1589 m); bewaldet mit Felsgipfel Vormauerstein (1450 m); Käferwandl (1320 m)
Mittig Hochtal des Schwarzensee, sowie Bürgl (745 m) am Ostende des Wolfgangsee über Strobl
Ganz links fern: Almkogelgruppe; mittig rechts Zimnitz (Leonsberg, 1745 m); davon rechts fern: Höllengebirge mit Hoher Schrott (1839 m); ganz rechts: Füße von Sparber und Rettenkogel sowie Katergebirge mit Katrin (1544 m) und Hainzen (1639 m)

Ausblick[Bearbeiten]

Vom Schafberggipfel hat man einen einmaligen Blick auf die Seen des Salzkammergutes. Neben dem Wolfgangsee, Attersee, Fuschlsee und Mondsee sind insgesamt 13 Seen zu sehen.

Literatur[Bearbeiten]

  • Helmine von Chezy: Eine Schafbergbesteigung vor 130 Jahren. In: Oberösterreichische Heimatblätter 15(1961)2-3, S. 153-156 (Digitalisat; PDF-Datei; 615 kB)

Weblinks[Bearbeiten]

 Commons: Schafberg – Sammlung von Bildern, Videos und Audiodateien

Einzelnachweise[Bearbeiten]

  1. *Schafbergbahn & Wolfgangseeschifffahrt
  2. Das Hotel Schafbergspitze.
  3. Tagesneuigkeiten aus Stadt und Land. (…) Brand des Schafberg-Hotels. In: Linzer Volksblatt, Nr. 224/1906 (XXXVIII. Jahrgang), 2. Oktober 1906, S. 3, unten rechts. (Online bei ANNO)Vorlage:ANNO/Wartung/lvb.
  4. Himmelspforthütte, DAV Hüttensuche
  5. Gasthof Schafbergalpe
  6. Amateurfunkrelais OE2XBB