Schafott

aus Wikipedia, der freien Enzyklopädie
Wechseln zu: Navigation, Suche
Berliner Rabenstein um 1510
Marie Antoinette auf dem Schafott vor ihrer Hinrichtung.

Das Schafott (Blutgerüst; franz.: échafaud, aus altfranz. chafaut: hölzerner Aufbau, Schaugerüst, über mittelniederländisch sc(h)avot; vermutlich kombiniert mit franz. echelle: Leiter; engl.: scaffold) war eine bühnenartig erhöhte Richtstätte für öffentliche Enthauptungen. Für eine aufgemauerte Anlage war die frühe volkstümliche Bezeichnung Rabenstein üblich.[1]

Die öffentlichen Hinrichtungen sollten die Autorität der Obrigkeit demonstrieren und davor abschrecken, Verbrechen zu begehen. Sie hatten aber auch einen hohen Unterhaltungswert. Anfangs wurde zur Köpfung durch einen Scharfrichter meist ein Schwert, eine Axt oder ein Beil benutzt. Seit dem Ende des 18. Jahrhunderts wurde auch das Fallbeil verwendet.

Denkmale[Bearbeiten]

Calwer Schafott

Literatur[Bearbeiten]

Weblinks[Bearbeiten]

 Commons: Schafott – Sammlung von Bildern, Videos und Audiodateien
 Wiktionary: Schafott – Bedeutungserklärungen, Wortherkunft, Synonyme, Übersetzungen

Einzelnachweise[Bearbeiten]

  1. Als "Rabenstein" wurden später auch Galgen mit Steinsockel bezeichnet. Die moderne Richtstättenarchäologie verwendet den Begriff jedoch wieder in der ursprünglichen Bedeutung
  2. Hanauer Anzeiger vom 13. und 15. Januar 2011