Sprechdose
Die Sprechdose oder Schalldose war Bestandteil des Grammophon zur Wiedergabe sowie von Phonographen zur Aufnahme und Wiedergabe. Auch bei Diktiergeräten der frühen Bürotechnik in der Mitte der 1930er Jahre diente die Schalldose zur Aufnahme und Wiedergabe.
Die Schalldose setzt die mechanische Kraft des Motors über die modulierte Schallplattenrille in akustische Energie um.
Die Rillenauslenkungen der Schallplatte wird über die Nadel auf einen Hebelmechanismus übertragen. Diese regt eine Schwingungsmembran an, die die mechanische Energie in Schallschwingungen umsetzt. Dieses Prinzip lässt sich zur akustischen Schallaufnahme ohne Elektrik auch umkehren.
Der Tonumfang der akustischen Wiedergabe einer Schalldose geht von circa 80Hz bis 4000Hz.
Beim Diktiergerät „Kosmograph“ der Diktiermaschinenfabrik Dresden war nur der Antrieb elektrisch. Die Schallschwingungen selbst wurden durch ein Mundstück, einen Metallschlauch und die Sprechdose mit Hilfe eines „Schneidstichels“ in die rotierende Platte geritzt. Die Wiedergabe erfolgte durch einen Trichter oder durch einen Kopfhörer, der mit Schläuchen an die Schalldose angeschlossen war. Da die Decalit-Platten sehr weich waren, konnte nur eine geringe Wiedergabelautstärke erreicht werden. Die Wiedergabequalität dieser Aufzeichnungen war recht mäßig.
[Bearbeiten] Siehe auch
- Phonograph
- Grammophon
- Henri Lioret
- Diamond Disc
- Schellackplatte
- Prakla-Seismos
- Unterhaltungselektronik
- Schallplatte
- Badische Uhrenfabrik
[Bearbeiten] Weblinks
- [1] Entwicklung der Schalldosen zur Wiedergabe
- Tonaufnahme- und Wiedergabetechnik - Diktiergerät „Kosmograph“, Diktiermaschinenfabrik Dresden (1935)