Schalkenmehren

aus Wikipedia, der freien Enzyklopädie

Wechseln zu: Navigation, Suche
Wappen Deutschlandkarte
Wappen der Gemeinde Schalkenmehren
Schalkenmehren
Deutschlandkarte, Position der Gemeinde Schalkenmehren hervorgehoben
50.1677777777786.8608333333333425Koordinaten: 50° 10′ N, 6° 52′ O
Basisdaten
Bundesland: Rheinland-Pfalz
Landkreis: Vulkaneifel
Verbandsgemeinde: Daun
Höhe: 425 m ü. NN
Fläche: 10,4 km²
Einwohner: 595 (31. Dez. 2007)
Bevölkerungsdichte: 57 Einwohner je km²
Postleitzahl: 54552
Vorwahl: 06592
Kfz-Kennzeichen: DAU
Gemeindeschlüssel: 07 2 33 063
Adresse der Verbandsverwaltung: Leopoldstraße 29
54550 Daun
Webpräsenz:
Ortsbürgermeister: Hans-Günter Schommers
Sonnenuntergang am Schalkenmehrener Maar

Schalkenmehren ist eine Ortsgemeinde im Landkreis Vulkaneifel in Rheinland-Pfalz (Deutschland). Der Ort gehört der Verbandsgemeinde Daun an, die ihren Verwaltungssitz in der Stadt Daun hat.

Inhaltsverzeichnis

[Bearbeiten] Geografie

Schalkenmehren

Die Gemeinde Schalkenmehren liegt in der Vulkaneifel rund 4 km (Luftlinie) süd-südöstlich von Daun am Nordostfuß des Hohen List. Mehrere Vulkanseen, wie das Schalkenmehrener Maar das Weinfelder Maar und das Gemündener Maar liegen in der Gemarkung.

Das Schalkenmehrener Maar ist ein beliebter Badesee in dem man auch Windsurfen darf.

[Bearbeiten] Geschichte

Die erste Erwähnung der Gemeinde war am 25. November 1287 in einer für das Kloster Himmerod ausgestellten Urkunde.

Im Jahre 1920 kam die junge Lehrerin Anna Droste-Lehnert in das Eifeldorf. Ihr fiel auf, dass die Eifelbauern sehr arm waren, und dass sie sehr schöne Stoffe weben konnten, das sogenannte „Maartuch“. Mit Freunden aus der Wandervogelbewegung überzeugte sie die Bevölkerung, mit ihr zusammen eine Genossenschaft zu gründen. 1926 schlossen sich 19 Schalkenmehrener Bürgerinnen und Bürger zur Heimweberei-Genossenschaft Schalkenmehren e.G. zusammen. Die Bauern webten, die Bäuerinnen schneiderten, und die Genossenschaft vermarktete die Produkte. Frau Droste-Lehnert entwarf auch neue Muster für die Weber. In den 30er Jahren war die Genossenschaft sehr erfolgreich, und auch in der schwierigen Nachkriegszeit bewährte sie sich.

In den 70er Jahren wurde ein Beitrag der Sendung mit der Maus über die Genossenschaft gedreht. Nachdem es immer weniger Bauern im Ort gab, und noch weniger aktive Weber, wurde die Genossenschaft 1983 aufgelöst.

Aktive Bürgerinnen der Gemeinde Schalkenmehren gründeten später das Heimweberei-Museum Schalkenmehren, in dem die Geschichte der Heimweberei-Genossenschaft dargestellt ist, und betreiben es ehrenamtlich.

Schalkenmehrener Ortskern

[Bearbeiten] Politik

[Bearbeiten] Gemeinderat

Der Gemeinderat besteht aus 9 Ratsmitgliedern, einschließlich des nebenamtlichen Bürgermeister, die bei der Kommunalwahl am 13. Juni 2004 in einer Mehrheitswahl gewählt wurden. (Stand: Kommunalwahl am 13. Juni 2004)

Alte Werkzeuge an einem Schalkenmehrener Bauernhaus


Schalkenmehren hat einen kleinen Flugplatz für Motor- und Segelflugzeuge, eine Sternwarte, die zur Universität Bonn gehört, und das Heimweberei-Museum Schalkenmehren.

[Bearbeiten] Verkehr

Am 1. Dezember 1909 wird Schalkenmehren mit der Eröffnung der Maare-Moselbahn an das Schienennetz angeschlossen. Seit dem 29. Mai 1988 ist Schalkenmehren nicht mehr mit dem Zug zu erreichen. Auf der ehemaligen Bahntrasse verläuft jetzt der Maare-Mosel-Radweg.



[Bearbeiten] Weblinks

Panoramafoto Schalkenmehren
Persönliche Werkzeuge
Buch erstellen