Schalkenmehren

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Wappen Deutschlandkarte
Wappen der Ortsgemeinde Schalkenmehren
Schalkenmehren
Deutschlandkarte, Position der Ortsgemeinde Schalkenmehren hervorgehoben
50.1677777777786.8608333333333425Koordinaten: 50° 10′ N, 6° 52′ O
Basisdaten
Bundesland: Rheinland-Pfalz
Landkreis: Vulkaneifel
Verbandsgemeinde: Daun
Höhe: 425 m ü. NHN
Fläche: 10,4 km²
Einwohner: 602 (31. Dez. 2012)[1]
Bevölkerungsdichte: 58 Einwohner je km²
Postleitzahl: 54552
Vorwahl: 06592
Kfz-Kennzeichen: DAU
Gemeindeschlüssel: 07 2 33 063
Adresse der Verbandsverwaltung: Leopoldstraße 29
54550 Daun
Webpräsenz: www.schalkenmehren.de
Ortsbürgermeister: Hans-Günter Schommers
Lage der Ortsgemeinde Schalkenmehren im Landkreis Vulkaneifel
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Über dieses Bild
Sonnenuntergang am Schalkenmehrener Maar

Schalkenmehren ist eine Ortsgemeinde im Landkreis Vulkaneifel in Rheinland-Pfalz. Sie gehört der Verbandsgemeinde Daun an. Schalkenmehren ist ein staatlich anerkannter Erholungsort.[2]

Geographie[Bearbeiten]

Schalkenmehren

Die Gemeinde Schalkenmehren liegt in der Vulkaneifel rund 4 km (Luftlinie) süd-südöstlich von Daun am Nordostfuß des Hohen List. Mehrere Vulkanseen, wie das Schalkenmehrener Maar, das Weinfelder Maar und das Gemündener Maar, liegen in der Gemarkung.

Das Schalkenmehrener Maar ist ein beliebter Badesee, in dem man auch Windsurfen darf.

Zu Schalkenmehren gehören auch die Wohnplätze Altburg, Bahnhof, Barninerhof, Bintener Hof, Ehemaliges Flakhaus, Observatorium Hoher List und Schalkenmehrener Mühle.[3]

Geschichte[Bearbeiten]

Die erste Erwähnung der Gemeinde war am 25. November 1287 in einer für das Kloster Himmerod ausgestellten Urkunde.

Im Jahre 1920 kam die junge Lehrerin Anna Droste-Lehnert in das Eifeldorf. Ihr fiel auf, dass die Eifelbauern sehr arm waren, und dass sie sehr schöne Stoffe weben konnten, das sogenannte „Maartuch“. Mit Freunden aus der Wandervogelbewegung überzeugte sie die Bevölkerung, mit ihr zusammen eine Genossenschaft zu gründen. 1926 schlossen sich 19 Schalkenmehrener Bürger zur Heimweberei-Genossenschaft Schalkenmehren e.G. zusammen. Die Bauern webten, die Bäuerinnen schneiderten, und die Genossenschaft vermarktete die Produkte. Frau Droste-Lehnert entwarf auch neue Muster für die Weber. In den 1930er Jahren war die Genossenschaft sehr erfolgreich, und auch in der schwierigen Nachkriegszeit bewährte sie sich.

In den 1970er Jahren wurde ein Beitrag der Sendung mit der Maus über die Genossenschaft gedreht. Nachdem es immer weniger Bauern im Ort gab, und noch weniger aktive Weber, wurde die Genossenschaft 1983 aufgelöst.

Aktive Bürgerinnen der Gemeinde Schalkenmehren gründeten später das Heimweberei-Museum Schalkenmehren, in dem die Geschichte der Heimweberei-Genossenschaft dargestellt ist, und betreiben es ehrenamtlich.

Schalkenmehrener Ortskern

Politik[Bearbeiten]

Gemeinderat[Bearbeiten]

Der Gemeinderat in Schalkenmehren besteht aus zwölf Ratsmitgliedern, die bei der Kommunalwahl am 25. Mai 2014 in einer Mehrheitswahl gewählt wurden, und dem ehrenamtlichen Ortsbürgermeister als Vorsitzenden.[4]

Alte Werkzeuge an einem Schalkenmehrener Bauernhaus

Wirtschaft und Infrastruktur[Bearbeiten]

Schalkenmehren hat einen kleinen Flugplatz für Motor- und Segelflugzeuge, eine Sternwarte, die zur Universität Bonn gehört, und das Heimweberei-Museum Schalkenmehren.

Mit dem Gründungsdatum 11. November 1868 ist das Hotel Schneider am Maar die traditionsreichste Gaststätte, welche mittlerweile in der sechsten Generation von der Familie geführt wird.

Die Suchtklinik in der Altburg bei Schalkenmehren arbeitet seit 1991 mit einer Erfolgsquote bis zu 50 %.[5]

Verkehr[Bearbeiten]

Am 1. Dezember 1909 wurde Schalkenmehren mit der Eröffnung der Maare-Mosel-Bahn an das Schienennetz angeschlossen. Seit dem 29. Mai 1988 ist Schalkenmehren nicht mehr mit dem Zug zu erreichen. Auf der ehemaligen Bahntrasse verläuft jetzt der Maare-Mosel-Radweg.

Siehe auch[Bearbeiten]

Weblinks[Bearbeiten]

 Commons: Schalkenmehren – Sammlung von Bildern
Panoramafoto Schalkenmehren

Einzelnachweise[Bearbeiten]

  1. Statistisches Bundesamt – Gemeinden in Deutschland mit Bevölkerung am 31.12.2012 (XLS-Datei; 4,0 MB) (Einwohnerzahlen auf Grundlage des Zensus 2011) (Hilfe dazu)
  2. Statistisches Landesamt Rheinland-Pfalz – Regionaldaten
  3. Statistisches Landesamt Rheinland-Pfalz – Amtliches Verzeichnis der Gemeinden und Gemeindeteile, Seite 70 (PDF; 2,16 MB)
  4. Der Landeswahlleiter Rheinland-Pfalz: Kommunalwahl 2014, Stadt- und Gemeinderatswahlen
  5. Sarah-Lena Gombert: 4000 Chancen auf die Rückkehr in ein normales Leben Trierischer Volksfreund, 16. November 2011.