Schahumjan

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Dieser Artikel behandelt die Provinz in der Republik Bergkarabach. Für den armenischen Revolutionär Stepan Schahumjan, siehe dort.
Lage Schahumjans in Bergkarabach

Schahumjan (armenisch Շահումյան, russisch Шаумян, auch Shahoumyan, benannt nach dem armenischen Revolutionär Stepan Schahumjan) ist eine Provinz der international nicht anerkannten Republik Bergkarabach. Sie liegt westlich des ehemaligen Autonomen Gebiets Bergkarabach und ist seit 1993 durch die armenische Armee besetzt. Die Provinz fällt hier mit dem westlichen Teil des aserbaidschanischen Bezirks Kəlbəcər zusammen, während dessen östlicher, erst 1991 von der aserbaidschanischen Regierung diesem zugeordnete Bereich einen Teil der Bergkarabach-Provinz Martakert ausmacht. Außerdem wird für die Provinz Schahumjan ein Teil des Bezirks Goranboy beansprucht, der zu Sowjetzeiten bereits ein eigener Rayon Schahumjan war und bis zum Beginn des Bergkarabachkonflikts mehrheitlich von Armeniern bewohnt war, jedoch nicht zum Autonomen Gebiet Bergkarabach gehörte. In diesem liegt auch die nominelle Hauptstadt Schahumjan, aserbaidschanisch Aşağı Ağcakənd. De facto ist der Verwaltungssitz in Karwatschar (Քարվաճառ, Kəlbəcər, Кельбаджар bzw. Карвачар).

Die Provinz hat eine Fläche von 1 829,8 Quadratkilometer und laut dem Zensus von Bergkarabach von 2005 2 560 Einwohner bei 1,4 Einwohnern pro Quadratkilometer.[1] In der Provinz liegen 15 Gemeinden.[2]

In der Provinz befindet sich der Tartar-Canyon und in dessen Nähe das Kloster von Dadiwank (auch Chotawank/Khotavank genannt), knapp außerhalb der ehemaligen Grenzen des Autonomen Gebiets Bergkarabach.

Einzelnachweise[Bearbeiten]

  1. Results of 2005 census of the Nagorno-Karabakh Republic (PDF, englisch, abgerufen am 23. April 2008; 131 kB)
  2. Results of 2005 census of the Nagorno-Karabakh Republic (PDF, englisch; 227 kB)